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Endlich ein Lebenszeichen

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Spannung vor dem Iserlohner Tor: Kassels Stürmer Hugo Boisvert (Mitte) erwartet den Puck neben Torhüter Danny Aus den Birken und Collin Danielsmeier. Foto: Fischer

Kassel. Es war nun wirklich nicht der Rahmen, den sich Eishockey-Fans für das erste Heimpiel im neuen Jahr erhoffen. Die Mannschaft ist nach schmerzhafter Negativserie ratlos.

Die Stimmung vor leeren Rängen trostlos - so begann die Partie der Kassel Huskies gegen die Iserlohn Roosters.

Viel Positives schien kaum jemand zu erhoffen von diesem Abend in einer frostigen Eishalle. Dann aber gab es endlich mal wieder ein Lebenszeichen der Mannschaft von Stephane Richer. Die musste zwar trotz einer deutlichen 4:1-Führung einmal mehr zittern, setzte sich gegen die Gäste aus dem Sauerland am Ende aber mit 4:3 (4:1, 0:2, 0:0) durch.

Es war vor allem auch die zurückgekehrte Treffsicherheit von Manuel Klinge, die die Huskies in die Erfolgsspur führte. Gleich zweimal traf der Nationalspieler im ersten Drittel. Profitiert hatten die Gastgeber zunächst allerdings auch von Danny Aus den Birkens Unsicherheiten. Vor dem 1:0 (5.) durch Pierre-Luc Sleigher ließ der Gäste-Torhüter den Puck nach Derek Damons Schuss abprallen. Beim 2:0 durch Jean-Philippe Cotes Schlenzer sah der Schlussmann ebenfalls nicht gut aus.

Aber was soll’s - den Huskies konnte das nur Recht sein. Sie verdienten sich die Führung, weil sie konsequenter waren. Auch Wolfs Anschlusstreffer (11.) beantworten die Gastgeber schnell - mit Klinges Toren. Das erste nach David Danners feinem Pass (14.) per Schlagschuss, das zweite nach einem Zuspiel von Hugo Boisvert aus der Nahdistanz.

Alles gut also? Denkste. Noch lange nichts gut. Denn selbst dieses 4:1 führte nicht dazu, dass die Huskies einen Dreier souverän über die Zeit brachten. Im zweiten Drittel spielte bis auf wenige Szenen fast nur noch Iserlohn, das Torhüter Aus den Birken jetzt durch Sebastian Stefaniszin ersetzt hatte. Die Gäste trafen zweimal in Überzahl - durch Ryan Ready und durch Brian Swanson - und sie hatten gegen die nun phasenweise desolate Defensive der Hausherren so viele weitere Chancen, dass Trainer Richer schon in der 34. Minute eine Auszeit nahm. Dass sich die Huskies mit einer knappen Führung ins Schlussdrittel retteten, lag aber weniger an dieser Maßnahme, sondern vielmehr an einigem Glück sowie am sich tapfer wehrender Schlussmann Adam Hauser.

Trotzdem war es einfach unerklärlich, wie die Schlittenhunde nach einer so klaren Führung zwischenzeitlich dermaßen den Faden verlieren konnten. Zumindest aber rissen die Gastgeber sich diesmal zusammen, fanden wieder zu mehr Sicherheit. Iserlohn drängte zwar, aber die Huskies standen im letzten Durchgang stabil, hatten schließlich sogar die besseren Chancen. Soares und Kraft (47.) hätten für Beruhigung sorgen können, Rene Kramer hatte richtig Pech bei seinen Pfostenkracher (50.). Kein Tor mehr also, aber eben auch kein Gegentor. So blieb es beim 4:3. Es war gewiss noch kein Eishockey-Festtag. Aber es war eben doch ein Lebenszeichen. Und es waren endlich wieder drei Punkte.

SR: Dahle (Berlin), Z: 2838, Tore: 1:0 (4:44) Sleigher (Damon, Soares), 2:0 (8:38) Cote (Boisvert), 2:1 (10:11) Wolf (Hock), 3:1 (13:09) Klinge (Danner, Hauser), 4:1 (18:38) Klinge (Boisvert), 4:2 (22:06) Ready (Wilford, Giuliano - 5:4), 4:3 (32:13) Swanson (Hancock - 5:4). Strafminuten: Kassel 8 + 10 Schlager, Iserlohn 8. Spielszenen sehen im Internet auf www.hna.de

Von Frank Ziemke

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