Eishockey

Endlich Verschnaufpause für die Huskies

Zeit zum Erholen: Ein Bild, das für die Lage bei den Huskies steht: Sie freuten sich nach drei Wochen mit neun Spielen übers Durchatmen – so wie in dieser Szene Stürmer Lois Spitzner.
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Zeit zum Erholen: Ein Bild, das für die Lage bei den Huskies steht: Sie freuten sich nach drei Wochen mit neun Spielen übers Durchatmen – so wie in dieser Szene Stürmer Lois Spitzner. Foto: dieter schachtschneider

Die Zeit der Dienstagspiele ist vorbei. Zumindest in der DEL2-Hauptrunde. Und so freuen sich die Kasseler Eishockeyspieler, dass sie nach dem 6:5-Erfolg in Landshut endlich einmal durchschnaufen können.

Die letzte Fahrt hatte es noch einmal in sich. Gut sechs Stunden waren 850 Kasseler Eishockey-Fans samt kompletter Mannschaft der Kassel Huskies im Sonderzug unterwegs, bevor sie gegen drei Uhr in der Nacht zu Montag am Kasseler Hauptbahnhof ankamen. Müde und geschafft, aber auch glücklich. Über eine denkwürdige Auswärtsfahrt, den 6:5 (1:1, 2:4, 2:0, 1:0)-Sieg nach Verlängerung bei DEL2-Aufsteiger Landshut und die Vorfreude auf einen freien Tag.

Trägt das C des Kapitäns: Verteidiger Denis Shevyrin. Foto: andreas Fischer

Mit der außergewöhnlichen Rückfahrt schließt sich bei den Huskies gewissermaßen der Kreis mit teils strapaziösem Programm. „Natürlich macht es Spaß zu spielen. Aber die letzten drei Wochen hatten es schon in sich, vor allem mit drei Auswärtsfahrten in sieben Tagen. Ich bin durchaus k.o., Landshut hat uns alles abverlangt, auch die Derbys gegen Frankfurt waren sehr, sehr fordernd“, blickt Denis Shevyrin auf die anstrengenden Wochen zurück. „Gerade vor den Playoffs ist es wichtig, wieder in den normalen Rhythmus zu kommen und fokussiert und ausgeruht ins Training zu gehen. Uns hat sehr geholfen, dass wir schon am Samstag in Landshut waren und nicht mit schweren Beinen aus dem Bus ins Spiel gehen mussten.“

Nach dem Saison-Aus von Kapitän Alex Heinrich hat der Verteidiger in den vergangenen beiden Partien gegen Landshut die Mannschaft mit dem C auf der Brust aufs Eis geführt. „Ein großes Privileg ist das und noch einmal eine andere Verantwortung. Aber ich habe immer schon versucht, mit gutem Beispiel voranzugehen“, erklärt Shevyrin, der in Landshut beim 2:1 bereits sein neuntes Saisontor erzielte. Dass seinTeam danach kurz davor war, die Partie beim 2:5 aus den Händen zu geben – am Tag danach fast geschenkt.

Denn es gab ja noch das Schlussdrittel. „Wir haben uns in der letzten Pause zusammengerauft. Und dann haben viele Kleinigkeiten gepasst und es hat sich gezeigt, wie wichtig jeder Einzelne ist. Michi Christ, der sich durchbeißt und das 4:5 macht. Stephan Tramm, der die starke Vorlage zum 5:5 gibt.“

Seine Mannschaft habe mit viel Herz und Willen gespielt im Schlussdrittel, lobte auch Trainer Tim Kehler. „Darauf bin ich sehr stolz. Und die Zuschauer waren großartig, unsere Fans waren der siebte Mann.“ Neun Spieltage vor Ende der Hauptrunde kehrt nun beim Spitzenreiter noch einmal ein wenig Ruhe und Liga-Alltag ein ohne weitere Dienstagsspiele – auch das kann ja eine Form des Durchschnaufens sein. Zumal die Kasseler auch am kommenden Sonntag frei haben. „Der Fokus im Training lag meist darauf, die Beine zu lockern, das Gefühl für die Scheibe zu behalten“, berichtet Shevyrin. „Jetzt werden auch die Einheiten härter, wir arbeiten wieder verstärkt an der Kondition und Kleinigkeiten im Spiel.“ Denn er weiß: „Jetzt geht’s ganz, ganz schnell.“ Bis zu den Playoffs und dem ersten Etappenziel, als Spitzenreiter den Vorteil des Heimrechts mit in die fünfte Jahreszeit zu nehmen. Dann, wenn es keine Verschnaufpausen mehr gibt.

HINTERGRUND: Entwarnung bei Burns

Glück im Unglück scheint Huskies-Stürmer Nathan Burns zu haben. Der Center war am Freitag im Schlussdrittel gegen Landshut vom Eis gegangen und verpasste auch das Spiel in Landshut am Sonntag. Untersuchungen am Montag haben ergeben, dass Burns nichts Ernsteres erlitten habe, so Huskies-Sprecher Thomas Lange. Betroffen sei der Unterkörper. Wie lange Burns fehlt, stand noch nicht fest.

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