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Kein Start in der Regionalliga: Ex-Husky Uli Egen spielt mit Lüttich doch nicht in Deutschland

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Von: Pascal Spindler

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Einst bei den Huskies: Uli Egen wirkte jahrelang in Kassel. Erst als Spieler, dann als Manager und Trainer. Mittlerweile trainiert er die Liège Bulldogs aus Belgien.
Einst bei den Huskies: Uli Egen wirkte jahrelang in Kassel. Erst als Spieler, dann als Manager und Trainer. Mittlerweile trainiert er die Liège Bulldogs aus Belgien. © imago sportfotodienst

Ex-Husky Uli Egen sollte mit Lüttich eigentlich in Deutschland spielen, der Start in der Regionalliga West war eigentlich schon perfekt. Doch nun gab es einen Rückzieher.

Kassel – Ganz so stressig muss es für Uli Egen nicht mehr sein. Der 65-Jährige hat es mittlerweile lieber etwas ruhiger, entspannter. Seit der Saison 2020/21 trainiert der ehemalige Spieler, Manager und Trainer der Kassel Huskies die Liège Bulldogs aus Belgien. Einer der Topklubs des Landes, bei dem aber trotzdem nur semi-professionell Eishockey gespielt wird.

„Das Niveau der Klubs in Belgien ist in etwa mit dem unteren Drittel der Oberliga zu vergleichen. Es ist hier auf jeden Fall nicht so stressig wie in der DEL oder DEL 2. Ich glaube, das werde ich mir auch nicht mehr antun“, sagt Egen und ergänzt: „In Deutschland werde ich wohl nichts mehr machen.“

Dabei wäre er in der kommenden Saison beinahe doch als Verantwortlicher in deutschen Eishallen gelandet – und zwar mit seinen Liège Bulldogs. Denn: Die Regionalliga West plante schon länger, binational zu werden. Den sechs deutschen Teams sollten sich vier belgische anschließen. Die Fusion war schon fast perfekt. Doch nun der Rückzieher, die Regionalliga West startet ohne die Belgier in die neue Saison.

„Leider sind ein paar deutsche Teams noch abgesprungen, das ist schade. Wir hätten uns in Lüttich sehr gefreut, an dieser Liga teilzunehmen“, sagt Egen. Wo er mit seinem Team in der kommenden Saison spielen wird? Bisher noch völlig unklar. Zuletzt trat die Mannschaft gemeinsam mit niederländischen Klubs in der BeNe League an. „Vielleicht spielen wir wieder da, vielleicht spielen wir doch noch mit den Deutschen. Vielleicht spielen wir auch irgendeinen Cup. Aktuell steht alles in der Schwebe“, sagt der gebürtige Füssener und lacht. Was für Außenstehende nach Chaos klingt, nimmt Egen, der in den Niederlanden lebt, gelassen hin. „Ich kenne das schon. Die Mentalität der Niederländer ist schon locker, die der Belgier noch lockerer. Am Ende klappt dann aber doch irgendwie alles“, erklärt der Trainer und lacht erneut.

Dem sportlichen Erfolg tue diese Leichtigkeit keinen Abbruch. „Meine Spieler sind sehr motiviert. Wir sind zuletzt belgischer Meister und Pokalsieger geworden, haben Nationalspieler in unseren Reihen. Es macht sehr viel Spaß mit den Jungs“, sagt Egen.

Spaß habe er auch, wenn er die Spiele der DEL und der DEL 2 verfolge. Ab und zu setze er sich in sein Auto, fahre nach Deutschland und schaue sich Begegnungen vor Ort an. Auch die Huskies habe er dabei auf dem Radar. „Es war damals eine sehr schöne Zeit in Kassel. Natürlich interessiere ich mich dafür, wie sich der Klub entwickelt.“

Für die kommende Saison traut er den Huskies den Aufstieg durchaus zu: „Allein diese Fans gehören in die DEL. Als Topfavorit sehe ich jedoch Krefeld. Wobei viele gute Spieler noch keine gute Mannschaft bilden.“ Eine Weisheit, die Egen sicher auch in Belgien weitergibt. (Von Pascal Spindler)

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