Kanadier erzielt Dreierpack gegen Bayreuth

Huskies: Stürmer Phil Cornet trifft und trifft und trifft

Stürmer Phil Cornet im Duell mit Kaufbeurens Torhüter Jan Dalgic.
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Sechs Spiele, acht Tore: Phil Cornet ist vor dem gegnerischen Tor gnadenlos effektiv. Im Hintergrund: Kaufbeurens Schlussmann Jan Dalgic.

„Das ist mir erst drei- oder viermal in meiner ganzen Karriere gelungen.“ Auch für einen treffsicheren Stürmer wie Philippe Cornet ist ein Dreierpack wie am Sonntag gegen Bayreuth (6:2) nach mehr als elf Profijahren noch etwas ganz Besonderes. Und das, obwohl der Kanadier trifft und trifft und trifft.

Am zweiten Weihnachtstag debütierte der 30-Jährige, blieb gegen Weißwasser aber noch ohne Punkt. Doch in den folgenden fünf Spielen gelang ihm in jeder Partie mindestens ein Tor. Oder zwei – wie in Bad Nauheim. Oder drei – wie gegen Bayreuth. Cornet, den alle nur Phil rufen, steht nun bei der famosen Zwischenbilanz von acht Toren und zwei Vorlagen nach sechs Einsätzen im blau-weißen Dress. Sein wichtigstes? „Ich würde sagen, das zweite gegen Bayreuth.“

Auch wenn es eines war, bei dem er nur wenig von seinen technischen Qualitäten zeigen konnte. Denn nach dem Patzer von Tigers-Torhüter Marco Wölfl musste er den Puck nur noch ins verwaiste Tor schieben: „Das war der Wendepunkt im Spiel.“ Und weil er noch einen dritten Treffer folgen ließ zum 6:2-Endstand, gab es auch eine besondere Auszeichnung: Mitspieler sicherten den Puck des dritten Treffers. „Den hat Denis Shevyrin mir nach dem Spiel überreicht. Das ist ein schönes Souvenir. Er liegt jetzt als eine Art Glücksbringer an meinem Platz in der Kabine.“

Allerdings, das betont Cornet mehrfach, wolle er kein Sonderlob. Viel lieber streicht er ein ums andere Mal die Leistung der gesamten Huskies heraus. „Es läuft einfach gut. Auch in meiner Reihe mit Laubi und Corey.“ Gemeint sind Sturmpartner Corey Trivino und Lukas Laub. „Gegen Bayreuth war es mein bestes Spiel. Ich fühle mich immer wohler.“

Deutschland ist seine dritte Station in Europa. In Norwegens und Finnlands Topligen wurde er jeweils Meister, 2016 mit Stavanger in Norwegen, 2018 mit HPK in Finnland. „Die Meisterschaft mit den Huskies, das wäre das beste Szenario“, sagt Cornet, der als weitere Höhepunkte den NHL-Draft durch die Edmonton Oilers (2008) und zwei NHL-Einsätze im Lebenslauf stehen hat (2011/12).

Und nun will er es mit den Huskies wissen. „Zehn Siege in Serie, das ist schon außergewöhnlich im Profisport, auch ich erlebe das zum ersten Mal.“ Den Moment auskosten, aber weiterhin hart arbeiten, das sei die Maxime, sagt Cornet, bevor er sich zum Spaziergang in den Bergpark aufmacht.

Vielleicht folgt später noch ein Telefonat mit der Familie. In Montreal hat er ein Appartment, im Sommer aber hat er viel Zeit in seiner Heimatstadt Val d’Or verbracht, die gut sechs Stunden nordwestlich von Montreal liegt. Zur Familie des Singles zählen unter anderen seine beiden Schwestern Annicka und Andrea, seine Nichte Maeve und die kleinen Neffen Edward und Kyle. Vielleicht kommen sie ja mal zu Besuch – denn Cornet fühlt sich in Kassel so wohl, dass er sagt: „Ich kann mir auch vorstellen, länger als bis Saisonende zu bleiben.“

(Von Michaela Streuff)

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