Ex-Husky Alex Heinrich spielt mit Hannover Scorpions ab heute gegen Selb

Erst Staffel-Meister – dann Aufsteiger?

Gestatten, die Meister der Oberliga Nord: die Hannover Scorpions mit (von links) Jan Niklas Pietsch, den Ex-Huskies Alex Heinrich und Andy Reiss sowie Robin Thomson.
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Gestatten, die Meister der Oberliga Nord: die Hannover Scorpions mit (von links) Jan Niklas Pietsch, den Ex-Huskies Alex Heinrich und Andy Reiss, Robin Thomson und Brett Jaeger.

Ex-Husky Alex Heinrich startet heute mit den Hannover Scorpions in die Mission DEL2-Aufstieg. Gegner der Finalserie sind die Selber Wölfe.

Meister der Eishockey-Oberliga Nord sind sie schon. Ab heute aber wollen die Hannover Scorpions mit ihrem Kapitän Alex Heinrich noch mehr: Im Aufstiegsfinale treffen sie ab 20 Uhr zunächst in eigener Halle auf den Champion der Südstaffel, die Selber Wölfe um die Ex-Huskies Brad Snetsinger und Feodor Boiarchinov. Der Sieger der Serie „best of five“ steigt in die DEL2 auf.

„Wir haben einen Schritt nach dem anderen gemacht. Erst wollten wir die Playoff-Runde schaffen. Dann Meister unserer Staffel werden. Das ist uns gelungen. Jetzt wollen wir die letzten drei Siege natürlich auch noch“, sagt Heinrich. Im Sommer hatte er bei den Kassel Huskies keinen neuen Vertrag erhalten und hatte sich für den Wechsel zum ambitionierten Oberligisten entschieden. „Unsere Truppe hat einen unglaublichen Charakter. So wie die, die wir in Kassel zu Oberliga-Zeiten hatten“, sagt der Kapitän über seine Mitspieler. Dieser Zusammenhalt hat die Scorpions auch durch die Playoffs im Modus auf zwei Siege getragen, die „schwierig-komisch“ waren, wie Heinrich sagt. „Wenn man es anders kennt und ausmalt, was sonst los gewesen wäre, wenn Fans, Familie und Freunde hätten dabei sein können.“

Dann wäre den Scorpions vielleicht auch manches Spiel leichter gefallen. Beim 2:0 gegen Rostock lief noch alles reibungslos, gegen Hamburg mit Ex-Husky Kai Kristian im Tor brachte erst das dritte Spiel die Entscheidung, ebenso wie in der Finalserie gegen Herne mit Trainer Danny Albrecht und Stürmer Richie Mueller – zwei Akteure, mit denen Heinrich auch in Kassel zusammenspielte. „Das dritte Spiel, unser 9:6-Sieg, das war eines der wildesten Spiele, das ich je erlebt habe“, sagt er. „Es war das absolute Gefühlschaos. Ich konnte mich in dem Spiel irgendwann nicht mehr ärgern und nicht mehr freuen.“ Kurios: Coronabedingt wurde es für Heinrich danach noch fast stressig: Jedem Mitspieler musste er die Medaille umhängen, dann gab‘s erst den Pokal und ein Siegerbierchen in der Kabine.

Nun geht der Blick voraus. Wie vor Saisonbeginn festgelegt, genießt der Norden in der Serie das Heimrecht. Ein Vorteil für Hannover, auch wenn Fans natürlich weiterhin fehlen. „Zuhause fühlt man sich besser mit eigener Kabine“, erklärt der Kapitän. „Außerdem hat sich in den vergangenen Jahren immer der Süden durchgesetzt. Das wollen wir verhindern. Wir bauen auf uns.“

Für Heinrich würde der Aufstieg die Staffel-Meisterschaft komplettieren. Viermal hielt er einen Meisterpokal bislang in Händen: mit Crimmitschau in der Oberliga, 2008 mit den Huskies als Zweitliga-Champion, 2014, als die Kasseler nach der Aufstiegsrunde aufstiegen, und 2016 in der DEL2. Auch den Weg der Huskies verfolgt er natürlich. „Ich freue mich für sie genauso wie für meine Jungs und hoffe, dass meine Heimatstadt es in die DEL schafft.“ Läuft alles wie erhofft, dann könnte Heinrich eine Art doppelten Aufstieg feiern.

Weitere Termine: 2. Mai (17 Uhr), 4. Mai (20 Uhr). Falls nötig: 7. Mai (19.30 Uhr), 9. Mai (17 Uhr).

(Michaela Streuff)

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