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Schläfrige Kassel Huskies verlieren 1:5 bei Ravensburg Towerstars

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Von: Pascal Spindler

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Meist immer einen Schritt zu spät: Husky Stephan Tramm (links) im Duell mit Towerstars-Spieler Alexander Dosch. Das Foto entstand bei der Partie Mitte Januar in der Kasseler Eissporthalle.
Meist immer einen Schritt zu spät: Husky Stephan Tramm (links) im Duell mit Towerstars-Spieler Alexander Dosch. Das Foto entstand bei der Partie Mitte Januar in der Kasseler Eissporthalle. © Andreas Fischer

Ein ganz schwacher Auftritt der Kassel Huskies. Der Eishockey-Zweitligist verliert bei den Ravensburg Towerstars völlig verdient mit 1:5 (0:2, 0:1, 1:2), ist den Gastgebern dabei in allen Belangen unterlegen. Es fehlt vor allem an Kraft, Konzentration und Coolness.

Ravensburg - Die Huskies starten denkbar unglücklich in die Partie. Gerade einmal 47 Sekunden sind gespielt, da zappelt die Scheibe bereits das erste Mal hinter Kassel-Goalie Jerry Kuhn im Netz. Joel Keussen spielt einen schlampigen Pass in die Mitte, wo der Puck unfreiwillig beim Gegner landet. David Zucker treibt die Scheibe über die rechte Seite, legt quer in die Mitte, wo Towerstars-Top-Scorer Sam Herr kaum Mühe hat, lediglich den Schläger hinhalten muss und zum 1:0 trifft (1.) – Traumstart für die Towerstars, Albtraum-Beginn für die Huskies.

Apropos Traum: Abgesehen von Torhüter Kuhn wirken die Männer von Trainer Tim Kehler im ersten Drittel äußerst schläfrig. Ravensburg ist frischer, handlungsschneller und den Huskies in jeder Aktion einen Schritt voraus. So auch beim 2:0 für die Gastgeber: Vincenz Mayer kann auf links einfach durchlaufen, wird überhaupt nicht attackiert. Maxim Rausch sieht nur noch die Schlittschuhe des Towerstars-Kapitäns, Kuhn geht zu früh runter und Mayer drischt die Scheibe hoch ins Netz (16.). Das ist viel zu einfach. Erschreckend: Ravensburg könnte noch viel höher führen, hat durch Herr (7./9.), Andreas Driendl (10.) und Charlie Sarault (15.) beste Gelegenheiten. Bei den Huskies haut Lukas Laub nach elf Minuten frei vor Ravensburg-Schlussmann Jonas Langmann über die Scheibe – das war’s, es gelingt einfach nichts.

Besserung vielleicht im Mitteldrittel? Eher nicht. Die Towerstars sind weiter spielbestimmend. Immerhin: Nach der Hälfte der Spielzeit haben die Huskies endlich mal durchdachte, kontrollierte Aktionen. Ein Abschluss von Laub wird geblockt (30.), Keussen legt allen Frust in einen Schlagschuss aus der Distanz. Da ist so viel Wucht hinter, dass Langmann beim Abwehren sogar der Schläger aus der Hand fliegt (32.). Endlich mal ein Lebenszeichen der Huskies.

Doch kaum haben die zur Mini-Druckphase angesetzt, passieren defensiv Fehler. Fabian Ribnitzky will Zucker hinter dem eigenen Gehäuse verteidigen, doch der kann trotzdem Richtung Torraum spielen, wo Saraults Schuss an Kuhn abprallt. Geht jetzt ein Husky dazwischen? Nein. Sarault legt quer auf Herr, der trifft zum 3:0 (34.).

Auch im Schlussdrittel haben die Huskies zunächst nicht viel entgegenzusetzen. Mayer macht völlig freistehend das 4:0 für die Towerstars (50.). Die Huskies machen immerhin noch das 1:4, Denis Shevyrin trifft aus dem Nichts (54.). Danach wird’s wild: Jamie MacQueen fährt Langmann über den Haufen, Brett Cameron liefert sich einen Faustkampf mit Enrico Henriquez-Morales. Beide müssen vom Eis. Als wäre das nicht schon genug, trifft Herr noch zum 5:1 ins leere Tor (59.). Ein gebrauchter Abend für die Huskies.

Von Pascal Spindler

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