Heute Abend zu Gast in Bad Tölz

Huskies nach Derbyniederlage: „Erstmals war der Gegner hungriger“

Frankfurts Mike Mieszkowski (Mitte) früher am Puck als die Kasseler Nathan Burns (links) und Topscorer Troy Rutkowski.
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Einen Schritt schneller als die Huskies: In dieser Szene ist Frankfurts Mike Mieszkowski (Mitte) früher am Puck als die Kasseler Nathan Burns (links) und Topscorer Troy Rutkowski.

Wenn die Kassel Huskies heute um 9.30 Uhr mit dem Beladen des Busses beginnen, dann haben sie nicht nur ihre Eishockeyausrüstung im Gepäck.

Sondern auch gute Vorsätze, beim DEL2-Auswärtsspiel bei den Tölzer Löwen am Abend einiges besser zu machen als bei der 1:2-Derbyniederlage am Sonntagabend in Frankfurt.

„Es war Spiel 25 dieser Saison. Und zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass der Gegner harter gearbeitet und gekämpft hat als wir. Frankfurt war hungriger“, kritisierte Huskies-Trainer Tim Kehler. Diese Punkte stehen zwischen den beiden Löwen-Duellen im Blickpunkt.

Die Effektivität: Kehler sagt: „ Du kannst nicht jeden Tag fünf Tore schießen.“ Damit hat er natürlich recht. Genau wie mit dem Satz: „Frankfurts bester Mann war ihr Torhüter.“ Bastian Kucis hielt genau wie Leon Hungerecker auf der anderen Seite alles, was zu halten war. Trotzdem war es auch so, dass die treffsicherste Mannschaft der Liga bei dem, was sie sonst so stark macht, Schwäche zeigte: Es fehlte ihr an Effektivität!

Nach dem Ausgleich durch Philippe Cornet wollte das 100. Saisontor einfach nicht fallen. Chancen waren da. Die größte hatte Clarke Breitkreuz an alter Wirkungsstätte, als er in Unterzahl allein auf Kucis zulief, den Puck aber nicht vorbeibrachte. Die meisten Schüsse gab vermutlich der sehr engagierte Brett Cameron ab. Aber die Genauigkeit fehlte. So auch in der Schlussminute, als Cameron noch einmal freie Schussbahn hatte, aber mitten auf Kucis’ Brust traf.

Die leichte Auswärtsschwäche: Zuletzt schwächelten die Huskies auf fremdem Eis: 4:5 nach Verlängerung in Bietigheim, 2:3 in Crimmitschau, 1:2 in Frankfurt – von den letzten drei Auswärtsspielen sind sie mit Niederlagen heimgekehrt, nur bei den Steelers gab’s einen Punkt. Von einem Trend aber will Kehler nicht sprechen. Er sagt: „Wir hatten in allen drei Partien auch die Gelegenheit, zu gewinnen.“ Übrigens: Jede der insgesamt fünf Auswärtsniederlagen (3:4 n.V. in Frankfurt, 3:4 in Weißwasser zu Saisonbeginn) war eine knappe Kiste: Jedesmal unterlagen die Kasseler mit nur einem Tor.

Die Defensivstärke: Ist einfach das große Plus der Huskies. Wer nur zwei Tore im Derby am Ratsweg zulässt, kann zurecht stolz auf seine Defensivleistung sein. Daran lag es aber eben auch nicht, dass es nichts wurde mit dem zweiten Derbysieg in Folge. Auf eine stabile Verteidigung kommt es auch am Abend beim Tabellenfünften wieder an: „Auch wenn die Tölzer einen kleinen Kader haben: Ihre Topleute wie Pfleger, French und Gardiner spielen problemlos 25 Minuten durch. Sie sind besonders gefährlich bei Kontern. Das heißt, wir müssen defensiv aufmerksam und clever sein“, sagt Kehler.

Das Personal : Der beste Kasseler in Frankfurt, der sitzt heute Abend auf der Bank: Denn im Tor beginnt Jerry Kuhn. Im Lazarett könnte sich kurzfristige Entlastung ergeben: Oliver Granz und Marc Schmidpeter, die im Derby neben dem länger verletzten Corey Trivino fehlten, könnten zurückkehren. Denn es gilt Kehlers vages „Wir schauen von Tag zu Tag.“

(Von Frank Ziemke Und Michaela Streuff)

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