1. Startseite
  2. Sport
  3. Kassel Huskies

Kasseler Eishockey-Torwart Mirko Pantkowski: „Es ist schon der Wahnsinn“

Erstellt:

Von: Björn Friedrichs

Kommentare

Trägt seit dieser Saison das Trikot der Kölner Haie: Der gebürtige Kasseler Mirko Pantkowski spielt mit der Eishockey-Nationalmannschaft beim Deutschland Cup. Außer ihm sind noch zwei weitere Nordhessen dabei.
Trägt seit dieser Saison das Trikot der Kölner Haie: Der gebürtige Kasseler Mirko Pantkowski spielt mit der Eishockey-Nationalmannschaft beim Deutschland Cup. Außer ihm sind noch zwei weitere Nordhessen dabei. © IMAGO/Revierfoto

Die Eishockey-Nationalmannschaft startet heute in den Deutschland Cup. Wir haben mit Torwart Mirko Pantkowski aus Kassel gesprochen.

Am Dienstag noch ein Spiel für die Kölner Haie in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), seit gestern schon bei der Nationalmannschaft: Der Kasseler Torwart Mirko Pantkowski ist mit dem DEB-Team beim traditionsreichen Deutschland Cup in Krefeld am Start, heute steigt das erste Spiel gegen Dänemark (19.45 Uhr, Magentasport).

Und er ist nicht der einzige gebürtige Kasseler, auch Jan Luca Sennhenn (ebenfalls Köln) und Justin Schütz (EHC Red Bull München) sind beim Turnier dabei. Wir haben mit Pantkowski gesprochen.

Sie haben bislang vier Länderspiele bestritten. Eine Berufung ist für Sie wahrscheinlich noch etwas ganz Besonderes, oder?

Auf jeden Fall. Ich habe anfangs im sogenannten Top-Team Peking gespielt, im Frühjahr dann in der WM-Vorbereitung. Bundestrainer Toni Söderholm hat im Oktober bei unserem Spiel in Ingolstadt zugeschaut und gesagt, ich solle mir für die Novemberpause mal lieber nichts vornehmen. (lacht) Ich freue mich auf meinen ersten Deutschland Cup.

Der Konkurrenzkampf um den Posten im Tor ist groß.

Ja, das ist man als Torwart aber ein bisschen gewohnt. Es kann auf dieser Position nur einer spielen. Man muss darum kämpfen, einen der zwei oder drei Plätze beim Nationalteam zu bekommen.

Sind Sie im Sommer auch deshalb aus Düsseldorf zum Rivalen nach Köln gewechselt, um sich besser zeigen zu können?

Ich wusste in etwa, was mich bei den Haien erwartet. Sie wollen mich fördern, ich kann den nächsten Schritt gehen. Ich hatte das Gefühl, dass ich dort die Nummer eins sein kann, wenn ich meine Leistungen zeige. Das hat es für mich leicht gemacht.

Bei den Haien sind Sie unangefochten. Sind Sie in der DEL nun so richtig angekommen?

Das kann man schon sagen. Ich kenne die Liga jetzt einfach besser. Um in der DEL zu spielen, muss man seine Leistung konstanter abrufen. Darauf konzentriere ich mich.

Neben Ihnen sind zwei weitere Kasseler berufen worden.

Das ist etwas Besonderes für uns, wir kennen uns ja gefühlt seit dem Bambini-Alter. Es ist schon der Wahnsinn, wo die Reise angefangen hat und wo wir jetzt stehen. Auch in Köln habe ich mit Jan Lucca und Moritz Müller eine Kassel-Connection, da gibt es viel zu erzählen. Mit Justin bin ich am Dienstag gemeinsam zur Nationalmannschaft gefahren, da war das auch Thema.

Am Dienstag haben Sie noch gegen Schütz und München 2:3 verloren. Gab’s ein paar Sprüche?

Nee, gar keine. Die Hauptsache war, dass er mir keinen reingeschossen hat. Solange das so ist, kann er sagen, was er will. (lacht)

Was macht den Deutschland Cup aus?

Für das Turnier werden immer mal wieder junge und neue Spieler berufen. Vor allem ist es eine Chance, sich für die WM im kommenden Jahr zu empfehlen. Es ist cool, dabei zu sein.

Die Gegner beim Deutschland Cup heißen diesmal Dänemark, Österreich, Slowakei. Ihre Einschätzung?

Das ist schon schlau gemacht. Dänemark und Österreich sind Gegner bei der nächsten WM – da kann man sich jetzt schonmal messen und gucken, wie die spielen.

Ist die WM auch ein Ziel für Sie?

Das ist ein großes Ziel für jeden Sportler, auch für mich. Darauf arbeite ich nicht nur beim Deutschland Cup hin. Ich habe die WM immer im Blick, aber man muss natürlich gute Leistungen zeigen.

Im Sommer gab es Gerüchte um eine mögliche Rückkehr nach Kassel zu den Huskies. Wie stehen da die Chancen für die Zukunft?

Die Huskies sind natürlich immer eine Option. Jetzt drücke ich erst einmal die Daumen, dass sie aufsteigen. Kassel ist meine Heimat und die meiner Frau. Ich bin mit den Verantwortlichen auch immer mal im Kontakt. Es wäre auf jeden Fall eine tolle Sache, irgendwann mal mit Kassel in der DEL zu spielen. Ich gucke fast von jedem Spiel die Highlights. Die Verbundenheit zu Kassel ist groß – das ist eine Eishockeystadt, wie es sie nur selten gibt.

Zur Person

Mirko Pantkowski (24) wurde in Kassel geboren, wo er mit fünf Jahren mit Eishockey anfing. 2014 wechselte er nach Mannheim, über die Stationen Heilbronn, Kassel, Hannover und Düsseldorf landete er im Sommer bei den Kölner Haien. Pantkowski ist mit Nicole verheiratet, die Hochzeit fand 2021 im Kasseler Rathaus statt. Gemeinsam haben Sie mit Milosz einen acht Monate alten Sohn.

Auch interessant

Kommentare