Huskies: Fans appellieren an die Vernunft der Verantwortlichen

Kassel. Gut eine Woche ist es nun her, dass die Familie Kimm den Mietvertrag mit der Kasseler Eissporthallen-Betriebsgesellschaft und damit den Kassel Huskies gekündigt hat.

Seitdem ist unklar, wie es mit den Schlittenhunden und der Eissporthalle weitergeht. Gut zwei Jahre nach dem Neustart in der Hessenliga müssen die Eishockey-Fans also wieder mal um ihre Huskies bangen. Doch sie sind es leid und haben ihrer Wut Luft gemacht.

Am Sonntagabend vor dem Oberliga-Spiel richtete der Fanbeauftragte Sven Breiter einen öffentlichen Appell an Huskies-Eigner Dennis Rossing, Eishallen-Besitzer Simon Kimm und Vertreter der Stadt, endlich für Klarheit zu sorgen und das Kasseler Eishockey langfristig zu sichern.

„Als Fanbeauftragter erlebe ich mittlerweile mein achtes, neuntes Sommertheater. Jetzt nun sogar schon im Herbst. Es reicht“, erklärt Breiter. „Wir als Fans können nicht viel machen. Doch vor dem Spiel in der Eishalle hatten wir die Plattform, um endlich auch mal etwas zu sagen.“

aktualisiert um 18.50 Uhr

Die 3400 Zuschauer in der Eissporthalle belohnten seine kurze Rede mit langanhaltendem Applaus. „Das war ein Gänsehaut-Erelbnis “, sagt Breiter. Er hatte seine Idee im Vorfeld mit mehreren Fanklubs abgesprochen. Auch von Stefan Traut, Geschäftsführer der KEBG, gab's Unterstützung. „Es ist das gute Recht der Fans, das zu kommunizieren.

Sie gehören mit zur Halle und sind immer die Leidtragenden“, sagt der Eishallen-Chef. Unabhängig vom Appell der Huskies-Fans hatten auch die Fans der Essener Moskitos ihre Solidarität mit dem Kasseler Eishockey zum Ausdruck gebracht. Auf einem Spruchband schrieben sie: „Eishockey in Kassel erhalten.“

Nun hoffen die Fans darauf, dass ihr Appell bei den Verantwortlichen seine Wirkung nicht verfehlt. Breiter geht sogar noch einen Schritt weiter. Er sagt: „Ich bin auch gern bereit, mich mit Simon Kimm und Dennis Rossing zusammenzusetzen.“ Der Appell macht die Runde. In Internet-Foren und über die sozialen Netzwerke verbreitet sich die Nachricht zügig. Dem Vernehmen nach haben auch Sponsoren geplant, sich in ähnlicher Form zu Wort zu melden.

Der Wortlaut:

„Liebe Fans, Sehr geehrte Herren Rossing und Kimm, werte Vertreter der Stadt Kassel, vor gut zwei Jahren erlebten wir die Wiederauferstehung des Kasseler Eishockeys. In den Jahren zuvor haben wir Fans viel mitmachen und durchstehen

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müssen und doch sind wir immer wieder hierher in die Eissporthalle gekommen, um unsere Huskies anzufeuern und um Zeichen zu setzen.

Nach nicht einmal zwei Jahren müssen wir nun schon wieder Angst um unsere Huskies haben. Es reicht. Wir appellieren an alle Entscheidungsträger, endlich Klarheit zu schaffen. Für die Huskies, für den Nachwuchs, für alle Partner und Sponsoren und nicht zuletzt auch für uns, die Fans. Setzt Euch zusammen und sorgt endlich dafür, dass unsere Huskies ein Zuhause haben. Nicht für eine Saison, nicht für zwei Saisons, sondern langfristig. Wir haben keine Lust mehr, jedes Jahr zu zittern. Schafft endlich Klarheit.

Die Fans der Kassel Huskies"

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