Fast alles ist anders als in den letzten Jahren

DEL2: Liga bietet in dieser Saison viel Überraschendes

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Ein Gesicht des Ravensburger Höhenflugs: Stürmer Mathieu Pompei (links), hier im Duell mit Husky Sam Povorozniouk.

Es sind ja nicht nur die Huskies. Die Eishockeyspieler aus Kassel waren seit dem Aufstieg in die DEL2 fast durchweg vorn in der Tabelle zu finden – bevor sie den größten Abstieg der Liga hinlegten.

Statt Playoff- steht da nun Playdown-Platz. Deutschlands zweithöchste Eishockey-Liga bietet in dieser Saison ohnehin viel Überraschendes. Die Tabelle zeigt ein deutlich verändertes Bild. Es ist fast alles anders als in den letzten Jahren.

Beispiel Spitzengruppe: Auf den ersten drei Plätzen findet sich aktuell kein Dauermeister Bietigheim, kein Dauer-Titelkandidat Frankfurt, der allerdings bei einem Spiel weniger dicht oben dran ist. Und ja, es findet sich kein Kassel. Das Trio vorn heißt Ravensburg, Kaufbeuren und Lausitzer Füchse. Die Towerstars ziehen dabei sehr souverän ihre Kreise auf Platz eins. Das überrascht, wenn der Blick auf die Vorsaison geht, als Ravensburg in den Pre-Playoffs sang- und klanglos gegen Crimmitschau ausschied. Das überrascht allerdings nicht beim Blick auf den hochkarätig besetzten Kader. Mit Andreas Driendl und Mathieu Pompei stehen zwei Spieler in den Top Ten der Scorerliste. Das große Plus ist ohnehin die Offensive. 126 Tore bedeuten einsamen Spitzenwert der Liga. Sämtliche eingesetzten Akteure haben bereits getroffen. „Es gibt in jeder Saison immer ein Team, das zu dominieren scheint. Das sind in diesen Jahr die Towerstars. Sie hatten viel Verletzungspech zuvor. Aber ich hätte sie auch vor Saisonbeginn ganz weit oben erwartet“, erklärt Rico Rossi, Sportlicher Leiter der Huskies.

Überraschung der Saison sind aber wohl die Lausitzer Füchse, im Vorjahr noch Playdown-Teilnehmer, jetzt Dritter noch vor Frankfurt und Bietigheim. Was also läuft in Weißwasser in diesem Winter besser? „Trainer Corey Neilson macht einen sehr guten Job. Ich glaube, sie können dieses hohe Niveau bis in die Playoffs hinein halten“, sagt Rossi.

Und im breiten Mittelfeld – Platz sechs und Platz zwölf trennen gerade einmal fünf Punkte – spielen auch Teams wie Heilbronn und Bad Tölz eine richtig gute Rolle. Es geht eng zu. „Allein in den Spielen der vergangenen zwei Wochen haben wir das gesehen: Frankfurt trifft erst kurz vor dem Ende zum 2:1 in in Bayreuth. Ravensburg muss gegen Bad Tölz in die Verlängerung“, sagt Tim Kehler, die eine Hälfte des Kasseler Cheftrainer-Gespanns. „Das ist für die Fans, für die Klubs und die gesamte Liga doch klasse. Ich habe in Ligen gearbeitet, in denen die schwächsten Klubs schnell abgehängt waren. Da war der Wettbewerbscharakter dahin“, ergänzt der Kanadier. „Jeder Punkt ist wichtig. Das wissen alle Klubs. Auch das aktuelle Schlusslicht Deggendorf hat sicher noch Chancen auf die Pre-Playoffs.“ Mitte Januar werde das Bild eindeutiger, mutmaßt Rossi. Mit Huskies, die sich bis dahin hoffentlich gefangen haben.

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