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Löwen Frankfurt hoffen nach PCR-Tests auf wenig Fälle

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Von: Björn Friedrichs

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Sportdirektor Franz-David Fritzmeier von den Löwen Frankfurt.
Sportdirektor Franz-David Fritzmeier von den Löwen Frankfurt. © imago images/Kessler-Sportfotografie

Nachdem das Eishockey-Derby der Kassel Huskies gegen die Löwen Frankfurt am Sonntag aufgrund positiver Schnelltestergebnisse bei den Gästen ausfallen musste, stellen sich einige Fragen.

Wann wird das Duell nachgeholt? Wie geht es bei den Südhessen weiter? Und was ist dran an Gerüchten um Ex-Husky Ryan Olsen, mit dem sich Frankfurt auf einen Vertrag für die kommende Saison geeinigt haben soll? Wir haben bei Löwen-Sportdirektor Franz-David Fritzmeier nachgefragt.

Das Thema Corona

Warum wurden am Sonntag überhaupt Schnelltests gemacht, ehe die Löwen Richtung Kassel aufbrachen? Laut der DEL-2-Regeln war dies nicht verpflichtend, da alle Frankfurter Akteure geimpft sind. Aber: „Ein Spieler hat Symptome gezeigt, deshalb haben wir die Schnelltests gemacht“, klärt Fritzmeier auf. Bei den positiven Ergebnissen handele es sich aktuell noch um Verdachtsfälle, PCR-Tests sollen Klarheit bringen – die wurden gestern gemacht.

Die Ergebnisse erwartet der Sportdirektor spätestens heute Vormittag: „Dann werden wir mit dem Gesundheitsamt besprechen, wie es weitergeht. Dabei kommt es natürlich auch auf die Anzahl der Infizierten an.“ Mit den Umständen müsse man sich arrangieren: „Wir müssen die Situation nun annehmen und hoffen, dass sich nicht zu viele Spieler infiziert haben“, sagt Fritzmeier. Die Löwen hatten bereits vergangene Saison Coronafälle mit Folgen – Martin Buchwieser litt beispielsweise nach der Infektion an einer Herzmuskelentzündung, im Sommer beendete der 32-Jährige seine Karriere.

Das Thema Matt Carey

Der Kanadier Matt Carey hatte die Löwen ohne Absprache vor gut zwei Wochen verlassen und sich in der Folge dem ECHL-Klub Norfolk Admirals angeschlossen. „Das ist für uns natürlich sehr ärgerlich, aber wie andere Beispiele aus Landshut oder Bietigheim zeigen kein Einzelfall. Es ist schwierig mit der Handhabe, er steht in Nordamerika ja bereits für einen anderen Verein auf dem Eis. Uns bricht auf diesem Wege ein wichtiger Spieler und auch eine Import-Position weg. Wir sind nun in Kontakt mit anderen Spielern, um den Posten neu zu besetzen“, so Fritzmeier.

Das Thema Ryan Olsen

Gerüchten zufolge soll der Kanadier, der in der vergangenen Saison bei den Huskies auf dem Eis stand und dort in der Hauptrunde Topscorer war, bereits für die kommende Saison von den Löwen verpflichtet worden sein. „Uns interessiert momentan nur die Situation jetzt, nur dafür schauen wir nach Spielern. Wir sind das DEL-2-Team, das am schwersten planen kann, weil wir die Einzigen sind, die aufsteigen können“, sagt Fritzmeier.

Ryan Olsen greift sich an den Helm.
Ryan Olsen war vergangene Saison ein Leistungsträger der Kassel Huskies. © Andreas Fischer

Er bestätigt aber, dass sich die Löwen mit Olsen schon vor der laufenden Saison beschäftigt haben. „Wir hatten im Sommer gute Gespräche, Ryan Olsen hat sich dann aber aus verständlichen Gründen einem Klub in den USA angeschlossen.“

Der 27-Jährige, der wegen seiner Großeltern für einen deutschen Pass in Frage kommt, spielt aktuell für AHL-Klub Stockton Heat und ECHL-Team Kansas City Mavericks.

Von Björn Friedrichs

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