Huskies-Torwart legte Grundstein zum Sieg

Frazee hält und möchte bleiben - Vertrag läuft bald aus

Sicherer Rückhalt: Jeff Frazee Foto: Fischer

Kassel. Nach 70 Sekunden war schon eine Vorentscheidung gefallen, nach elf Minuten die Partie entschieden. Auch dank Torwart Jeff Frazee.

An Jeff Frazee Souveränität „in meinem vielleicht besten Spiel für die Huskies“ richteten sich über 60 Minuten die Feldspieler auf. Während der als Järvinen-Ersatz geholte Interimstorwart nun hofft, über sein Vertragsende am 19. Januar hinaus „und am liebsten gern auch für die nächste Saison“ ein Kasseler bleiben zu können, „denn Geld ist nicht alles im Leben“, nutzten die Offensivkräfte der Nordhessen ihre Torchancen effektiver als die Füchse.

„Wer so früh im Spiel drei Alleingänge nicht verwertet, der kann in Kassel nicht gewinnen.“ So simpel fiel Trainer Dirk Rohrbach die Bilanz des Gastspiels seiner Lausitzer Füchse bei den Huskies. Die freuten sich nach dem 3:0 (2:0, 0:0, 1:0) nicht nur über den ersten Saisonsieg gegen das Eishockey-Team aus Weißwasser im dritten Anlauf nach 4:5 und 3:4, sondern über nunmehr sechs Punkte Vorsprung auf den Verfolger.

„Als Torwart kannst du es dir nicht leisten, nicht vom ersten Bully an hellwach zu sein“, sagte Jeff Frazee. Der Mann im Kasseler Kasten, an dem sich die Füchse die Zähne ausgebissen hatten. Nach 25 Sekunden war Scott King unbedrängt am Torwart gescheitert, nach 70 Sekunden Maxime Legault und nach elf Minuten Greg Classen. Frazee verzichtete diesmal auf einen lauten Weckruf für seine Vorderleute, trotz deren Patzern im Aufbauspiel, die Weißwasser zum Kontern eingeladen hatten. „Es war wichtiger, Ruhe zu bewahren. Die Jungs wussten doch selbst, dass es so nicht weitergehen konnte und es bei einem 0:2-Rückstand gegen diesen flinken Gegner ganz schwer geworden wäre.“

Jens Meilleur, der in Überzahl Alex Heinrichs Schlenzer ins Tor lenkte (10.), und Peter Flache, der mit filigranem Solo zum 2:0 traf (17.), legten mit ihren Treffern den Grundstein. „Wir haben die Tore im richtigen Moment erzielt und danach clever, konzentriert und mit individueller Verantwortung den Vorsprung verteidigt“, lobte Rico Rossi. Hunger hatte der Coach am Abend, denn am Morgen hatten ihm zwei Anrufe den Appetit am Frühstück noch verdorben. „Erst hat sich Kai Kristian um 8.30 Uhr wegen einer Erkältung abgemeldet, eine halbe Strunde später Sven Valenti“, berichtete der Coach.

Doch zum Glück war nicht nur Matthias Bergmann trotz konditioneller Rückstände bei seinem ersten Einsatz nach langer Verletzung für Valenti couragiert in die Bresche gesprungen, sondern auch John Zeiler hatte sich endgültig im Team zurückgemeldet. „Wegen meiner Verletzung konnte ich drei Wochen nicht spielen. Gut, dass ich jetzt im vierten Spiel wieder voll da bin und auch wieder getroffen habe“, erklärte der 32-Jährige. Dass ihm ein Fuchs 15 Sekunden vor Schluss den Puck zum 3:0 ins verwaiste Tor auf die Kelle gespielt hat, wertet Zeiler „als ein spätes Weihnachtsgeschenk, das ich gern annehme. Woher ich Selbstvertrauen bekomme, ist doch völlig egal“.

Von Gerald Schaumburg

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.