Spieler bringen sich in Form

Huskies frieren und schwitzen vorm Start

Marco Müller friert in der Kältesauna: „Beim ersten Mal ist man davon noch erschöpft, danach fühlt man sich aber wie neugeboren“, sagt der Verteidiger der Kassel Huskies.
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Marco Müller friert in der Kältesauna: „Beim ersten Mal ist man davon noch erschöpft, danach fühlt man sich aber wie neugeboren“, sagt der Verteidiger der Kassel Huskies.

Sommerpause ist gleichbedeutend mit Sportpause? Das gilt nicht für die Eishockeyspieler der Kassel Huskies. Sie machen sich fit, bevor es mit dem eigentlichen Training wieder losgeht.

Kassel - Bevor die Vorbereitung des DEL2-Klubs am Mittwoch mit dem ersten Eistraining im mittelhessischen Lauterbach losgeht, bringen sich die Akteure schon mal in Frühform. Wir haben bei Verteidiger Marco Müller und Neuzugang Hans Detsch vorbeigeschaut.

Seit Mitte Juli schon bereitet sich Detsch wieder auf die neue Saison vor. Der 27 Jahre alte Neuzugang kam aus Ingolstadt zu den Huskies. „Ich bin seit dem 1. Juli hier und habe mich erkundigt, wo ich mich fit halten kann. Marco hat mich dann mit zu seinem Training genommen“, erzählt Detsch.

Andere Sportarten hoch im Kurs

Müller verbringt seit einigen Jahren viel Zeit in der Vor-Vorbereitung bei Nutreas Athletics und Personal Trainer Andreas Schumacher in Kassel. Viermal die Woche sind Detsch und Müller momentan dort. „Ich schätze das Training dort sehr und es hilft mir unheimlich. Bei anderen Klubs war man auf sich allein gestellt“, sagt Müller.

Huskies-Neuzugang Hans Detsch schiebt den Gewichtsschlitten voran.

Schon vor den vergangenen Spielzeiten brachten sich viele Huskies bei Schumacher in Form. Trikots von Müller, Clarke Breitkreuz, Tyler Gron oder Alex Heinrich zieren die Wände. Einige Ex-Huskies kommen auch nach ihrem Wechsel zu einem anderen Verein immer wieder für die Vorbereitung vorbei. „Dieses Jahr waren es nicht ganz so viele, weil viele auch die Chance genutzt haben, ihre Familien mal wieder besuchen zu können“, erzählt Schumacher.

Marco Müller verbringt seine sportliche Freizeit aber nicht nur beim Krafttraining. Wer ihm in den Sozialen Netzwerken folgt, sieht ihn immer wieder bei Fahrradtouren oder auf dem Golfplatz: „Das mit dem Fahrradfahren kam über die Jahre. Mit früheren Mitspielern wie Alex Heinrich oder Florian Böhm hat sich da eine kleine Gruppe gefunden. Und Golf steht vor allem bei den Kanadiern ganz hoch im Kurs.“

Auch andere Huskies halten sich fit: Lukas Laub macht eigenen Angaben zufolge Kampfsport und trainiert für einen Triathlon im kommenden Jahr, Brett Cameron hat in der kanadischen Heimat viel Zeit auf dem Eis verbracht und Kapitän Denis Shevyrin dreht nicht nur außerhalb der Saison viele Runden auf dem Rennrad.

Kältesauna steht hoch im Kurs

„So wie die vier Stunden auf diesem unbequemen Sattel sitzen – das könnte ich nicht“, sagt Detsch lachend. Bei ihm stehen abseits vom Eishockey eher Badminton und Squash auf dem Plan, aktuell erkundet er Kassel während einiger Laufeinheiten. „Man kann aber so viel laufen, wie man will. Auf dem Eis macht man ganz andere Bewegungen, das fordert anders“, sagt Detsch.

Er schätzt deshalb die eishockeyspezifischen Übungen von Schumacher sehr. „Andreas hat mir vieles gezeigt, außerdem haben wir hier eine lustige Trainingsgruppe“, sagt Detsch.

Was bei den Sportlern hoch im Kurs steht, ist auch Schumachers Kältesauna. „Danach fühlt man sich wieder frisch, außerdem gibt es dadurch keinen Muskelkater“, sagen Müller und Detsch. Für zwei bis drei Minuten geht es für sie in die Eisbox, die dann auf bis zu Minus 160 Grad heruntergekühlt wird. Die Huskies frieren und schwitzen schon für die neue Saison. Ab Mittwoch wird es ernst.

Von Björn Friedrichs

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