Frankfurt am Freitag in Kassel – 19.30 Uhr, Eissporthalle

„Ganz schwere Aufgabe“: Das Duell der Duelle, Löwen gegen Huskies

Räumen die Huskies am Freitag Frankfurt aus dem Weg? In dieser Szene aus dem Playoff-Halbfinale der Vorsaison setzt sich Adriano Carciola (links) gegen den Frankfurter Matt Pistilli durch. Archivfoto: Schachtschneider

Kassel. Es ist für die Huskies das Duell der Duelle in der DEL2: das große Hessenderby gegen den ewigen Rivalen Frankfurt.

Am Freitagabend (19.30 Uhr) steigt das Spitzenspiel, dessen Sieger bei einer möglichen Niederlage Bietigheims in Crimmitschau sogar Tabellenführer werden kann, in der Kasseler Eissporthalle. Für die Löwen folgt schon am Sonntag die nächste schwere Aufgabe, wenn sie Bad Nauheim zum nächsten Derby am Ratsweg empfangen.

„Vor uns liegt ein schweres und emotionales Wochenende. Zwei Derbys hintereinander, das ist schon etwas ganz Besonderes“, sagt Löwen-Coach Paul Gardner.

Die Ausgangslage

Rich Chernomaz

Die Löwen kommen leicht angezählt nach Nordhessen – sie verloren am Sonntag in eigener Halle unerwartet mit 2:4 gegen Freiburg. „Das ist sicherlich ein Spiel, von dem jeder dachte, dass wir es gewinnen werden“, sagt Rich Chernomaz. Der Sportliche Leiter der Löwen will die Niederlage aber nicht überbewerten. „Es war nur ein Spiel von vielen.“ Denn davor punkteten die Löwen nicht nur fleißig, holten aus fünf Spielen in Folge alle 15 Punkte. Meist war auch ein Torspektakel garantiert, etwa beim 8:5 in Crimmitschau oder beim 6:5 in eigener Halle gegen Bad Tölz. Aber zwei Punkte nur noch liegen die Löwen (49) vor den Huskies (47).

Entsprechend ordnet Chernomaz das Derby auch ein: „Wir haben vor niemandem Angst. Aber das wird in Kassel eine ganz, ganz schwere Aufgabe. In den Derbys sind die Emotionen und die Intensitiät höher.“ Beide Mannschaften seien auf Augenhöhe. „Rico Rossi hat die richtigen Lehren aus der vergangenen Saison gezogen und diesmal eine stärkere Mannschaft mit mehr Tiefe zusammengestellt.“

Das Gesetz der Serie allerdings haben die Löwen auf ihrer Seite. Sie gewannen saisonübergreifend die letzten sechs Partien, beim ersten Derby in Frankfurt im Oktober allerdings nur knapp mit 5:4.

Die personelle Situation

Auf wen die Kasseler besonders achten werden? „Alle. Das gesamte Team ist so gut“, will der Huskies-Coach Rossi keinen der Löwen herausheben. Und auch Chernomaz bleibt vage: „Es werden diejenigen dieses Derby entscheiden, die den Kampf annehmen.“ Die Qualität der Frankfurter Topscorer C.J. Stretch (23 Spiele, 14 Tore, 20 Vorlagen), Nils Liesegang (19/10/19) und Matt Pistilli ((22/11/16) spricht für sich. Fest steht nur, dass die Löwen weiterhin auf den verletzten Clarke Breitkreuz verzichten müssen.

Ein Fragezeichen steht zudem hinter den beiden Kölner Förderlizenzspielern Lucas Dumont und Dominik Tiffels, die heute Abend noch für die Kölner Haie in der DEL im Einsatz sind. Ob sie zur Verfügung stehen, entscheidet sich erst am Spieltag.

Am spannendsten dürfte die Frage nach dem Torhüter sein. „Wir haben die Wahl zwischen Florian Proske, Hannibal Weitzmann und Brett Jaeger. Wer spielt, ist noch nicht entschieden“, erklärt Chernomaz. Vieles deutet auf Weitzmann hin, der auch zuletzt den Vorzug erhielt.

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