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Erst Tabellenführer, jetzt nur noch Zehnter: Kassel Huskies empfangen kriselnde Landshuter

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Von: Pascal Spindler

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Wenn’s nicht läuft, dann läuft’s nicht: Adrian Klein (links) und seine Landshuter sind von der Tabellenspitze bis auf den zehnten Rang abgestürzt.
Wenn’s nicht läuft, dann läuft’s nicht: Adrian Klein (links) und seine Landshuter sind von der Tabellenspitze bis auf den zehnten Rang abgestürzt. © IMAGO/Hentschel

Die Kassel Huskies haben heute den EV Landshut zu Gast. Einen Gegner, der nach einem guten Saisonstart nun tief in der Krise steckt.

Kassel – Anfang Oktober war noch alles gut, sehr gut sogar. Der EV Landshut hatte einen hervorragenden Saisonstart hingelegt, sieben der ersten acht DEL-2-Spiele gewonnen. Mit 21 Punkten grüßte der Eishockey-Zweitligist von der Tabellenspitze. In Landshut herrschte prächtige Stimmung. Mittlerweile hat sich diese jedoch ins Gegenteil verkehrt. Nach zwölf Niederlagen aus den vergangenen 14 Spielen ist die Landshuter Gefühlslage miserabel. Heute tritt die Mannschaft ab 19.30 Uhr bei den Kassel Huskies an.

„Es ist eine beschissene Situation“, resümierte Landshuts Trainer Heiko Vogler nach der 3:7-Niederlage vom vergangenen Freitag gegen den EC Bad Nauheim. „Wir werden den Bock umstoßen. Wir werden dafür alles tun, weil der EV Landshut nicht dort hingehört, wo er aktuell steht.“

Seit Oktober ist der einstige Spitzenreiter in der Tabelle immer weiter abgerutscht, steht nur noch auf dem zehnten Rang, einen Zähler vor den Playdown-Plätzen. Zwar legte Landshut nach Voglers harschen und zugleich motivierenden Worten nach der Bad-Nauheim-Niederlage zwei Tage später einen ansprechenderen Auftritt bei den Ravensburg Towerstars hin. Doch auch diese Partie ging verloren. Das 2:3 war bereits die fünfte Schlappe in Serie.

Landshuts Tyson McLellan fehlt verletzt

In Landshut schrillen mittlerweile alle Alarmglocken. Trainer Vogler steht zunehmend in der Kritik, muss mit seiner Mannschaft endlich wieder Punkte einfahren – so schnell wie möglich, sonst wird es auch für ihn allmählich eng. Denn einmal mehr verfügt Landshut über einen qualitativ sehr stark besetzten Kader. Mit Tyson McLellan, der gegen Kassel verletzt fehlen wird, und Marco Pfleger sind Spieler im Team, die jede Menge Tore und Vorlagen sammeln, mit ihrer individuellen Klasse stets für Gefahr sorgen. Einzig als Mannschaft haben die Landshuter, bei denen auch der Ex-Kasseler Brett Cameron im Aufgebot steht, ihre Qualität zu selten aufs Eis gebracht.

Die Huskies treffen auf einen angeschlagenen Gegner. Einer, der gerade jetzt gefährlich werden kann. Folgen die Landshuter ihrem Trainer, werden sie auch in Kassel alles dafür tun, um ihre Krise zu beenden. Tief stehen, hart spielen, dazu ein guter Goalie – so kann den spielstarken Huskies in dieser Saison Paroli geboten werden. Fraglich ist allerdings, ob Landshut das umsetzen kann.

Kassels Kapitän Denis Shevyrin geht die kommenden Aufgaben derweil optimistisch an. Er wisse, dass seine Mannschaft gut drauf ist, sie sich nur selbst schlagen kann. „Wir haben eine sehr gute Kadertiefe, können jedes Spiel mit voller Energie angehen und wollen gewinnen.“ Die Zeit rund um Weihnachten sei immer sehr intensiv. „Vielleicht stellen wir unser Spiel dann ein wenig um, spielen nicht mehr 15 Pässe in der gegnerischen Zone, sondern versuchen, schneller Tore zu erzielen“, sagt Shevyrin. Schnelle Kasseler Treffer, die Landshut noch tiefer in die Krise stürzen würden. (Von Pascal Spindler)

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