Carciola überragend, auch Heinrich trifft

4:1 gegen Frankfurt: Kasseler Jungs sichern Huskies den Derby-Sieg

Frankfurt. „Und so, geht der Derbysieg.“ 750 Huskies-Fans in der Frankfurter Eishalle durften schon am Abend vor Nikolaus richtig feiern.

Was Kassels Eishockeyspielern im Vorjahr während der gesamten Saison verwehrt blieb, gelang diesmal im ersten Anlauf: der Derbysieg in Südhessen. 4:1 (1:1, 1:0, 2:0) gewannen die Huskies bei den Löwen Frankfurt. Grundlage des Erfolges waren die Special Teams: In Unterzahl ließen die Gäste fast nichts zu, in Überzahl erzielten sie zwei Tore. Und, auch das ein schöne Geschichte im Duell der Hessen: Mit dem überragenden Adriano Carciola (3) und Alex Heinrich erzielten zwei Kasseler Jungs die Treffer.

Zu Beginn allerdings, da standen die Huskies mächtig unter Druck. Sie machten sich das Leben zusätzlich selbst schwer durch Schnitzer im Spielaufbau. Bestes Beispiel: Der Fehlpass von Matthias Bergmann (5.) direkt auf den Schläger von Justin Kirsch, der so frei zum Schuss kam. Gut, dass Torhüter Jeff Frazee in dieser Situation ebenso hellwach war wie bei vielen, vielen weiteren Löwenchancen.

Kassel Huskies siegen 4:1 gegen Löwen Frankfurt

Das erste Tor ließ trotzdem bis zur 10. Minute auf sich warten. Und es fiel – für Kassel! Die Gäste hatten ihre erste Überzahl, die sie sofort nutzten. Frankfurts neuer Torhüter Antti Ore parierte zwar den Schuss von Matt Tomassoni, doch den Abpraller verwertete Carciola. Frankfurt aber kam drei Minuten später zum Ausgleich, der unglücklich war, weil Frazee den ersten Schuss von Liesegang parierte, der Puck aber im hohen Bogen über den Torhüter segelte und von Clarke Breitkreuz über die Linie beförderte wurde.

Verdient war das 1:1 zu diesem Zeitpunkt, weil die Gäste sich bis dahin selten aus der Umklammerung befreien konnten.

Rico Rossi beugte sich nach dem Spiel den Rufen der Fans und ließ sich mit der Mannschaft auf dem Eis feiern.

Dann aber begann das zweite Drittel. Und wie es begann! Mit einem traumhaften Angriff über Carciola und Mike Collins. Mit einem Schuss des herrlich freigespielten Alexander Heinrich – und mit einem Tor nach 42 Sekunden. Die Huskies führten zum zweiten Mal, und diesmal zeigte das Wirkung. Die Huskies verteidigten effektiv, ließen bei drei Unterzahlspielen kaum etwas anbrennen. Und wenn doch etwas auf das Tor kam, dann stand da ja Frazee, der auch die beiden besten Einschusschancen durch Magowan (35.) und Vas (37.) entschärfte.

In der Schlussphase des Mitteldrittels wurde es derbymäßig ruppig. Erst vor dem Huskies-Tor, dann im Faustkampf zwischen Mike Collins und Patrik Vogl. Wieder hatten die Gäste Unterzahl, die sie auch mit ins Schlussdrittel nahmen, wieder standen sie felsenfest. Die Löwen bissen sich die Zähne aus. An dieser starken Defensive. An Frazee, der stets zur Stelle war, wenn es brannte. Und an der Effektivität der Huskies. Die nämlich nutzten eine Überzahl in der 50. Minute durch Carciola zum 3:1. Dem Derbysieg stand nichts mehr im Wege. Gekrönt wurde er von Carciolas dritten Treffer in der Schlussminute - einem technischen Tor, weil der Stürmer auf dem Weg zum leeren Gehäuse gefoult wurde. Danach sangen 750 Fans: „Die Nummer eins im Land sind wir!“ SR: Hunnius (Berlin).

Z: 7000

Tore: 0:1 (9:25) Carciola (Tomassoni, Collins - 5:4), 1:1 (13:48) Breitkreuz (Liesegang - 5:4), 1:2 (20:42) Heinrich (Carciola, Collins), 1:3 (49:16) Carciola (Zeiler, Proft - 5:4)

Strafminuten: Frankfurt 14 + 10 Gare + 10 Vogl, Kassel 18 + 10 Collins.

Von Frank Ziemke

Rubriklistenbild: © Storch

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