DEL2: Frankfurt kommt

Geht die Rekordjagd der Huskies heute im Derby weiter?

Eishockey DEL2 Kassel Huskies - Löwen Frankfurt 7:0 - - Zur Sache: Husky Brett Cameron (rechts) wird es auch heute wieder mit Löwe Kyle Sonnenburg zu tun bekommen. Archivfoto: Andreas Fischer
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Zur Sache: Husky Brett Cameron (rechts) wird es auch heute wieder mit Löwe Kyle Sonnenburg zu tun bekommen.

13 Heimsiege hintereinander, elf Erfolge in Serie, im Februar ungeschlagen, 17 Punkte Vorsprung auf Verfolger Bietigheim: Die Zwischenbilanz der Huskies ist rekordverdächtig. Und nun? Am heutigen Donnerstag um 19.30 Uhr kommen die Löwen Frankfurt zum Hessenderby in die Kasseler Eissporthalle.

Und auch da geht es um die Fortsetzung von zwei Heimserien. Eine Bestandsaufnahme mit den Serien und Rekorden des DEL2-Primus:

Die Hessenderbys: Gegen Crimmitschau gelang zuletzt im dritten Anlauf der erste Sieg – Negativserie gestoppt, bevor die Eispiraten zum einzigen Angstgegner werden. Gegen Frankfurt gab es zuletzt vier Heimsiege in Folge (7:0, 7:5, 3:2, 4:1) seit dem 0:4 am 2. November 2018. Darf heute so weitergehen. In Frankfurt aber wurde nach dem 2:1 am 23. Dezember 2018 viermal hintereinander verloren (1:2, 3:4, 3:4, 3:6).

Die Siegesserien: Aktuell 13 Heimerfolge hintereinander reichen „nur“ zu Rang drei in der ewigen Kasseler Bestenliste in DEL und DEL2. Denn: Nicht zu überbieten ist die Zweitliga-Meistersaison 2007/08, als nur eine einzige der 26 Hauptrunden-Heimpartien in der Eissporthalle verloren wurde – 4:6 gegen Essen. Zuvor wurde vom 16. September bis 13. Januar 18 Mal gejubelt, danach weitere zwölf Mal bis zum finalen Volltreffer von Drew Bannister am 24. April 2008 zum 3:2 gegen Landshut.

Superlative gab’s auch im zweiten Zweitliga-Jahr 1991/92 mit Trainer Jerzy Potz. Das Team um Tarves, Egen, Hills, Morrison, Roedger, Mokros, Macholda sowie den famosen Torwart Sepp Kontny blieb vom 27. September bis 15. November bei einem Remis in 14 Spielen in Folge unbesiegt, später wurde nur eine von zwölf weiteren Partien verloren. Als Aufstiegsrunden-Siebter verpasste der Nordgruppen- und Zwischenrunden-Meister aber dann doch den Sprung in die Bundesliga.

Zwölf Heimsiege errang vom 13. Oktober bis 22. Dezember 2017 das Team von Trainer Rico Rossi um Braden Pimm und James Wisniewski.

Die Monate: Auch 2008 blieben die Huskies im Februar in allen (acht) Spielen ungeschlagen, 2021 waren es sogar zehn Siege. 2006/07 auf dem Weg zum ersten Hauptrunden-Triumph folgten im Oktober einem 3:4 gegen Landshut zehn makellose Spiele, später sogar elf (8.12. - 21.1.), deren zwölf (25.2. - 5.4.) und ein perfekter März. Im Playoff-Finale aber die Ernüchterung: drei Spiele, drei Pleiten gegen Wolfsburg.

In der DEL: Sieben Heimsiege gab es mehrfach 1995, ’96 und ’97 auf dem Weg zur Deutschen Vizemeisterschaft. Kurios: Ausgerechnet in der Chaossaison 1997/98 mit drei Trainern (Brunner, Lochead, Mokros), fünf Torhütern und 31 Feldspielern gab es den Kasseler DEL-Rekord mit acht Heimsiegen am Stück (14.12. - 16.1.). Doch: ein Strohfeuer nur, am Ende stand Rang elf.

Die schwarzen Serien: Ja, sie gab es auch! 2004 mit acht Pleiten auswärts nacheinander am DEL-Saisonende. 2004/05 gingen die Huskies zweimal in neun Spielen in Folge leer aus, insbesondere die Heimserie und der sieglose Februar waren bitter. Doch es wurde 2005/06 bei Trainer Bernie Englbrecht noch heftiger mit elf Niederlagen auswärts vom ersten bis zum 22. Spieltag. Dann folgten ein 4:3 in Krefeld – und weitere fünf Pleiten. Im Januar kam Stéphane Richer, der den Abstieg nicht verhindern konnte, aber 2008 den Aufstieg schaffte. Beim zweiten DEL-Abstieg 2010 gab es „lediglich“ einen schwarzen Dezember mit nur einem Sieg in zehn Spielen.

Der Ausblick: In den vergangenen 20 Zweitliga-Jahren halten die Kassel Huskies bis heute drei Rekorde: Sie liegen bei den gewonnenen Punkten mit 121 (2007/08) und 120 (2006/07) gleich zweimal vorn und sind somit auch bei den Punkten pro Spiel (2,3) und in der Effektivität (78 Prozent) unübertroffen. Ihre aktuellen Topwerte von 2,3 und 76% lassen auf neue Bestmarken hoffen. Ein Derbysieg heute gegen die Löwen käme da gerade recht.
(Gerald Schaumburg)

Vor dem Spiel: Bangen um Moser und Dinger

Die Huskies müssen im Streben nach dem 14. Heimspiel in Folge weiter auf Corey Trivino verzichten. Erst heute kann entschieden werden über das Mitwirken von Derek Dinger und Ryon Moser, der in Heilbronn im zweiten Drittel mit einer Oberkörperverletzung ausschied. Dustin Reich soll nach einem guten Debüt mit sechs, sieben Wechseln nun weitere Einsätze bekommen.

Die Löwen beklagen nach Kyle Wood, Martin Buchwieser und David Suvanto nun auch den Verlust von Manuel Strodel wegen einer Schulter-OP. Fünf der letzten sechs Spiele haben sie gewonnen, mussten zuletzt viermal in Folge nachsitzen. Drei dieser Duelle gewannen die Löwen, gegen Freiburg und in Bayreuth war Max Faber der Matchwinner. (sam)

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