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Geschenke an Silvester

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Eingewechselt: Stephen Ritter kam nach dem 0:4 in Hamburg für Adam Hauser.  Archivfoto:  Fischer
Eingewechselt: Stephen Ritter kam nach dem 0:4 in Hamburg für Adam Hauser. Archivfoto:  Fischer

Hamburg. Die gute Nachricht vorweg: Der Seuchenmonat Dezember mit nur sechs von 30 Punkten aus zehn Spielen bei nur einem Sieg ist vorbei. Die schlechte Nachricht: Auch am Silvestertag sind die Kassel Huskies bei den Hamburg Freezers leer ausgegangen. Nach dem 0:5 (0:1, 0:3, 0:1) bei den zuvor bereits elfmal daheim unterlegenen Hanseaten bleibt allein die Hoffnung, dass dem mit nur sieben Punkten schwächsten Auswärtsteam der Liga an diesem Sonntag (14.30 Uhr) ausgerechnet im nächsten Gastspiel in Köln ein erfolgreicher Start ins neue Jahr gelingt.

Auch in Hamburg verpassten die Kasseler den ersten Auswärtssieg seit dem 30. Oktober (5:4 in Augsburg) und rutschten angesichts von drei Spielen Rückstand sogar hinter den Freezers auf den vorletzten Platz ab. „Das war ein komisches Spiel, ganz sicher haben wir keine 0:5-Klatsche verdient“, bilanzierte Trainer Stéphane Richer nach 37:25 Torschüssen zugunsten seiner Truppe. Doch die Kasseler Dominanz währte nur eine Viertelstunde, „dann hat Hamburg seine erste Chance zum 1:0 und später unsere Geschenke zu weiteren Gegentore genutzt“, erklärte Richer und gestand ein: „Während die Freezers aus fast jeder Chance ein Tor machen, fehlt uns offensiv der nötige Biss, um Torwart Robert Goepfert zu überwinden.“ Der allein habe seine Freezers im Spiel gehalten, räumte Hamburgs Trainer Paul Gardner ein und lobte den amerikanischen Torwart über den grünen Klee.

Erst als der Finne Loppi einen Schuss Bartas zum 1:0 abfälschte, war der Bann gebrochen. Die Huskies kassierten nur 35 Sekunden nach der ersten Pause und Krafts Patzer durch Fortier den zweiten, vorentscheidenden Nackenschlag und gingen nach weiteren Treffern von Aab (29.) und Dotzler (37.) selbst in einer 5:3-Überzahlsituation leer aus. Während Goepfert weiterhin alle Chancen der Kasseler zunichte machte, sah Adam Hauser gleich zweimal nicht gut aus - und nach dem 0:4 den Rest des Spiels von der Bank. Stephen Ritter kam, kassierte zwar noch Aabs 0:5 (50.), hofft nun aber auf einen erneuten Einsatz am Sonntag in Köln.

Dort treffen die Huskies wie schon in Hamburg auf ein Team der Haie, das über den doppelten Etat verfügt. „Geld allein schießt keine Tore, das ist klar“, weiß Richer und sagte dann ausgerechnet in Hamburg, wo viele Insider den künftigen Arbeitsplatz des Kasseler Trainers vermuten: „Aber unser Kampfgeist allein reicht in diesen Tagen nicht aus zum Sieg.“ Dazu bedarf es vor allem offensiv spielerisch größeren Potenzials - und Topleistungen aller Akteure, um dem schlechten Dezember einen besseren Januar folgen zu lassen.

Von Edgar Wieschendorf und Gerald Schaumburg

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