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Nervenstark: Huskies entscheiden fünf Spiele erst im letzten Drittel

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Sven Valenti

Kassel. Es ist ein erfreulicher Blick in die Statistik: 16-mal sind die Kassel Huskies in dieser Saison aufs Eis gegangen. Und in fast einem Drittel aller Spieler sicherten sie erst in den letzten 20 Minuten den Erfolg – wie gerade erst am vergangenen Sonntag beim 5:3 in Ratingen.

„Wenn es darauf ankommt, dann sind wir da“, hat es Stürmer Michael Christ auf den Punkt gebracht. „Das ist eine gute und wichtige Eigenschaft. Sie sollte uns nicht abhandenkommen“, erklärt Sven Valenti einen wesentlichen Trumpf der Huskies-Meute. Der Verteidiger gehört zum Kreis jener sechs Spieler, die diese Nervenstärke in besagten fünf Spielen in Zählbares umgemünzt haben. Auffällig: Bis auf Stéphane Robitaille zu Hause gegen und Alexander Engel in Ratingen sowie Artjom Kostyrev gegen Königsborn trafen in den fünf Partien ausschließlich Akteure der ersten Formation im letzten Drittel: Valenti, Manuel Klinge, Michael Christ und Petr Sikora.

Alle vier bringen die Erfahrung vieler DEL- und Zweitliga-Spiele mit. Valenti will das jedoch nicht überbewerten. Im Gegenteil. „Es ist jeder Spieler in der Lage, am Ende noch einmal eine Schippe draufzulegen. Alle haben die Kraft, 60 Minuten volles Tempo zu gehen“, betont er.

Auf den letzten Drücker

Besonders wertvoll waren für die Huskies in dieser Saison die Treffer auf den sprichwörtlich letzten Drücker. Klinge traf zunächst in Krefeld in der 59. Minute und in Königsborn gar erst elf Sekunden vor Ende, Christ gegen Dortmund auf eigenem Eis Sekunden vor Schluss zum 4:4, bevor er später den entscheidenden Penalty verwandelte. Sikora brachte den Sieg mit dem letzten Treffer in Ratingen 36 Sekunden vor Schluss in trockene Tücher.

Fest im Unterbewusstsein

„Wir haben dieses Selbstvertrauen im Verlauf der Saison aufgebaut“, erklärt Valenti. Entscheidend sei dabei das Spiel gegen Dortmund gewesen, als die Huskies 3:4 zurücklagen und am Ende doch noch im Penaltyschießen siegten. Spätestens seit diesem 16. Oktober haben die Spieler im Unterbewusstsein verankert, dass sie „immer in der Lage sind, ein Spiel drehen zu können“, sagt Valenti. Auch wenn das natürlich nicht immer klappe. Doch es ist nicht nur die Erfahrung des Liga-Alltags, die das Vertrauen in die eigene Stärke hat wachsen lassen. Die Mannschaft hat auch das Credo von Trainer Jamie Bartman verinnerlicht. Denn der fordert von seinen Spielern Woche für Woche Geduld, Geduld, Geduld. Beim 1:5 in Dortmund etwa hätte das Team zu hektisch agiert. „Gegen Königsborn haben die Jungs mehr Ruhe reingebracht. Und das hat sich ausgezahlt“, sagte er am Wochenende.

Diese Charakterstärke der Huskies ist umso wichtiger, da die Zeit der klaren Siege in der Oberliga vorüber ist. Gerade gegen starke Teams wie Duisburg, Bad Nauheim und später in den Duellen in der Zwischenrunde sind Geduld und Nervenstärke die Schlüssel zum Erfolg.

Von Michaela Streuff

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