Oli Granz gegen seinen alten Klub

Kassel Huskies heute gegen viele Ex-Kollegen

Endlich wieder in der DEL 2 auf dem Eis: (von links) Oliver Granz, Denis Shevyrin, Marco Müller, Dieter Orendorz und Stephan Tramm treten heute mit den Huskies in Weißwasser an.
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Endlich wieder in der DEL 2 auf dem Eis: (von links) Oliver Granz, Denis Shevyrin, Marco Müller, Dieter Orendorz und Stephan Tramm treten heute mit den Huskies in Weißwasser an.

Die DEL 2 kommt aus der neuntägigen Pause: Heute reisen die Kassel Huskies zu den Lausitzer Füchsen nach Weißwasser. Wir haben mit Huskies-Verteidiger Oliver Granz gesprochen.

Kassel – Die Huskies sind zurück aus der Deutschland-Cup-Pause: Während zwei Partien des heutigen Spieltags wegen Coronafällen in Selb und Crimmitschau abgesagt wurden, treten Kassels Eishockeyspieler ab 19.30 Uhr bei den Lausitzer Füchsen an. Für Oliver Granz ist es das Duell mit dem Ex-Verein und vielen Freunden.

Letzte Woche war der 24-Jährige im Urlaub in den Niederlanden. Der Kurztrip stand schon ganz im Zeichen des Spiels heute. Einen Tag verbrachte der Allrounder nämlich mit seiner Freundin, Ex-Husky und Füchse-Rückkehrer Clarke Breitkreuz sowie dessen Familie in Amsterdam. „Clarke und ich sind gut befreundet. Ich habe mit ihm zwei Jahre in Weißwasser zusammengespielt, dann vergangene Saison in Kassel. Das Spiel morgen war im Urlaub aber noch kein Thema“, so Granz, der 2020 vom Verein nahe der polnischen Grenze nach Nordhessen kam.

„Habe an meinen Direktschüssen gearbeitet“

Der Verteidiger ist genau wie die Huskies in der Spielzeit angekommen: „Wir waren Anfang der Saison irgendwie nicht richtig drin.“ Granz – anfangs Stürmer, seit einigen Partien wieder in der Defenesive – hat sich reingekämpft. In den letzten vier Spielen schoss er zwei Tor, gab eine Vorlage. „Es macht im Moment total Spaß. Ich könnte nicht entscheiden, ob ich lieber vorne oder hinten spiele. Ich habe in den letzten zwei Jahren viel an meinen Direktschüssen gearbeitet“, erklärt Granz seine neugewonnene Schussgewalt.

Beim Blick auf seinen Ex-Verein warnt er vor den ersten beiden Blöcken: „Mit Richie Mueller haben sie sich vor Kurzem noch einmal verstärkt. Die ersten zwei Reihen sind stark, die gilt es auszuschalten. In der Breite halte ich uns für besser besetzt.“

Ein Ex-Husky fehlt heute bei den Füchsen

Bei den Füchsen nicht dabei ist heute Leon Hungerecker. Der Torhüter, der im Sommer von Kassel zu DEL-Meister Eisbären Berlin ging und als Förderlizenzler im Wechsel mit Tobias Ancicka in Weißwasser spielt, ist als Back-up in der Hauptstadt eingeplant. „Wir wechseln uns in einem Zwei-Wochen-Rhythmus ab. So können beide Spielpraxis sammeln“, sagt der 23-Jährige.

Seinen Wechsel weg von Kassel haben die vielen bekannten Gesichter in der Lausitz vereinfacht: „Es hilft, alte Bekannte anzutreffen. Mit Steve Hanusch, Toni Ritter, Clarke Breitkreuz und Richie Mueller sind einige dabei.“ Die Füchse profitieren seiner Meinung nach von einem ausgewogenen Kader – und super Stimmung. „Die ist richtig gut bei uns. Man kann in Weißwasser selbst nicht so viel machen, deshalb unternimmt man umso mehr mit seinen Teamkollegen“, sagt Hungerecker.

Er selbst hat bei seinen bisherigen Auftritten überzeugt. Achtmal stand Hungerecker im Tor, 94,56 Prozent gehaltene Schüsse und zwei Shutouts sind starke Werte. „Wir haben in Weißwasser und Berlin super Torwarttrainer. Bei den Eisbären spielt mit Matthias Niederberger einer der besten deutschen Torhüter, von dem ich mir viel abgucken kann“, so Hungerecker. Seinem DEL-2-Team fehlt es bislang ein wenig an Konstanz. Zuletzt wechselten sich bei den Füchsen Siege und Niederlagen ab, vor der Deutschland-Cup-Pause gab es einen 5:2-Sieg gegen Ravensburg. „Wir hoffen, ihre Serie fortsetzen zu können“, sagt Granz schmunzelnd.

Von Björn Friedrichs

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