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Große Sorgen um die Huskies

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Erwartet von der Mannschaft nicht viel: Carsten Brandt. © Foto: Makasci

Kassel. Nur noch 2838 Zuschauer wollten das Spiel der Kassel Huskies gegen die Iserlohn Roosters sehen – besorgniserregend wenig. Die jüngste Niederlagenserie hat auf die Stimmung geschlagen.

Selbst an den eingefleischtesten Fans sind die zahlreichen Rückschläge nicht einfach so vorbeigegangen. Und so war der 4:3-Sieg gegen die Sauerländer – gleichzeitig der erste im neuen Jahr – Balsam auf die geschundenen Seelen der Huskies-Fans.

Seit 1989 steht Heike Thiel auf dem Heuboden und hat seitdem viele Hochs und Tiefs mit den Schlittenhunden erlebt. Sie pfeift nicht bei Niederlagen, sie schimpft nicht auf die Spieler - und verlangt dafür eigentlich nur eins: „Die Jungs sollen kämpfen“, sagt die 45-Jährige. Und mit dem Einsatz sei sie an diesem Abend vollauf zufrieden gewesen, versichert sie. „Das sah in den vergangenen Wochen einige Male ganz anders aus.“ Nun hätten die Spieler sich wieder berappelt und das gezeigt, was sie eben können.

„Wir erwarten ja nicht viel“, pflichtet ihr Carsten Brandt vom Fanclub Dedel-Power bei. Die meisten Anhänger seien in der Lage, das Leistungsvermögen der Mannschaft einzuschätzen. Und das sei eben nicht ganz so hoch, wie es die ersten berauschenden Siege haben vermuten lassen. Dennoch sei eine Niederlagenserie wie zuletzt deprimierend, auch für die Fans, wie der 42-Jährige sagt.

Dennoch: Weder Brandt noch Thiel können verstehen, wenn sogenannte Anhänger die Mannschaft nach Niederlagen mit Worten oder üblen Gesten beschimpfen – wie zuletzt geschehen. „Das hat in der Eishalle nichts zu suchen“, sind sie sich einig. Richtige Fans stünden auch in schweren Zeiten zu ihrer Mannschaft.

Über die Gründe für die jüngste Misere kann Mark Wagner nur spekulieren. Es störe ihn aber, dass es von offizieller Seite keine klaren Worte zur Zukunft der Huskies gibt. „Ich habe den Eindruck, dass sich diese Unklarheit auch auf die Leistung der Mannschaft ausgewirkt hat“, sagt der 32-Jährige, der sich ernsthaft um den Fortbestand der Huskies sorgt – wie Thiel und Brandt auch.

„Im Moment sieht es so aus, als stünde uns wieder ein heißer Sommer bevor“, orakelt Brandt. „Es fehlen positive Signale“, sagt Wagner. Und Heike Thiel bringt auf den Punkt, was auch die anderen beiden denken: „Wir machen uns Sorgen um unsere Huskies.“ Wieder einmal.

Von Aydogan Makasci

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