ECK geht nach 7:6-Sieg in eine kurze Pause

Huskies nach turbulentem Spiel gegen Dresden: „Haben Charakter gezeigt“

Glänzte mit einem Doppelpack gegen Dresden: Husky Jamie MacQueen traf zum zwischenzeitlichen 1:1 und 6:6.
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Glänzte mit einem Doppelpack gegen Dresden: Husky Jamie MacQueen traf zum zwischenzeitlichen 1:1 und 6:6.

In einer turbulenten Partie schlugen die Kassel Huskies am Sonntag die Dresdner Eislöwen. Es war der dritte Sieg in Serie. Nun ist erst einmal Pause.

Kassel - Entkräftet lehnte sich Huskies-Angreifer Lukas Laub in den Katakomben der Kasseler Eissporthalle an die Wand, erschöpft und abgekämpft nach einer turbulenten Partie gegen die Dresdner Eislöwen. Mit drei Toren lag der Kasseler Eishockey-Zweitligist vorn, gab die Führung wieder aus den Händen, um am Ende dann doch mit 7:6 (1:1, 4:3, 2:2) als Sieger vom Eis zu gehen. Was für eine Willensleistung.

„Wir haben schnell gemerkt, dass Dresden eine sehr gute Offensive hat und so ein Spiel auch mal drehen kann“, sagte Laub. Die Mannschaft habe nach dem guten Start ins zweite Drittel auf keinen Fall gedacht, dass das Spiel schon vorbei sei. Dieter Orendorz (21.) Jake Weidner (21.) und ebenjener Laub (22.) machten nach den Treffern von Dresdens Maximilian Kolb (7.) und Jamie MacQueen (13.) im ersten Drittel nur wenige Sekunden nach Wiederbeginn aus einem 1:1 ein 4:1 für die Huskies.

Kassel Huskies: Einbruch nach 4:1-Führung

„Danach haben wir angefangen, uns ein wenig selbst zu schlagen. Vor allem was Puckkontrolle, aber auch das Verteidigen anging“, erklärte Huskies-Trainer Tim Kehler den Einbruch nach der komfortablen Führung. Zwar konnte Tim Lucca Krüger nach dem Treffer von Dresdens David Rundqvist (24.) den zwischenzeitlichen Drei-Tore-Vorsprung wiederherstellen (25.), doch dann drehte Dresden auf: Philipp Kuhnekath (31.), David Suvanto (34.), Vladislav Filin (41.) und Jordan Knackstedt (45.) trafen für die Gäste. 5:6 – Spiel gedreht.

Huskies-Abwehrspieler Orendorz, der gegen Dresden seinen ersten Treffer für Kassel und sein erstes DEL-2-Tor überhaupt erzielte: „Wir sind ein bisschen eingebrochen, haben blöde Strafen gegen uns bekommen, die wir eigentlich vermeiden wollten. Im Schlussdrittel haben wir dann aber einfach Charakter gezeigt.“

Kassel Huskies: Eishockey-Zweitligist zeigt Reaktion

MacQueen machte das 6:6 (46.), der erste Doppelpack des Kanadiers in der laufenden Saison. Wichtig für die Huskies, dass der Torjäger wieder in Form ist. Gegen Dresden war er einer der besten Spieler auf dem Eis. Vielleicht auch deshalb, weil die Unterstützung an diesem Abend besonders groß war: Erstmals seit seiner Kassel-Rückkehr waren seine drei Kinder Jax, Hallie und Harlow in der Halle dabei.

Und die sahen dann auch noch das 7:6 für die Huskies. Troy Rutkowski schoss Kassel zum Sieg (49.) – und machte damit nicht nur Fans und Mitspieler, sondern auch seinen Trainer glücklich: „Ich habe es geliebt, wie meine Mannschaft zurückkam, wieder ins Spiel gefunden hat“, sagte Kehler. Das Team sei auf dem richtigen Weg.

Doch nun ist erst einmal Deutschland-Cup-Pause. Kehler gab der Mannschaft vier Tage frei. Angreifer Laub freut sich bereits: „Wir entspannen jetzt ein bisschen. Ein paar Jungs fahren in die Heimat, danach kommt eine heiße Phase und dann wollen wir dort anknüpfen, wo wir jetzt aufgehört haben.“ (Von Pascal Spindler)

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