Junioren-WM kommt

Huskies-Torwart Mirko Pantkowski mit erstem DEL2-Spiel ohne Gegentor

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Lagebesprechung: Die Huskies Lukas Koziol, Toni Ritter, Alex Heinrich (verdeckt), James Wisniewski und Adriano Carciola nach dem ersten Treffer.

Kassel. 3:0 gegen Kellerkind Heilbronn. Na und? Muss man von den Huskies so erwarten! Wirklich? Eine Mannschaft, der mit den Mannheimern Maginot und Rogl sowie den verletzten bzw. kranken Klinge, Pimm, Merl und Della Rovere mehr als ein erstklassiger Block fehlt?

„Es ist schon bemerkenswert, dass wir trotz dieser Ausfälle acht der letzten zehn Spiele gewonnen haben“, erklärte Trainer Rico Rossi am Sonntagabend. Er bewertete den Erfolg der Kasseler Eishockeyspieler gegen gleichfalls dezimierte Falken als „clever und routiniert erspielten Arbeitssieg“, nicht aber als Pflichtsieg. Schließlich steckte den nur sechs Verteidigern und neun Stürmern die bittere Niederlage beim SC Riessersee am Freitag und die 560 Kilometer lange Rückfahrt noch in den Knochen.

Neben der kompakt soliden Teamleistung sind in diesen Tagen bei den Huskies aber vor allen zwei Erfolgsgaranten herauszuheben: James Wisniewski und Mirko Pantkowski. Wisniewski, der 33-Jährige, erzielte mit unwiderstehlichem Schlagschuss nach nur 90 Sekunden nicht nur das wichtige 1:0, er prägt auch das Spiel der Kasseler wie in der Vergangenheit wohl nur Stanleycup-Sieger „Kuki“ Dvorak und Spieler wie Greg Johnston und Roger Öhmann. „Ich kann mich nicht erinnern, dass irgendwo mal ein Verteidiger den Goldhelm getragen hat“, sagt Trainer Rossi.

Und Pantkowski, erst 19, spielt im Tor wie ein Alter. Kühl und souverän, großartig bei Paraden und im Stellungsspiel. „Die Mannschaft hat mir super geholfen, viele Schüsse geblockt und nur die leichten Sache für mich gelassen“, sagt „Pante“ gelassen - und doch blitzt aus den Augen des Blondschopfes die Freude über sein erstes Spiel ohne Gegentor in der zweiten Liga.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, das hat sich ausgezahlt“, sagt Pantkowski. Gemeinsam mit Rico Rossi und Hugo Boisvert sei das Angriffsspiel der Heilbronner, die im Saisonverlauf mehr Torschüsse abgefeuert haben als die Kasseler, bestens analysiert worden. „Ich wusste, dass in aller Regel Alderson die Abschlüsse nimmt.“ Also war er da, wenn der Falken-Topscorer ein ums andere Mal (vergeblich) abzog.

Aber: Pantkowski wird den Huskies zunächst nur noch in Kaufbeuren (Freitag), gegen Bad Nauheim (Sonntag) und gegen Spitzenreiter Bietigheim (nächsten Dienstag, 28.11.) zur Verfügung stehen. Danach fällt auch er für fünf oder sechs Spiele aus. Der Grund: „Am 30. November beginnt in Füssen die Vorbereitung auf die Junioren-Weltmeisterschaft in Frankreich“, erklärt „Pante“. Die findet vom 10. bis 16. Dezember in Courchevel und Meribel statt - mit dem Kasseler Keeper als Hoffnungträger im Kampf um die Rückkehr in die A-Gruppe.

Viele Ausfälle auch bei den Partnern

Es ist wie verhext. Meistens helfen sich Adler Mannheim, Kassel Huskies und Hannover Indians bei personellen Engpässen mit Förderlizenzspielern gegenseitig aus der Patsche. Derzeit aber haben alle drei Klubs große Sorgen. Sechs Mann fehlen in Mannheim, sechs in Kassel, Hannover hate auch nur neun Stürmer. Und dann schlug bei den Adlern am Samstag auch noch ein Magen-Darm-Virus ein. Betroffen waren vier Spieler, auch Husky John Rogl. Also fiel am Sonntag auch der Einsatz von Kevin Maginot flach, der aus Iserlohn vom Nachmittagsspiel der Adler noch nach Kassel brausen sollte. Auch die Jungdspunde Yannik Valenti (Jungadler Mannheim), Mark Ledlin (Hannover) und Tim Lucca Krüger (Braunlage) standen nicht zur Verfügung. Und Huskies-Trainer Rico Rossi sagte: „Ein zehnter Stürmer macht keinen Sinn, erst ab elf Angreifern haben wir die Chance auf eine vierte Reihe.“

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