Huskies bereits seit Dienstag vor Ort – heute ab 19 Uhr

Kassel Huskies vor Spiel in Ravensburg: „Haben noch ein, zwei Gänge mehr“

Torjubel: Die Huskies (von links) Eric Valentin, Lois Spitzner und Clarke Breitkreuz freuen sich über das 3:2 durch Clarke Breitkreuz. 2
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Die Huskies (von links) Eric Valentin, Lois Spitzner und Clarke Breitkreuz freuen sich über das 3:2 durch Clarke Breitkreuz.

Jubeln sie heute wieder? Ab 19 Uhr sind die Kassel Huskies zu Gast bei den Ravensburg Towerstars. Es ist Spiel zwei der Playoff-Finalserie. Wir berichten im Liveradio und Liveticker vom Bodensee.

Dass er hart im Nehmen ist, das hat Verteidiger Derek Dinger am Montagabend bewiesen. Als er nämlich den Schuss eines Ravensburgers an den Kopf bekam. „Das ist wie bei einem Autounfall bei Tempo 200, da kannst du nichts mehr machen. Ich hab nur kurz den Kopf runtergemacht, sonst wäre es voll aufs Visier gegangen. Kommt der Schuss zehn Zentimeter tiefer, dann hätte ich noch einen Termin beim Zahnarzt gehabt.“

Dinger aber setzte den Helm nur kurz ab, fuhr zur Bank, schnaufte durch – und besorgte mit einem Schlenzer aus der eigenen Zone ins verwaiste Tor der Towerstars den 5:2-Endstand im ersten Spiel des Playoff-Halbfinals – übrigens sein 100. Scorerpunkt in der DEL2. Damit liegen die Huskies auch in der Serie auf drei Siege mit 1:0 in Führung. Schon heute Abend können sie ab 19 Uhr in Ravensburg den zweiten Erfolg nachlegen.

„Ich stehe seit über 30 Jahren auf dem Eis, da weißt du irgendwann, wo das Tor steht“, erklärte Dinger und grinste. „Ich habe mir einfach gedacht, ich probiere es mal. Mein Partner hatte ja vorher schon den Deckel drauf gemacht.“ Mit Partner ist Troy Rutkowski gemeint, der nach einer schönen Einzelaktion mit angetäuschtem Schuss das 4:2 besorgt hatte. Nicht nur für Dinger die Vorentscheidung und der Schlüsselmoment in einem temporeichen, unterhaltsamen Auftaktspiel. Dass die Statistiker 41 Abschlüsse der Huskies notierten und 42 der Gäste vom Bodensee, zeugt von der Ausgeglichenheit der Partie.

„Das war ein guter Start. Wir sind mit viel Tempo gekommen, haben uns in der offensiven Zone viele gute Torchancen erspielt, aber in der Verteidigungszone zu viel zugelassen“, benannte Trainer Tim Kehler aber auch das Manko im Spiel seiner Mannschaft. Dinger sah das ähnlich: „Wir haben noch ein, zwei Gänge mehr. Ich hoffe, dass die in Spiel zwei und drei kommen. Woran es im Moment etwas hapert, ist unsere Chancenverwertung. Da lassen wir ein wenig viel liegen.“

Wie es gehen sollte, das bewies die starke dritte Sturmreihe mit Rückkehrer Lukas Laub, Eric Valentin und Clarke Breitkreuz, die durch Laub und Breitkreuz zwei Treffer zum Erfolg beisteuerte. Valentin erklärte das so: „Unsere Reihe hat gut gespielt, wir haben sehr viel Energie ins Spiel gebracht. Mit Clarke verstehe ich mich super, er macht es mir als Center sehr leicht, weil er immer da ist. Und für Lukas hat es mich besonders gefreut. Er war zwei Monate verletzt raus, hat jeden Tag hart gearbeitet – umso schöner, dass er erfolgreich war.“

Um auch heute erfolgreich sein zu können, sind die Huskies bereits am Dienstag nach Ravensburg gereist. „Ein super Vorteil, dass wir ausgeruht ins Spiel gehen können“, sagte Valentin. Und Dinger ergänzte: „Das ist auf DEL-Standard. Wir haben Großes vor, der Druck ist riesig bei uns. Deswegen ist das die optimale Vorbereitung und wir sind dankbar, dass wir nicht aus dem Bus aufs Eis und spielen müssen.“ Ohne schwere Busbeine und ausgeschlafen – die Huskies können also optimal vorbereitet in Spiel zwei heute Abend gehen.

(Michaela Streuff)

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