Hamburger Vereine im Duell

Benefiz-Derby für schwer verletzten Eishockeyspieler - Auch ein Ex-Husky ist dabei

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Kai KristianEx-Huskies-Torhüter

Wenn heute Abend in Hamburg die Crocodiles und der Hamburger SV gegeneinander antreten, dann geht es nicht um Punkte, sondern um einen traurigen Anlass.

„Es ist ein Schock, etwas, das man nicht einfach runterschluckt.“ Kai Kristian (28) kennt den Unfall nur aus Schilderungen – doch auch beim ehemaligen Torhüter der Kassel Huskies, der seit 2016 für den Oberligisten Crocodiles Hamburg zwischen den Pfosten steht, ist die Betroffenheit nach wie vor groß. 

Und deshalb ist es für ihn und seine Mannschaft das Mindeste, beim Benefizspiel heute Abend ab 20 Uhr zugunsten des schwer verletzten Tjalf Caesar dabeizusein.

Nach Sportunfall

Aber der Reihe nach: Am 26. Oktober war der 23-jährige Verteidiger vom Regionalligisten Hamburger SV im Spiel beim ECW Sande mit dem Kopf gegen die Bande gekracht. Noch auf dem Eis habe er reanimiert werden müssen, sei ins Krankenhaus gebracht und später in eine Spezialklinik verlegt worden, berichtete die Nordwestzeitung in ihrer Onlineausgabe. 

Die Partie wurde abgebrochen. Mittlerweile gibt es kleine Anzeichen der Besserung: Aus dem künstlichen Koma ist Caesar mittlerweile aufgewacht. Laut einer Mitteilung des HSV könne er über „Blinzeln und vorsichtiges Nicken kommunizieren.“

Anteil aus ganz Deutschland 

Aus ganz Deutschland haben Eishockeyspieler und Fans Anteil am Schicksal Caesars genommen, heute Abend rückt in Hamburg die Eishockeyfamilie zusammen: Die Crocodiles veranstalten das Benefizspiel, um die Familie bei der weiteren Behandlung Caesars zu unterstützen. 

Gegner ist der HSV. „Es ist Ehrensache, dass wir das machen“, betont Kristian. „Wir hoffen, es kommen viele Zuschauer.“ Sein Team als Kapitän anführen wird in diesem besonderen Spiel Kjell Caesar, Tjalfs jüngerer Bruder. „Dieses Spiel soll mienem Bruder Kraft geben. Diese Verbindung soll er spüren, wenn ich nur für ihn auf dem Eis stehe“, wird der 19-Jährige in einer Vereinsmitteilung zitiert. 

Das Online-Portal Sprade TV überträgt das Benefiz-Derby. Die Gebühr von drei Euro wird ebenfalls gespendet.

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