Nach Coronafällen einstimmige Entscheidung

DEL2: Hauptrunde wird abgebrochen, Huskies gegen Heilbronn

Zum Warten verdammt: die Kassel Huskies lehnen während einer Spielunterbrechung an der Bande.
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Zum Warten verdammt: die Kassel Huskies, der souveräne Hauptrundenmeister.

Die Hauptrunde in der DEL2 wird abgebrochen, die Kassel Huskies starten am 20. April gegen Heilbronn in die Playoffs. Das ist der Stand der Dinge im Zweitliga-Eishockey.

Es war der Tag des Wartens rund um die zweite deutsche Eishockeyliga. Am Abend aber lichtete sich der Nebel, es kamen Antworten auf die vielen Fragen, die die positiven Coronabefunde aus Heilbronn und Bietigheim von Mittwochabend mit sich gebracht hatten.

Das einstimmige Ergebnis: Die Hauptrunde wird kurz vor dem Ende abgebrochen. Alle Klubs sehen „dies als beste Lösung für den derzeitigen Spielbetrieb und die anstehenden Playoffs“, heißt es in der Begründung. Liga-Chef René Rudorisch betonte, dass „wir gemeinschaftlich ein Fortsetzen der Hauptrunde auf Teufel komm raus nicht befürworten. Vielmehr wollen wir Sorge für die Gesundheit der Spieler tragen und mit Blick auf die anstehenden Playoffs einen dann wieder besseren Rahmen für den Wettbewerb organisieren.“

Bei der Erstellung der Abschlusstabelle greift die Quotientenregel (Punkte durch Spiele). Die ergibt: Die Huskies starten im Playoff-Viertelfinale am 20. April gegen Heilbronn. Ein Überblick.

. Die Gesellschafter tagen: Bereits am Vormittag hatten sich die Chefs aller 14 Zweitligisten mit Liga-Chef Rene Rudorisch zusammengeschlossen. Für die Huskies war Geschäftsführer Joe Gibbs dabei. Nach der Entscheidung sagt er: „Die Gesundheit der Spieler ist das Wichtigste. Es gab deshalb keine andere Möglichkeit.“ Gibbs verweist darauf, wie gut die Liga durch die Saison gekommen sei. Gerade deshalb gelte nun: „Wir dürfen jetzt nicht ausgerechnet die Playoffs gefährden.“ Über das weitere Vorgehen in den Playoffs werden die Gesellschafter der DEL2 beraten, das Ergebnis schnellstmöglich verkünden.

. Die Lage bei den Huskies: Ist somit geklärt. Sie hätten heute Abend gegen Heilbronn, am Sonntag in Crimmitschau und am 13. April in Bietigheim spielen müssen. Nun können sie sich voll auf den Playoffstart konzentrieren – am 20. April starten sie mit einem Heimspiel in die Serie Best of five auf drei Siege. Der Gegner heißt dann Heilbronn. Leidtragender der Beschlüsse ist Crimmitschau, das als Neunter Heilbronn und Ravensburg noch hätte einholen können. Nun aber könnten die Eispiraten wohl nur noch eingreifen, sollte Heilbronn nach den vielen Coronafällen im Team nicht zum Playoffstart zurückkehren können.

. Heilbronn und Bietigheim: Beide Teams müssen bis zum 17. April komplett in Quarantäne bleiben. So lautet die übereinstimmende Vorgabe der zuständigen Gesundheitsämter. Und das heißt auch: Die Vorbereitung der Falken – und die der Steelers – auf das Playoff-Viertelfinale fällt äußerst kurz aus. Zumal die infizierten Spieler auch noch das sogenannte „Return-to-play“-Konzept durchlaufen müssen, eine genaue medizinische Untersuchung, damit nur wirklich gesunde Spieler aufs Eis zurückkehren. Sollte sich dabei noch ein Problem ergeben – die Falken zum Beispiel keine spielfähige Mannschaft von neun Spielern und einem Torhüter stellen könnten – könnte womöglich doch Crimmitschau nachrücken. Solche Szenarien werden die Ligachefs nun diskutieren müssen.

. Bad Nauheim und Frankfurt: Auch aus Bad Nauheim war ein Coronaverdacht bekannt geworden. Ergebnisse der PCR-Tests waren noch nicht bekannt. Weiter waren da die Löwen Frankfurt, die am Samstag gegen die Roten Teufel gespielt hatten. Sie waren vorsorglich getestet worden. Gestern Abend gab es zumindest für die Löwen Entwarnung: Sie sind negativ.

Auch die Frankfurter sind für die Playoffs qualifiziert. Frankfurt und Bietigheim sind neben den Huskies die Teams, die als Meister in die DEL aufsteigen wollen.

Die Vereinbarung mit der DEL sieht vor, dass der Aufsteiger mindestens 26 Hauptrunden- und sechs Playoffspiele absolviert haben muss.

(Frank Ziemke und Michaela Streuff)

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