1. Startseite
  2. Sport
  3. Kassel Huskies

Hessenderby in Playoffs perfekt: Heute geht‘s für die Huskies um das Heimrecht

Erstellt:

Von: Björn Friedrichs

Kommentare

Er hat richtig Bock auf das Derby in den Playoffs und hofft auf die Unterstützung der Fans: Abwehrspieler Joel Keussen von den Kassel Huskies erwartet heute zum Hauptrundenabschluss noch eine schwere Aufgabe.
Er hat richtig Bock auf das Derby in den Playoffs und hofft auf die Unterstützung der Fans: Abwehrspieler Joel Keussen von den Kassel Huskies erwartet heute zum Hauptrundenabschluss noch eine schwere Aufgabe. © Schachtschneider, Dieter

Letztes Spiel der Hauptrunde: Die Kassel Huskies spielen heute zuhause gegen Spitzenreiter Dresden. Das sagt Verteidiger Joel Keussen zu Dresden-Doppelpack und Playoff-Derby.

Kassel – Schwächephasen, Siegesserien, Coronapause, Enttäuschungen, Trainerwechsel – diese DEL-2-Hauptrunde hatte für die Kassel Huskies alles zu bieten. Heute steht das letzte Spiel vor den Playoffs an. Es geht gegen Spitzenreiter Dresden (19.30 Uhr), wo Kassel am Samstag 5:2 (2:2, 1:0, 2:0) gewann. Damit steht auch fest: Die Huskies treffen im Viertelfinale im Hessenderby auf Bad Nauheim.

Das Spiel Samstag

Starke Abwehr, eiskalter Angriff, ein bestens aufgelegter Jerry Kuhn im Tor: So feierten die Huskies den sechsten Sieg in Folge, machten mit dem Dreier zudem das Hessenderby gegen Bad Nauheim im Playoff-Viertelfinale klar. Die Huskies starteten glänzend. Zweimal luchsten sie Dresden hinter deren Gehäuse den Puck ab, legten ihn vor das Tor ab – und zweimal klingelte es. Erst traf Mitch Wahl (2.), dann Jamie MacQueen (4.). Der Topscorer der Huskies rückte nach seiner Pause gegen Selb zurück in den Kader, diesmal war Brett Cameron nicht dabei.

Dresden erholte sich von dem Schock, kam nach einer Unkonzentriertheit durch Tom Knobloch heran (13.) und durch Maximilian Kolbs Distanzschuss (20.) zum Ausgleich. „Das war eins der schnellsten Spiele in dieser Saison. Wir sind aber auch nur noch ein Spiel von den Playoffs entfernt und den Schalter legt man ja nicht erst um, wenn die Endrunde startet“, sagt Keussen.

Wie er und seine Mitspieler in den zwei folgenden Dritteln das eigene Tor verteidigten, war schon beachtlich. „Wir sind auf einem guten Weg, als Team besser zusammenzuspielen. Der Charakter war vorher schon gut, aber es bringt nichts, wenn die Stimmung gut ist, die Zahnräder aber nicht ineinandergreifen. Wir wollen in den Playoffs etwas erreichen, auch wenn wir die Saison nicht so bestritten haben, wie wir uns das vorgestellt hatten. Wir sind jetzt eine Fünf-Mann-Einheit auf dem Eis“, so Keussen.

Sein Team kassierte in Dresden keinen weiteren Treffer, vorne bissen die Huskies zu. MacQueen nutzte einen Abpraller zum 3:2 (32.) aus, zu Beginn des Schlussdrittels legte er ab und Stephan Tramm traf durch den Verkehr vor dem Tor zum 4:2 (46.). Das 5:2 machte dann Keussen. Dresden hatte den Torhüter aus dem Spiel genommen, der Verteidiger kam hinter dem eigenen Kasten an den Puck. Sein Befreiungsschlag klatschte an die Bande und rutschte bis ins Tor. „Das war natürlich Absicht, das hatte ich gleich im Auge“, sagt Keussen scherzend. „Nein, eigentlich wollte ich für die Befreiung sorgen und dann vor dem Icing durchatmen. Stephan Tramm neben mir sagte aber direkt: Der geht noch rein, der geht noch rein.“ Er ging rein und machte Sieg Nummer sechs in Serie perfekt.

Das Spiel heute

Heute geht die Hauptrunde mit dem Rückspiel gegen Dresden (19.30 Uhr) zu Ende. „Im letzten Spiel entscheidet nicht, wie müde man ist. Ich erwarte ein ähnliches Spiel wie Samstag. Dresden ist sehr engagiert, systemtreu und laufstark“, sagt Keussen vorausschauend. 3860 Zuschauer dürfen heute erstmals wieder dabei sein. „Ich freue mich über jeden Fan, der da ist und zu der tollen Stimmung beiträgt“, so Keussen.

Der Mutmacher

Eishockey ist eine Sportart, in der viele Statistiken bemüht werden. „Ein Spieler, der behauptet, er achte nicht auf seine Zahlen, lügt. Das ist schon ein Faktor, sie entscheiden ja auch über Verträge“, sagt Keussen.

Auf einige Statistiken sollten die Huskies auch heute vertrauen. So haben sie zuletzt bei den zwei Doppelduellen gegen Weißwasser und Freiburg je zwei Siege gefeiert. Gelingt das heute gegen Dresden in 60 Minuten wieder, wäre ihnen das Heimrecht in den Playoffs gegen Bad Nauheim nicht zu nehmen. „Ein Derby im Viertelfinale ist eine geile Sache, vor allem dann mit vielen Fans. Das wird der Hammer, da habe ich total Vorfreude drauf. Wenn ich richtig liege, haben Kassel und Bad Nauheim auch noch nie in den DEL-2-Playoffs gegeneinander gespielt“, sagt Keussen. Das stimmt. Playoffduelle mit den Roten Teufeln gab es zuletzt in der Oberliga.

Und noch einmal Statistik: Seit dem Wiederaufstieg in die DEL 2 2014 haben die Huskies fünf der sieben letzten Hauptrundenspiele gewonnen, zuletzt drei in Folge.

Auch interessant

Kommentare