Gespräche zwischen Frankfurter Commerzbank-Arena und DEL2 geplant

Hessenderby zwischen Kassel und Frankfurt als Wintergame?

Begeisterte 32 000 Zuschauer: das Wintergame in Dresden. Foto: dpa

Kassel. Gerade begeisterte das Winterderby zwischen den Dresdener Eislöwen und den Lausitzer Füchsen 32.000 Eishockey-Fans – im Fußball-Stadion der sächsischen Landeshauptstadt.

Nun sorgte die Meldung für Aufsehen, dass die Betreiber der Frankfurter Commerzbank-Arena im September das nächste DEL-2-Spiel unter freiem Himmel ausrichten wollen – und als Gegner seien die Kassel Huskies oder die Roten Teufel aus Bad Nauheim im Gespräch. Arenen können sich ebenso wie Vereine bei der Ligenleitung um die Ausrichtung eines solchen „Eventgames“ bewerben.

Löwen gegen Huskies, der Klassiker des hessischen Eishockeys vor einer Kulisse von bis 50.000 Fans wie Patrik Meyer, Geschäftsführer der Commerzbank-Arena zitiert wird, das hätte für die Beteiligten einen besonderen Reiz.

Keine Gespräche mit Huskies

„Sollte solch ein Spiel zu Stande kommen, wäre das natürlich großartig“, sagt Huskies-Trainer Rico Rossi. Ähnlich sieht das Manager Joe Gibbs: „Wir haben am Wochenende das Winterderby in Dresden live erlebt. Das war beeindruckend. Es ist mit sehr viel Arbeit verbunden. Sie haben dort einen tollen Job gemacht.“

Gespräche mit den Frankfurtern habe es bislang allerdings nicht gegeben. Gibbs sagt: „Grundsätzlich wären wir daran interessiert. Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass wir so etwas mal selbst machen. Allerdings sind wir da weit weg von einer Entscheidung.“ Ein Wintergame, ergänzt Gibbs, gehöre allerdings nicht in den Spätsommer, sondern in den Dezember oder Januar.

Rene Rudorisch, Geschäftsführer der DEL 2, bestätigte am Dienstagabend, dass es in nächster Zeit ein Treffen zwischen ihm und dem Chef der Commerbank-Arena geben werde. „Der Standort Frankfurt für eine solche Begegnung ist angesichts des Fanpotenzials und des Einzugsgebietes zweifelsohne interessant.“ Und ein Hessenderby mit Kasseler Beteiligung ebenso.

Im Winter 2016/17 allerdings plant ohnehin die DEL, ein Winterderby ausrichten. „Und wir werden sicherlich nicht zwei Arenen-Spiele zeitlich nebeneinander in der DEL und der DEL 2 laufen lassen“, erklärt Rudorisch. Die Ausrichtung eines Wintergames wäre nach seinen Angaben also erst für die Saison 2017/18 ein Thema. „Wir haben auch schon andere Ideen ins Spiel gebracht. Es muss ja nicht immer das ganz Große sein – vielleicht ja auch mal ein Spiel vor 15 000 Fans auf einem Marktplatz.“ Von den Löwen Frankfurt gab es keine Stellungnahme.

Das nächste Wiedersehen beider Klubs ist allerdings nicht mehr lange hin: Am Sonntag treten die Huskies in Frankfurt an (18.30 Uhr, Eissporthalle).

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