Verfolgerduell um Tabellenführung

Halle soll brodeln: Huskies gegen Löwen Frankfurt im Hessenderby

Hochstimmung in der Eissporthalle: Gegen Frankfurt wollen die Huskies-Fans wieder ihre Schals schwenken. Archivfoto:  Schachtschneider/nh

Kassel. Derbyzeit: Und als wäre dies nicht genug, um einen Eishockey-Knüller zu erwarten, geht es für die Huskies am Freitag ab 19.30 Uhr in der Kasseler Eissporthalle gegen die Löwen Frankfurt auch noch um Platz zwei in der DEL2 und vielleicht sogar um die Tabellenführung.

Falls Bietigheim in Crimmitschau leer ausgehen sollte. Das Hessenduell als Spitzenspiel und Schlager. Da wird die Halle brodeln,  ...

• weil es das wahre Derby ist: „Ein Spiel gegen Frankfurt ist das echte Derby. Beide Mannschaften werden alles geben. Für die Fans wird das ein Ereignis“, schwärmt Huskies-Geschäftsführer Joe Gibbs.

• weil die Heimserie der Huskies halten soll: Huskies-Trainer Rossi kündigt an: „Unsere Fans werden die Art von Eishockey sehen, die sie in den letzten neun Heimspielen auch gesehen haben.“ Das könnte sich lohnen. Seine Spieler gehen schließlich mit dem Selbstvertrauen aus neun Heimsiegen in Folge bei 42:12 Toren aufs Eis. Die Gäste indes haben nur die beiden letzten Auswärtsspiele gewonnen nach zuvor vier Niederlagen. Ihre Torbilanz: 15:22.

Bei den direkten Duellen aber sind die Huskies im Soll: Das 4:5 nach 2:0-Führung im Hinspiel dieser Saison war bereits die sechste Pleite gegen die Löwen hintereinander, inklusive der bitteren 0:4-Serie im Playoff-Halbfinale 2016/17 und einem 2:3 am 29. Januar dieses Jahres! Davor aber, beginnend mit dem gefeierten Halbfinal-Sweep im Frühjahr 2016, hatten die Kasseler sieben Mal in Folge gewonnen.

• weil Markus Keller wieder in Form ist: Während bei den Löwen offen erscheint, wer im Tor stehen wird – Rekonvaleszent Brett Jaeger, Ex-Husky Florian Proske oder Hannibal Weitzmann – ist bei den Huskies die Situation klar: Da Mirko Pantkowski in der Junioren-Nationalmannschaft spielt, ist Markus Keller erste Wahl, in Reserve steht Leon Hungerecker (19).

Und, keine Frage, gegen die Löwen ist „Kells“ besonders motiviert. „Die Derbys sind immer besonders heiß. Wir Spieler putschen uns auf, die Fans beider Lager auch. Die Stimmung ist unglaublich, erfasst und trägt jeden.“ Doch der 28-Jährige ist erfahren genug, „nicht übermotiviert und irgendwie abgelenkt“ aufzulaufen.

Dazu gehört, „dass ich die Vorfälle der Vergangenheit in Frankfurt“ - mit den Pöbeleien von Hallensprecher und Löwen-Fans - „ausblenden muss“. Coach Rossi prophezeit: „Die Torhüter werden sicher ein entscheidender Faktor werden.“

• weil bei den Topteams auch die Topstars spielen: Im Duell Dritter gegen Zweiter gibt es auch aufregende Vergleiche.

Die Topscorer: Husky Braden Pimm ist mit 38 Punkten (17 Tore + 21 Vorlagen) der beste Mann der Liga. Löwe C.J. Stretch (14 + 20 = 34) ist Ranglisten-Zweiter.

Die Topverteidiger: Kassels James Wisniewski ist spitze mit 26 Punkten (8+18), Frankfurts Tim Schüle mit 20 Zählern (5+15) die Nummer drei.

Die Teams: Es spielt die beste Abwehr (Kassel: 59 Gegentore/ Frankfurt 71) gegen den besten Angriff (Frankfurt 100 Tore/Kassel 91). Das beste Unterzahl-Team (Kassel 88,2%/Frankfurt 5. mit 84,2%) trifft auf die beste Powerplay-Formation (Frankfurt 29,3%/Kassel 2. mit 24,5%).

Der Torwart: Markus Keller

• weil jeder Spieler im Team gefordert ist: „Wir brauchen jeden einzelnen. Auch die Rollenspieler“, sagt Chefcoach Rossi. Heißt, es werden etwa Akteure gebraucht, die auch mal einen Check im richtigen Moment fahren. Wie Michi Christ beispielsweise. Oder Stefan Della Rovere.

• weil die Fans die besten der Liga sind: Das beweisen die Anhänger lautstark bei jedem Heimspiel – knapp 3000 feuern die Huskies durchschnittlich in eigener Halle an. Nur die Südhessen haben mehr (4400). Da ist noch Luft nach oben.

Also Fans, heute ab in die Halle. Getreu dem Motto: Was Frankfurt kann, kann Kassel erst recht. Die Zeit wäre auch mal reif für 5000 Zuschauer.

• weil sich die Fans warmsingen können: 600 Anhänger fahren Sonntag mit dem Sonderzug zum Auswärtsspiel nach Bad Tölz. Und da kommt das Derby doch gerade recht: Warmsingen gegen Frankfurt – besser geht’s doch gar nicht.

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