Schlittenhunde verteilten zu viele Geschenke

"Heute waren wir schlecht": Fakten zum verlorenen Huskies-Spiel gegen Freiburg

Kassel. Was als Sven-Valenti-Festtag begann, endete in tiefster Eishockey-Tristesse. Nach der 1:5-Pleite gegen Freiburg war auch Rico Rossi die Laune verhagelt.

„Heute waren wir schlecht, richtig schlecht“, erklärte der Trainer der Kassel Huskies und befand: „Bis auf die Reihe Kuchejda - Ritter - Koziol und mit Abstrichen auch Christ - Lambacher - Klöpper hatte niemand Normalform.“ Hier die Fakten zum Freitag: 

Das Spiel

Beim 0:1 nach nur 46 Sekunden dachte mancher in der Halle, dieses Geschenk der Kasseler Hintermannschaft gehöre noch zum Dank an die Freiburger, weil sie die 15-minütige Verspätung aufgrund der Ehrung Valentis mitgemacht hätten. Nach Billichs Kontertor zum 0:2 (16.) aber war klar, dass die Huskies den clever konternden Wölfen ins offene Messer laufen. Die Hoffnung auf die Wende dauerte nur 48 Sekunden: Kaum hatte Toni Ritter im Nachschuss endlich getroffen (28.), da kassierten die Huskies erneut per Konter von drei gegen einen das 1:3. „Das war unser K.o.“, wusste nicht nur Rossi. „Freiburg hat unsere Geschenke genutzt und clever jeden Fehler bestraft.“

Die Entschuldigung

„Es tut mir leid für Sven und für unsere Fans, dass wir ihnen diesen Abend so verdorben haben, das tut allen richtig weh“, räumte Trainer Rossi ein. Ungestüm, unpräzise und ungeordnet waren seine Huskies angerannt, trotz 48:33 Torschüssen am ganz kompakt und viel bissiger stehenden Bollwerk der Breisgauer abgeprallt. In der Defensive passte das neu formierte Duo Maginot/Reiss überhaupt nicht und kassierte drei Gegentore. Im Angriff hatten die Kasseler einiges Pech, vor allem aber luden sie mit Querpässen den Gegner zum Kontern ein.

Die Hoffnung

Nur eines der letzten sechs Spiele haben die Kasseler gewonnen – „schlecht gespielt aber haben wir nur heute“, sagt Rossi. Von einer Krise mag er nicht reden, schließlich könne offenbar nur Bietigheim einen Hauptrunden-Marathon von 52 Spielen ohne ein Formtief absolvieren. Er werde nun nicht herumschreien, auf die Spieler verbal einprügeln oder gar in Panik verfallen. „Wir haben alle schon gesehen, was die Jungs können. Ich bin zuversichtlich, dass dieses Spiel ein Ausrutscher blebt.“

Der Tröster

Ausgerechnet Sven Valenti blieb am bitteren Ende dieses Tages die Rolle des Trösters. „Es gibt solche Tage, an denen Du die ganze Nacht spielen könntest, ohne das Tor zu treffen. Solche Spiele habe ich viel zu oft selbst erlebt“, Sein Rat: „Bloß nicht den Kopf zerbrechen. Spiel in Ruhe analysieren, abhaken und konzentriert weiter arbeiten, damit keine schwarze Serie daraus wird.“

Kasseler Eishockey-Legende Sven Valenti in Ruhmeshalle aufgenommen

 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer
 © Fischer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.