Interview: Husky Jamie MacQueen spricht über den Einzug ins Finale

Zum zweiten Mal zum Spieler des Monats gewählt: Husky Jamie MacQueen (rechts) mit Susanne Christ (Eishockeynews) und Maskottchen Herkules. Foto: A. Fischer

Kassel. Er ist der Goldhelm der Kassel Huskies. Er hat in den bisherigen 59 Spielen der DEL 2 beeindruckende 48 Tore erzielt und 41 Vorlagen gegeben.

Und er hatte mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 beim 4:1 gegen Ravensburg entscheidenden Anteil daran, dass die Nordhessen nun im Playoff-Finale stehen. Vor Spielbeginn am Freitag wurde Jamie MacQueen vom Fachmagazin Eishockeynews, Trainern, Journalisten und Fans zum zweiten Mal in dieser Saison zum Spieler des Monats gewählt. Ein Gespräch über die Auszeichnung, den Finaleinzug und seine Zukunft.

Herr MacQueen, gehen Sie unter die Uhrensammler? Sie haben jetzt haben Sie für diese Auszeichnung schon zum zweiten Mal eine Armbanduhr bekommen. Was machen Sie damit? 

Jamie MacQueen: Das ist eine gute Frage. Vielleicht trage ich sie demnächst parallel – an jedem Handgelenk eine. Es ist natürlich eine tolle Auszeichnung, über die ich mich freue. Sie zeigt, dass meine Leistung anerkannt wird. Aber für mich ist wichtiger, dass ich dem Team helfen kann, Erfolg zu haben. Und jetzt wollen wir auch die Meisterschaft gewinnen.

Wie fühlt es sich an, ins Finale einzuziehen? 

MacQueen: Es ist großartig. Ich bin begeistert von unserer Mannschaft. Wir hatten nicht erwartet, Frankfurt zu sweepen. Gegen Ravensburg waren wir auf eine lange Serie eingestellt. Und jetzt stehen wir tatsächlich schon im Finale.

Was war der Schlüssel zum Erfolg gegen Ravensburg? 

MacQueen: Sie haben technisch versierte Stürmer. Wir haben defensiv sehr gut gestanden, ihre Topreihe aus dem Spiel genommen und gleichzeitig unsere Chancen vorn gut genutzt und getroffen.

Welche Bedeutung hat der Finaleinzug für Sie? 

MacQueen: Ich habe im College mal eine Meisterschaft gewonnen und danach an der nationalen Meisterschaft teilgenommen. Es fühlt sich jetzt ein wenig an wie damals. Aber dieses Endspiel ist mein erstes als Profi. Und eine Meisterschaft als Profi zu erleben, das ist nicht zu toppen.

Sie haben mit Ihrem Tor zum 2:1 die Mannschaft auf die Siegerstraße gebracht. Haben Sie besonderen Druck verspürt? 

MacQueen: Nein. Es ist meine Aufgabe, Offensivaktionen einzuleiten und Tore zu schießen. Klar, die Defensive ist ein wichtiger Teil des Spiels. Aber das Team verlässt sich darauf, dass ich große Spiele in der Offensive mache. Klar ist ein wenig Druck da. Aber ich versuche einfach, mein Spiel zu spielen. Dann fügt sich alles, und gute Dinge geschehen.

Hatten Sie während des Spiels kurzzeitig die Befürchtung, die Partie verlieren zu können? 

MacQueen: Nein. Unsere Mannschaft ist sehr, sehr stark. Wir geben nie auf. Wir liegen 0:1 zurück – ja und? Da macht sich niemand verrückt oder ist besorgt. Wir spielen einfach unser Spiel und erarbeiten uns dann unsere Chancen. Und deshalb haben wir auch eine Chance gegen Bietigheim.

Es heißt, DEL-Klubs wollen Sie. Es heißt aber auch, Sie hätten in Kassel für zwei Jahre bis 2018 verlängert. 

MacQueen: Das stimmt nicht. Ich habe Pläne für die Zukunft. Aber darüber spreche ich jetzt nicht, sondern erst nach den Playoffs.

Fühlen Sie sich denn wohl in Kassel? 

MacQueen: Ja, ich liebe Kassel und fühle mich hier sehr wohl.

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