Das Fingerspitzengefühl fehlt

Huskies ärgern sich über Schiedsrichterentscheidungen

Landshut. Der "Tempel des Spektakels" wie es Landhuts Trainer Toni Krinner ausdrückte war für die Kassel Huskies am Freitagabend vor allem eins: Der Tempel des Frusts.

Nicht nur, dass die Kasseler in der Verlängerung das 2:3 und damit die dritte Niederlage im vierten Playoff-Spiel kassierten. Sie haderten auch mit den Entscheidungen der beiden Schiedsrichter Ralph Bidoul und Sirko Hunnius in den letzten Minuten der Partie.

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Was war passiert? 75 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit befreien sich die Niederbayern auf Kosten eines Icings, wechselten aber dennoch ihre Reihen. Ein Regelverstoß, der den Unparteiischen entgangen war. Huskies-Trainer Rico Rossi monierte vergeblich den Wechsel und kassierte eine Zwei-Minuten-Strafe, weil er frustriert die Bandentür zu schlug. "Da fehlt mir einfach das Fingerspitzengefühl bei den Schiedsrichtern. Wir spielen das ja hier nicht zum Hobby", ärgerte sich Rossi. Dass die Kasseler dann aber in Unterzahl durch den verwandelten Penalty von Mike Collins 40 Sekunden vor dem Ende doch noch zum Ausgleich kamen, spricht für die Huskies-Moral, die sich anscheinend durch nichts erschüttern lässt.

Aber auch in der Verlängerung setzte sich der Ärger der Kasseler über die Schiedsrichter fort. Als Matthias Müller für einen Crosscheck vom Eis musste, markierte Paul-John Fenton in Überzahl den Siegtreffer für die Gastgeber (65.). "Das war kein brutaler Check und es gab auch keinerlei Gefahr für das Tor. In einer Verlängerung muss es schon eine richtige Strafe sein, damit du als Schiedsrichter den Arm hebst", monierte Rossi nochmals das fehlende Fingerspitzengefühl. Zumal es den Eindruck erweckte, als wollten die Unparteiischen den viel diskutierten Pfiff zum Penalty von Mike Collins kompensieren.

Am verdienten Sieg der Gastgeber aber ließ auch Rossi keinen Zweifel. "Wir hatten heute das Forechecking der Landshuter nicht im Griff. Wir hatten anfangs viele Probleme, später ist das Spiel dann besser verlaufen", erklärte der Huskies-Coach. Und obwohl sein Team mit dem 1:3-Rückstand in der Serie kurz vor dem Ausscheiden steht, gibt sich Rossi vor dem fünften Aufeinandertreffen in der Kasseler Eissporthalle am Sonntag (17 Uhr) kämpferisch: "Es ist eine Best-of-Seven-Serie und wir sind stark Zuhause. Ich bin mir sicher, dass wir zurückkommen werden." Nach der Partie am Freitag war es aber ein an Fußballprofi Gary Linneker erinnernder Vergleich von Toni Krinner, der im Kopf blieb: "Hier kämpfen 44 Spieler um jeden Zentimeter Eis." Und am Ende, da jubeln bislang meist die Landshuter. (msf)

So geht es weiter:

Am Sonntag steigt das fünfte Spiel der Playoff-Viertelfinal-Serie zwischen den Huskies und dem EV Landshut. Erstes Bully ist um 17 Uhr in der Kasseler Eissporthalle. Wir übertragen die Partie live und in voller Länge bei Radio HNA. Außerdem gibt es einen Liveticker.

Rubriklistenbild: © Fischer

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