Eishockey

Kassel Huskies heute gegen Bietigheim Steelers am Scheideweg

Eishockey, DEL2, Kassel Huskies - Wölfe Freiburg 1:0. -  Husky Brett Cameron (links)gegen die Freiburger Peter Spornberger und Benjamin Meisner (verdeckt).
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Einsatz fraglich: Husky Brett Cameron (links), hier gegen die Freiburger Peter Spornberger und Ben Meisner, ist angeschlagen.

In der DEL2 haben die Kassel Huskies schon am heutigen Dienstag um 19.30 Uhr die Chance zur Wiedergutmachung für die bittere Heimniederlage gegen Crimmitschau: Bietigheim kommt zum Duell der Aufstiegsaspiranten.

Kassel – Wenn die Huskies heute die Klingen kreuzen mit den Bietigheim Steelers, dann ist das ein besonderes Eishockey-Duell. Eines, über das im Vorfeld viele kleine Geschichten geschrieben werden könnten.

Da gibt es die Rückkehr der Ex-Huskies Jimmy Hertel, Eric Stephan und Fabian Dahlem nach Kassel, Letzterer nun als Assistent von Steelers-Coach Daniel Naud. Und, neben vielem anderen, da gibt es heute auch das Bruderduell zwischen dem Kasseler Clarke (2 Tore + 1 Vorlage bisher) und dem Bietigheimer Brett Breitkreuz (5+2). Der eine 29 Jahre alt, der andere 31; der eine Rechtsaußen, der andere Linksaußen – sie werden sich also nicht immer aus dem Weg gehen können.

Über allem aber steht: Heute stehen zwei selbst ernannte Aufstiegsaspiranten am Scheideweg. Gewiss, beide Rivalen sind mit jeweils zwei Spielen im Rückstand. Aber beide liegen sie auch schon neun (Kassel) und zehn Punkte (Bietigheim) hinter dem famosen Spitzenreiter Ravensburg zurück. Die Towerstars wollen selbst (noch?) nicht aufsteigen in die DEL, aber auf dem Weg zum Titel müssen sie erst einmal geschlagen und distanziert werden.

Das bekamen am Sonntag auch die Steelers zu spüren, die auf eigenem Eis mit 3:8 arg rasiert wurden. Doch Vorsicht, mahnt Tim Kehler: „Die Steelers haben am Freitag mit 13 Leuten in Bayreuth 5:2 gewonnen“, weiß der Kasseler Trainer und sieht die Bietigheimer ebenso auf der Suche nach Rhythmus und Konstanz wie seine Huskies. Denn am Sonntag hatte der heutige Rivale wieder alle Mann an Bord, allerdings nach einer Quarantäne und ohne gemeinsames Training. „Da kommt eine Mannschaft, die hungrig ist, mit 47 Prozent Erfolgsquote im Powerplay und Punktejägern wie C. J. Stretch, Riley Sheen und Verteidiger Tim Schüle.“

Was aber macht Kehler zuversichtlich, dass seine Kasseler heute wieder effektiver, intensiver und somit erfolgreicher auftreten werden als noch beim „für uns alle sehr enttäuschenden“ 4:5 gegen Crimmitschau? Dass sie wie Ravensburg ausgeruhter sein werden als die Bietigheimer, bei denen einzelne Akteure am Freitag fast 40 Minuten Eiszeit hatten. Vor allem aber, „dass die Jungs lernen wollen und den großen Ehrgeiz haben zu zeigen, dass sie es besser können“. So, wie Paul Kranz, der am Freitag „seine rasante Entwicklung der letzten Wochen eindrucksvoll bewiesen hat“, wie Kehler schwärmt.

Bödefeld verletzt, Bettahar kein Thema

Wer dabei alles mitmischen kann, wird sich erst kurzfristig entscheiden, auch beim angeschlagenen Brett Cameron. Herfords Kasseler Förderlizenzler Lasse Bödefeld sei wegen einer langwiegen Knöchelverletzung keine Option, auch eine Rückkehr von Nourredine Bettahar, der in Deggendorf ausgemustert wurde, sei kein Thema angesichts der U-24-Regel. (Gerald Schaumburg)

Mitfiebern bei Radio HNA und Liveticker

Von dieser Partie bieten wir einen Liveticker an sowie eine Radio-Übertragung. Den Ticker betreut Marie Klement ab 19.15 Uhr aus der Eissporthalle. Bei Radio HNA werden dann Michaela Streuff und Steffen König ab 19.25 Uhr zu hören sein und die Partie der Huskies begleiten. (www.hna.de)

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