Neu-Huskies Benjamin Finkenrath und Stephan Kreuzmann leben sich ein

Die Currywurst schmeckt auch in Kassel: Die Huskies Benjamin Finkenrath (links) und Stephan Kreuzmann beim Mittagessen. Foto: Streuff

Kassel. „Wo kann man denn in Kassel eine gute Currywurst essen?“ – Gleich die erste Frage lässt darauf schließen, wo Stephan Kreuzmann und Benjamin Finkenrath einen Teil ihrer sportlichen Vergangenheit verbracht haben: im Ruhrpott. Wir haben mit den Huskies-Neuzugängen gesprochen.

 In der vergangenen Saison gingen beide noch für den EHC Dortmund in der Eishockey-Oberliga aufs Eis. Und nun sind der Duisburger Kreuzmann (28) und der Kölner Finkenrath (26) Kassel Huskies. Gemeinsam gehen der Verteidiger und der Torhüter in diesen Tagen in der Fuldastadt auf Entdeckungstour.

Ihre Suche nach einer ordentlichen Currywurst beginnt dort, wo so viele Entdeckungstouren eben beginnen: am Herkules. Obwohl beide schon ein, zwei Wochen vor Ort sind, fehlte bislang die obligatorische Stippvisite beim Wahrzeichen der Stadt. Currywurst gibt’s zwar nicht, dafür aber liegt ihnen Kassel zu Füßen. „Ein bisschen ist es hier ja wie in Dresden: der Tuffstein erinnert an den Sandstein dort, dazu das Schloss, die großen Parkanlagen“, schildert Kreuzmann seine ersten Eindrücke. Er kennt die sächsische Landeshauptstadt gut, seine Frau Romy stammt von dort. „Der tolle Ausblick passt zum Wohlfühlfaktor, den Kassel für mich jetzt schon hat“, bestätigt auch Finkenrath und schickt gleich eine Frage hinterher: „Sieht man von hier oben eigentlich auch die Spitzhacke?“

„Hast du solche Adleraugen, um das zu erkennen?“, scherzt Kreuzmann. Ihr Umgangston ist locker, schließlich kennen sich beide schon lange. Erstmals kreuzten sich ihre Wege im Kölner Jugendteam, seitdem spielten sie häufig gegen- und miteinander. Längst sind aus den Weggefährten so gute Freunde geworden.

Vom Herkules geht’s zur Spitzhacke an die Fulda. Currywürste gibt’s an dieser Stelle aber nur während des Zissels oder abends, wenn das Kulturzelt geöffnet ist. Kreuzmann blickt aber sowieso lieber auf die andere Flussseite und sagt: „Super, hier kann ich mit meiner Familie bald mal Tretboot fahren.“ Kunst, so gestehen sie später augenzwinkernd, sei nicht so ihre Sache. „Sport ist da schon eher unser Ding“, sagt Finkenrath.

Doch bevor der wieder auf dem Programm steht, werden sie auf der Suche nach etwas Essbarem endlich fündig. Und zwar gar nicht weit von ihrer neuen sportlichen Heimat, der Eissporthalle. Sie bestellen dasselbe: Currywurst mit Pommes. „Die Soße ist entscheidend“, sagt Finkenrath. „Die Wurst darf nicht zu grob sein“, erklärt Kreuzmann. „Monday is funday. Das heißt: Montags ist ein Tag ohne Eishockey. Da dürfen wir es uns gutgehen lassen.“ Zumindest galt das in der vergangenen Saison. Gestern haben beide kurzfristig den Spaßtag auf Dienstag verlegt und belohnen sich nach dem Training im Fitness-Studio mit einer ihrer Leibspeisen. Und siehe da: Die Soße stimmt, die Wurst auch. „Schmeckt, wir kommen wieder“, sagt Finkenrath. Auch wenn die Saison läuft. Doch erst einmal freuen sie sich auf Donnerstag: Dann startet das Trainingslager in der Eissporthalle. „Endlich“, sind sich beide einig.

Von Michaela Streuff

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