Neunter Sieg in Serie

4:3 in Heilbronn: Huskies bleiben im Februar unbesiegt

Eishockey DEL2 Kassel Huskies - EC Bad Nauheim 4:1 - Eissporthalle Ein Tor, zwei Vorlagen: Ryon Moser links), hier gegen den Nauheimer Simon Gnyp, wurde in Heilbronn als Spieler des Abends geehrt. Archivfoto: ANDREAS FISCHER
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Ein Tor, zwei Vorlagen: Ryon Moser (links), hier gegen den Nauheimer Simon Gnyp, wurde in Heilbronn als Spieler des Abends geehrt.

Die Huskies bleiben im Februar unbesiegt. Beim hart erkämpften 4:3 (2:2, 1:1, 0:0 / 1:0) in Heilbronn machte der Tabellenletzte dem DEL2-Primus mit perfektem Überzahlspiel das Siegen schwer, im Penaltyschießen aber sicherten Torwart Leon Hungerecker und Torschütze Lukas Laub den Kasselern den neunten Erfolg in Serie.

Kassel/Heilbronn - Die Kasseler setzten auf ihre drei bewährten Blöcken sowie die Flügelzange Michi Christ/Marc Schmidpeter, Granz und Kranz waren nicht dabei. Und sie setzten auf Hungerecker, der sogleich Alleingänge von Gervais nach 20 Sekunden sowie Nicholls (8. in Unterzahl und 14.) entschärfte. Die Offensive war zunächst von der Blauen Linie gefährlich, dann aber schnürte die zweite Reihe in 17 Sekunden eiskalt einen Doppelpack. Ryon Moser fing einen Fehlpass ab und hatte freie Bahn zum 1:0 (13.). Noch im selben Wechsel legte er für Lois Spitzner auf, und auch der traf vom rechten Bullypunkt (2:0/14.).

Doch wie gewonnen, so zerronnen: Binnen 78 Sekunden glichen die Falken aus – erst mit zwei, dann mit einem Mann mehr. Maginot und Kirsch, zwei der sechs Ex-Kasseler in Heilbronn, trafen noch vor der ersten Pause jeweils von der Blauen Linie zum Ausgleich.

Von solcher Durchschlagskraft waren die Kasseler nun weit entfernt. Philippe Cornet scheiterte nur 24 Sekunden nach Wiederbeginn noch unglücklich per Rückhand-Schlenzer knapp am linken Innenpfosten, doch im zweiten Powerplay lief wieder nichts. Wie’s gemacht wird, zeigten die Falken: Nur acht Sekunden nach Valentins Strafe war auch ihr drittes Powerplay erfolgreich. Zum 3:2 (31.) stocherte Della Rovere den Puck ins Netz, auch ein ehemaliger Husky.

Nach der Wende dauerte es eine Weile, bis die Nordhessen sich wieder berappelten. Auch weil Joel Keussen nach einem Zusammenprall mit Koch verletzt ausschied (35.). Lukas Laubs verdeckter Schuss war erst wieder ein Lebenszeichen (38.), das nächste aber brachte dann das 3:3: Denis Shevyrins Schlenzer sauste abgefälscht ins kurze Ecke gegen den jungen Torsteher Mnich (21). Erneut war Moser der Passgeber.

Und die Falken luden nun die Huskies zum Siegtreffer ein, kassierten zwei Strafen auf einmal. Doch wie schwach agierten die Kasseler mit fünf gegen drei! Selbst eine Auszeit von Trainer Kehler blieb ohne Besserung. Viel gefährlicher waren Soli von Breitkreuz (49.) und Olsen in der Verlängerung, aber ebenso erfolglos.

Im Penaltyschießen dann parierte Hungerecker alle drei Falken-Schüsse. Die Kasseler Stürmer versuchten sich allesamt mit der Rückhand. Cornet und Moser scheiterten, doch Lukas Laub fand die Lücke zum Siegtreffer.

Nun aber geht’s für die Huskies am Sonntag (17 Uhr) gegen Crimmitschau. Schon zweimal haben sie gegen die Eispiraten verloren. Und die waren auch der letzte Gegner, der in der Kasseler Eissporthalle die Punkte entführte. (Gerald Schaumburg)

Statistik
Schiedsrichter: Lajoie, Schütz

Tore: 0:1 (12:44) Moser, 0:2 (13:01) Spitzner (Saponari, Moser), 1:2 (18:21) Maginot (Wruck, Valenti - 5:3), 2:2 (19:39) Kirsch (Nicholls, Maschmeyer - 5:4), 3:2 (30:59) Della Rovere (Gervais, Valenti - 5:4),3:3 (37:26) Shevyrin (Moser, Saponari), 3:4 (65:00) Laub (Penalty)

Strafminuten: Heilbronn 12, Kassel 8.

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