Gegen Dresden nach Penaltyschießen 4:3

Kassel Huskies bleiben knapp auf Siegkurs

Kassels Topscorer Corey Trivino sorgte auch im Spiel gegen Dresden wieder für Zählbares.
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Kassels Topscorer Corey Trivino sorgte auch im Spiel gegen Dresden wieder für Zählbares.

Gerade noch geschafft: Die Kassel Huskies verbuchten in der DEL 2 am Mittwochabend einen umkämpften 4:3 (0:1, 2:1, 1:1/1:0)-Sieg nach Penaltyschießen bei den Dresdner Eislöwen.

Gleich im ersten Drittel blieb der Spitzenreiter aus Nordhessen in der Dresdner Energieverbund Arena allerdings erst einmal hinter den Erwartungen zurück. Da zeigten die Kasseler Puckjäger nichts von ihren Glanzleistungen aus den vergangenen sechs Spielen. Immer wieder versprang der Puck bei Kontern, und auch in der Abwehr ließ die Kasseler Leistung zu wünschen übrig. So konnte Dresdens Elvijs Biezais (13.) vor der Blauen Linie den Puck unbehindert annehmen. Weil Jerry Kuhn der Blick verstellt war, hatte er fast keine Chance gegen den platzierten Schuss, den der Kasseler Schlussmann zwar knapp erwischte aber ins eigene Netz lenkte.

Sollten etwa die zwei Trainingseinheiten mit dem neuen Dresdner Trainer Andreas Brockmann in den vergangenen Tagen wirklich ausreichend gewesen sein, um den Tabellenführer um Trainer Tim Kehler in die Schranken zu weisen? Nein, lautete die Antwort der Huskies unmittelbar nach dem Beginn des zweiten Drittels. Huskies-Topscorer Corey Trivino nutzte eiskalt seine Chance, als er rechts außen sträflich allein gelassen wurde. Dresdens Goalie Nick Jordan Vieregge reagierte zu spät (21.), und der Ausgleich war perfekt.

Sechs Minuten später sah allerdings schon wieder alles ganz anders aus: Diesmal war es Steve Hanusch, der ab der Mittellinie von keinem Kasseler attackiert wurde, seinen Sturmlauf (27.) mit einem satten Schlagschuss krönte und damit für die erneute Führung der Eislöwen sorgte.

Aber auch dieses Mal blieben die Huskies dran. Überhaupt kehrte allmählich der Biss zurück in die Kasseler Reihen. Und das wurde belohnt. Im Gedränge vor dem Dresdner Tor, rutschte Eislöwen-Torwart Vieregge zu weit nach links. Ryon Moser bekam den Puck auf den Schläger (36.) und brauchte nur noch das leere Tor zu treffen – 2:2.

Dem auch leistungsmäßig ausgeglichenem zweiten Drittel folgte ein Schlussdurchgang, in dem die Gastgeber immer wieder unter Beweis stellten, dass sie nicht das Opferlamm spielen wollten. Und dennoch: die erste Führung des Abends eroberten die Huskies dann in der 46. Minute. Und wieder patzten vor allem die Dresdner Verteidiger, die sich zu stark nach links orientierten, während am rechten Pfosten der Dresdner Huskies-Neuzugang Philippe Cornet lauerte, sich nach präzisem Zuspiel nicht zweimal bitten ließ und unbehindert zum 3:2 aus Kasseler Sicht einschoss. Der Sieg? Nein, dachte wohl Ex-Husky Toni Ritter: Nach einem schönen Passspiel ließ er Huskies-Goalie Kuhn keine Chance und traf zum 3:3 (59.) kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit. Einer ausgeglichenen Overtime folgte dannn das Penaltyschießen, wo Kuhn sein Team im Spiel hielt. Troy Rutkowski sorgte dann für das entscheidende Tor und den 4:3-Sieg.

Weiter geht’s für die Huskies am kommenden Sonntag mit dem nächsten Topspiel: Ravensburg ist um 18.30 Uhr in der Kasseler Eissporthalle zu Gast. (Von Martin Scholz)

Tore: 1:0 (12:11) Biezais (Supis, Lavallée), 1:1 (20:41) Trivino (Cameron, Dinger), 2:1 (26:41) Hanusch (Huard, Knackstedt), 2:2 (15:48), Moser (Keussen, Tramm), 2:3 (45:52), Cornet (Breitkreuz, Laub), 3:3 (58:28) Ritter (Kramer, Knackstedt) Schiedsrichter: Apel/Salewski Strafminuten: Dresden10, Kassel 10

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