Sommertraining: Kassel Huskies bringen sich in Form

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Husky, hüpf: So könnte eine Übung der Kassel Huskies im Sommertraining heißen. Denn Semen Glusanok (links) und Tobias Schwab bringen sich derzeit im Baunataler Parkstadion unter anderem mit Sprungübungen in Form.

Kassel. Ein kurzes Innehalten. Die Blicke sind fest auf die Hürden gerichtet. „Eins, zwei, drei, los“, zählt Tobias Schwab (27) vor. Und fast aus dem Stand springen Semen Glusanok (25) und er über die hüfthohen Hindernisse. Mehrmals wiederholen die beiden Kassel Huskies diese Übung.

Es geht um Schnelligkeit, Reaktionsvermögen, Standfestigkeit. Genau jene Eigenschaften, die Eishockey-Spieler auf dem Eis brauchen. Die neue Oberliga-Saison beginnt zwar erst am 30. September – doch die Grundlagen für die Spielzeit werden in diesen Tagen und Wochen gelegt. Für das Sommertraining haben alle Spieler eigene Trainingspläne bekommen.

„Ohne eine ordentliche Vorbereitung geht’s nicht. Es ist eben die Pflicht“, sagt Schwab. „Würden wir jetzt nicht Gas geben, fehlt uns am Ende der Saison die Kraft, und dann wird es ganz schwer mitzuhalten“, ergänzt Glusanok. Seit sechs Wochen absolvieren die beiden Teile des Trainings gemeinsam im Baunataler Parkstadion. Zweimal pro Woche sind sie dort anzutreffen, verbessern mit kurzen Sprints, schnellen Treppenläufen und Hürdensprüngen ihre Spritzigkeit. An drei anderen Tagen stemmen sie im Fitness-Studio Gewichte, um Kraft aufzubauen.

Daneben vergnügen sie sich auch gern beim Tennis. „Das macht Spaß, und wir trainieren all das, was wir beim Eishockey brauchen: Ausdauer, Sprints, Richtungswechsel, Schlagbewegungen“, erklärt Glusanok, der im zweiten Lehrjahr eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik bei DB Schenker absolviert. Schwab hingegen genießt die letzten arbeitsfreien Tage – seine Ausbildung im gleichen Beruf wie Glusanok bei VW OTLG beginnt am 1. August.

An manchen Tagen stehe auch der innere Schweinehund bei ihnen auf der Matte, verraten sie. Doch damit der sich nicht durchsetzen kann, trainieren sie nur in Ausnahmefällen allein. „Die Überwindung ist einfacher, wenn wir zu zweit sind“, sagt Schwab, „Man muss morgens aufstehen, wenn der andere wartet“, pflichtet ihm Glusanok bei.

In Gedanken aber sind beide schon weiter. In der kommenden Woche helfen sie beim Eishockey-Camp von Rich Chernomaz in Braunlage aus. Schwab kennt den Trainer noch aus seiner kurzen Frankfurter Zeit. Und dann geht’s endlich wieder aufs Eis. „Ein bisschen Zeit, um sich einzugewöhnen“, sagt Glusanok und grinst.

Vielleicht haben die beiden dann auch einen kleinen Vorteil, wenn’s im August die gemeinsame Vorbereitung mit der kompletten Mannschaft losgeht. „Auf den 23. August freue ich mich am meisten“, sagt der gebürtige Kasseler Schwab, der vier Jahre nach seinem Abschied wieder für die Schlittenhunde auf Torejagd gehen wird. Denn dann beginnt das Trainingslager der neuformierten Huskies-Meute in der heimischen Eissporthalle. „Es wird toll sein, die Jungs alle endlich wiederzusehen“, pflichtet ihm Glusanok bei.

Bis dahin aber bleibt noch ein guter Monat Zeit. Für viele gemeinsame Sprints, Treppenläufe und Hürdensprünge.

Von Michaela Streuff

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