Happy End im Jubiläumsspiel

Huskies-Dauerbrenner Sven Valenti: Familie beim 600. Einsatz dabei

Ehrung mit Familie: Zum 600. Spiel gab’s ein Trikot für Sven Valenti. Das Bild zeigt von links Maskottchen Herkules, Sohn Yannik, Ehefrau Christine, Sponsor Bernd Vogel, Tochter Lena, Manager Joe Gibbs und Jubilar Valenti. Foto:  Schachtschneider

Kassel. „Nein“, sagt Sven Valenti, „mein Jubiläumsspiel, das 600. im Huskies-Trikot, das wollte ich nun wirklich nicht verlieren.“ Ziemlich groggy, aber restlos glücklich steht der Kasseler Verteidiger nach dem Happy End gegen Bietigheim Rede und Antwort.

Die Familie mit Ehefrau Christine, den Kindern Lena und Yannik, den angereisten Eltern Danilo und Ellen sowie Schwester Maren muss lange warten auf ihn.

Auch Sven Valenti hat viel Geduld bewiesen in seinem Sportlerleben – und Durchhaltevermögen. „Sonst wäre ich ja nie auf 600 Spiele gekommen allein für die Huskies. Das ist schon eine ordentliche Zahl“, sagt der 40-Jährige. Und ordentlich war auch sein Kracher von der Blauen Linie vor dem 1:0. „Mike Little hat den Puck ganz leicht abgefälscht, dann war er schon drin“, sagt Valenti, der zunächst als Torschütze ausgerufen wurde. „Nein, es grämt mich überhaupt nicht, dass das Tor nicht auf mein Konto gutgeschrieben wurde. Ich bin heilfroh, dass es insgesamt so gelaufen ist.“

Damit meint er das zweite gewonnene Finalspiel, damit meint er aber auch seine glanzvolle Karriere. Papa Danilo (heute 61 und Jugendtrainer in Mannheim) war Verteidiger in Freiburg, als Sven geboren wurde. Klar, dass Eishockey auch sein Sport wurde. Beim ERV Mannheim begann 1992 mit 17 seine Profizeit, 2001 kam er nach Kassel in die DEL – als Stürmer. Seinen ersten Treffer erzielte er im 14. Spiel zum 3:0-Endstand bei den Eisbären in Berlin.

Seither hat er viel erlebt in Nordhessen – „sehr besondere Momente“, wie Valenti bemerkt, schmunzelnd. In Kaufungen ist die Familie heimisch geworden, auch Valentis Exil in Essen und Weißwasser von 2007 bis 2011 wurde hier überbrückt. Aber die Erinnerung ist wach. Ans Viertelfinale 2002, „als wir Nürnberg ausgeschaltet haben und erst im Halbfinale an Mannheim scheiterten“. An den Abstieg gegen Duisburg 2006 und den im Finale 2007 verpassten Aufstieg gegen Wolfsburg. „Aber auch an die Rückkehr in die zweite Liga 2014. Im letzten Hauptrundenspiel gegen Duisburg (1:2 n.P.) hatte Sven Valenti 109 Sekunden vor Schluss zum 1:1 getroffen und so den Huskies das Weiterkommen gesichert.

Vergangenheit. Valenti aber denkt an sein 601. Spiel im blau-weißen Trikot. Heute in Bietigheim. „Und das wird keinen Deut leichter als die beiden ersten Duelle. Die Steelers haben Klasse und ungeheure Kampfkraft. Das haben sie auch in Kassel nachhaltig gezeigt“, sagt Sven Valenti. Und mag über Spiel 602, 603 und 604 nicht reden. Denn es könnte gut sein, dass eines davon sein letztes sein wird im Huskies-Trikot.

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