Eishockey: Drei große Partien am Wochenende

Kassel Huskies spielen gegen Spitzenreiter Bietigheim

Ein Duell, auf das es auch heute ankommt: Husky Jens Meilleur gegen Bietigheims Torwart Sinisa Martinovic. Das erste Spiel in Kassel endete 2:5, in Bietigheim unterlagen die Kasseler 3:5 und gewannen 3:2 nach Penaltyschießen.. Archivfoto:  Schachtschneider/nh

Kassel. Bietigheim – Kassel – Frankfurt – in der zweiten Eishockey-Liga sind Steelers, Huskies und Löwen das Toptrio, das den Ton angibt und die Rangliste anführt.

Wenn diese drei Mannschaften nun binnen 47 Stunden untereinander die Klingen kreuzen, dann gilt für Sportler und Fans: Mehr Spitzenspiele an einem Wochenende gehen nicht!

Hochspannung also ist angesagt. Am Freitag (23. Januar), wenn Spitzenreiter Bietigheim um 19.30 Uhr in der Kasseler Eissporthalle antritt. Und am Sonntag (25. Januar), wenn die Huskies als Zweiter bei den auf Platz drei platzierten Löwen in Frankfurt gastieren (18.30 Uhr).

Es sind neben den Emotionen ein paar wenige Fakten, die die Besonderheit dieser Duelle ausdrücken.

Heimstärke:  Heute spielt die drittbeste Heimmannschaft, nämlich Kassel mit 40 Punkten (besser sind Ravensburg/50, Bietigheim/45), gegen die beste Auswärtsmannschaft der Liga: Bietigheim (48). Am Sonntag dann sind die Huskies als drittbestes Auswärtsteam mit 33 Punkten (besser: Bietigheim/47, Frankfurt/34) am Ratsweg zu Gast, wo die Hausherren sieben von 18 Spielen verloren haben.

Personal: In der Scorerliste der DEL2 stehen drei Bietigheimer in den top Vier. Nur Husky Mike Collins mit 59 Punkten (24 Tore + 35 Vorlagen) hat die Phalanx von David Wrigley (62 – 27 + 35), Matt McKnight (59 – 18 + 41) und Robin Just (55 – 22 + 33) durchbrochen. Allein dieses Toptrio hat 58 von 171 Toren des Spitzenreiters erzielt.

Tore: Kassels zweitbeste Abwehr der Liga spielt heute gegen Bietigheims besten Sturm und am Sonntag gegen Frankfurts zweitbeste Offensive.

Die Besten also sind unter sich am Wochenende. Rico Rossi ist selbst gespannt, wie sich seine Truppe in den Spitzenspielen schlägt. „Natürlich wäre es ein Motivationsschub, wenn wir mit einem Heimsieg gegen den Tabellenführer dann nach Frankfurt fahren könnten“, erklärte der Huskies-Trainer. „Aber er wäre weniger wert, wenn wir bei den Löwen leer ausgehen würden.“

Rossi hofft auf volle Ränge heute (es gibt noch genügend Eintrittskarten aller Kategorien), müht sich sonst aber, die Besonderheit der Topduelle herunterzuspielen. „Wir wollen Platz zwei behaupten, klar. Und in jedem Spiel gibt es drei Punkte zu gewinnen. Also ist es nichts anderes, als würden wir gegen Heilbronn oder Kaufbeuren spielen.“ Und seine Spieler, von denen nur die verletzten Michi Christ und Daniel Kunce weiter ausfallen - seien inzwischen routiniert genug, sich nicht verrückt zu machen vor diesen Spielen.

„Jeder einzelne weiß doch jetzt, wie es läuft – für sich selbst und für das Team“, sagt Rossi. Bestes Beispiel sei Carter Proft: „Er hat sein Tief überwunden und ist wieder im Kommen. Er glaubt an unser Konzept – und wird dafür mit persönlichem Erfolg belohnt.“ Auch in den Topspielen gegen Steelers und Löwen?

Von Gerald Schaumburg

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