Freitag gegen Landshut und Sonntag in Weißwasser

Huskies im Endspurt um die Playoff-Plätze

Feiern heute Abend ein Wiedersehen: Der wiedergenesene Husky Marco Müller (links) und der kanadische Stürmer in Diensten des EV Landshut, Cody Thornton. Foto: Fischer

Kassel. Jetzt geht es richtig rund im Endspurt um die Playoffs. Noch drei Wochenenden sind zu spielen in der DEL 2, Deutschlands zweiter Eishockey-Liga.

Dann steht fest, wer sich direkt für die Playoffs qualifiziert, wer weiter zittern muss und wer gegen den Abstieg kämpft. Die Kassel Huskies stehen vor zwei ganz wichtigen Spielen. Heute (19.30 Uhr) geht es gegen Landshut, am Sonntag reisen die Nordhessen nach Weißwasser, zu den den Lausitzer Füchsen (17 Uhr). Fragen und Antworten vor einem ganz wichtigen Wochenende.

Können die Huskies schon einen entscheidenden Schritt tun? 

Ja, das können sie. Zumindest die Teilnahme an den Pre-Playoffs der Mannschaften auf den Plätzen sieben bis zehn kann nach dem Wochenende feststehen. Vor dem derzeitigen Elftplatzierten Dresden haben die Kasseler 14 Punkte Vorsprung. Bei noch 18 möglichen Zählern bedeutet das: Fünf Punkte würden endgültig Sicherheit bringen. Angesichts der Dresdner Gegner Bietigheim und Frankfurt dürfte sogar eine geringere Punktzahl reichen.

Auch die direkte-Viertelfinal-Qualifikation über die Ränge eins bis sechs wäre bei Siegen ganz nah, denn: Landshut hat als Siebter elf Zähler Rückstand, Sonntagsgegner Lausitz als Achter zwölf Punkten allerdings noch ein Spiel mehr auszutragen. Beide dürften die Huskies bei Niederlagen kaum noch verdrängen können.

Huskies-Verteidiger Marco Müller sagt: „Wir haben zwar ein paar wirklich gute Mathematiker im Team. Aber Rechenspiele beschäftigen uns nicht. Wir denken von Spiel zu Spiel.“

Wie wichtig wäre Platz zwei für die Huskies? 

Die Formel ist ganz einfach: Je weiter oben, desto besser. Nicht nur, weil im Viertelfinale ein vermeintlich leichterer Gegner warten würde, auch, weil der zweite Platz im Viertel- und auch im eventuellen Halbfinale einmal mehr Heimrecht bedeuten würde.

Von den Verfolgern kann Bremerhaven bei fünf Punkten Rückstand, zwei Begegnungen weniger, noch aus eigener Kraft vorbeiziehen. Alle anderen Teams müssen auf Kasseler Patzer hoffen. Trainer Rico Rossi sagt deshalb: „Wir sind in einer guten Ausgangsposition. Mit einem erfolgreichen Wochenende bleiben wir ganz vorn dabei.“

Wie ist die Stimmung bei den Huskies? 

Nach dem 7:1 in Heilbronn, das eine Miniserie vom vier Spielen ohne Sieg beendet, deutlich gestiegen. „Die Jungs sind wieder deutlich lockerer“, sagt Rossi. Ob es ein besonderes Wochenende sei? Rossi; „Wir können das erste Ziel erreichen. Das ist sehr schön. Aber: Die Mannschaft ist Woche für Woche ohnehin sehr konzentriert. Insofern arbeiten wir wie immer.“ Und Müller ergänzt: „Die Offensive war gegen Heilbronn wieder voll da. Das hat Selbstvertrauen gegeben.“

Wie sieht es heute personell aus bei den Gastgebern? 

Sehr gut. Bis auf den Dauerverletzten Daniel Kunce sind alle Huskies an Bord. Auch Müller ist fit, trainiert wieder voll mit. Gegen Bad Nauheim verletzte er sich am Oberkörper, verpasste gegen Kaufbeuren am Sonntag nach 45 Einsätzen in Folge (zwei Tore/zwölf Vorlagen) das erste Spiel in dieser Saison. „Verletzt ist ja niemand gern. Ich bin froh, dass es nicht so schlimm war.“ In den beiden Spielzeiten zuvor hatten ihn Schulterverletzungen zu monatelangen Pausen gezwungen. Müller harmoniert bestens mit Alex Heinrich. „Er ist ist eher offensiv, ich eher defensiv. Das passt super“, sagt Müller.

Was ist das eigentlich für ein Theater um Toni Krinner in Landshut? 

Die Kurzfassung geht so: Toni Krinner kündigte erst seinen Vertrag beim Ligakonkurrenten SC Riessersee, heuerte nur wenige Tage später als Cheftrainer beim EV Landshut an. Riessersee fand das nicht so lustig und erwirkte eine Einstweilige Verfügung vor Gericht. Krinner darf nun nicht im Mannschaftsbus der Landshuter mitfahren, bei Spielen nicht hinter der Bande stehen, die Spielerkabine nicht betreten.

Was erlaubt ist: Krinner darf quasi als Privatmann die Spiele verfolgen und sich in den Pausen mit Co-Trainer Ewald Steiger besprechen. Das dürfte wohl auch heute der Fall sein.

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