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Eishockey-Event: Nacht der Legenden mit Millar, Abstreiter und weiteren Stars

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Von: Gerald Schaumburg

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Mike Millar
Der Torjäger: Mike Millar erzielte von 1994 bis ’ 98 insgesamt 164 Treffer für die Kasseler. © HNA-Archiv

Kassel. Das Wiedersehen mit Stars und Lieblingen der Kasseler Eishockey-Geschichte mobilisiert die Fans: Für die heutige Nacht der Legenden in der Eissporthalle sind an der Tageskasse ab 17 Uhr und im Sportshop nur noch 1200 Stehplatz-Karten zu bekommen.

Und für die nachfolgende Party mit allen Spielern im extra aufgestellten Festzelt sind schon 1200 Tickets verkauft, aber noch weitere Karten à fünf Euro erhältlich.

Die Jungs sind ab 18.30 Uhr zurück in der Stadt, wenn auch nur für wenige Tage. Angeführt von Mike Millar und „Snoopy“ Schnobrich, Tobi Abstreiter und Andi Loth, Chris Spreigl und Peter Roedger, Zdenek Nedved und Vlado Macholda, dazu die Schweden Roger Öhman und Örjan Lindmark, vielleicht auch Roger Hansson (siehe Teamlisten).

Sie können die Nacht der Legenden ab 18.30 Uhr live am Ticker und am Radio verfolgen. Später folgen außerdem Fotos und Videos von dem Event.

Mehr als zwei Monate lang haben Milan Mokros, Ralf Hartfuß, Daniel Lammel, Mario Feigl und Bernd Pressler recherchiert, telefoniert, gefaxt und gemailt, ehe zwei interessante Teams beisammen waren. „Einige Jungs hatten kein Interesse. Aber die, die jetzt kommen, die freuen sich riesig“, berichtet Mokros. Und andere, wie Dave Morrison und Peter Ihnacak, die als Spielerbeobachter der Toronto Maple Leafs zur Junioren-WM geschickt wurden, wären liebend gern dabei. Ebenso wie Greg Evtushevski, der beruflich verhindert ist, und Jeff MacLeod, bei dem ein Familienangehöriger erkrankt ist.

Fotos: Huskies lassen die Hüllen fallen: Kalenderbilder aus dem Jahr 2000

Mokros und seine Mitstreiter, die nach dieser Partie die Organisation solcher Ereignisse an die nächste Generation weitergeben wollen, haben diesmal sogar ein Motto ausgegeben: Es spielt ein Vater-Sohn-Team gegen die Legenden-Truppe. Allen voran der unverwüstliche Herbert Heinrich mit Sohn Stefan, aber auch Sven Valenti mit Vater Danilo, Jiri Mikesz mit Papa Lumir und nicht zuletzt Marc Roedger. Der aktuelle Huskies-Stürmer wurde 1987 in Kassel geboren, als Papa Peter das blau-weiße Trikot trug, und fiebert dem Einsatz mit „Roads“, seinem alten Herren, entgegen.

Mokros, der im Oldies-Team dieses Benefizspiels letztmals die Schlittschuhe als Aktiver schnüren wird, hofft, „dass die jungen Wilden uns ein wenig schonen werden“. Aber „solange wir Luft haben, werden wir alles geben“, verspricht der 54-Jährige.

Von Gerald Schaumburg

Das Programm

17.00 Uhr: Einlass

17.15 Uhr: Spiel der Bambini

17.45 Uhr: Aufwärmen

18.15 Uhr: Vorstellung der Spieler

18.30 Uhr: Spielbeginn (3 x 20 Minuten, die jeweils letzten 5 Minuten läuft die Uhr durch)

Nach dem Spiel: Party im Zelt mit allen Spielern (nur mit Extra-Tickets!)

Das sind die Teams

Team weiß:

Nr. 25 Cestmir Fous (59 Jahre): Der Vater des aktuellen Huskies-Torwarts war zwischen 1980 und ’94 in Iserlohn, Frankfurt, Kaufbeuren aktiv. Betreibt ein Catering-Unternehmen in Brünn.

52 Martin Fous (24): Trägt die 52, weil es das Geburtsjahr seines Vaters und Vorbilds ist.

8 Alex Wedl (42): Der blonde Verteidiger aus Landsberg war 1995 bis ’99 ein Husky, beendete 2008 in Ravensburg die Laufbahn und ist nun in seiner Heimat Landsberg als Versicherungskaufmann tätig.

5 Herbert (53) und Stefan (25) Heinrich: Vater Herbert war 1978 jüngster Spieler im Meisterteam des SC Riessersee und spielte 1983 bis ’87 in Kassel. Seine Rückennummer darf nur er selbst tragen und seine Söhne. Alex (24) aber ist verletzt.

19 Danilo (56) und Sven Valenti (36): Papa Valenti ist Nachwuchs-Cheftrainer in Frankfurt. Sven ist Huskies-Urgestein (2001 - 07, seit 2011), sein Sohn Yannick (10) spielt bei der EJK. Und Svens Schwester Maren (35) bestritt 164 Frauen-Länderspiele und ein PR-Spiel bei den Eisbären Berlin.

81 Lumir Mikesz (48) und Jiri (25) Mikesz: Der Tscheche Lumir war Erst- und Oberliga-Spieler in Wolfsburg, Herne und Adendorf. Sohn Jiri ist seit September ein Husky.

12 Tim „Snoopy“ Schnobrich (43): Nur 16 Spiele bestritt der Amerikaner 1990/91 für den ECK, aber mit 19 Toren war der flinke Flitzer Liebling der Fans. Ging via Nauheim, Augsburg, Heilbronn, Kaufbeuren, Trier, Bremerhaven 2003 heim nach Minnesota, handelt mit Werkzeugen.

11 Peter (51) und Marc (24) Roedger: 1985 - ’88 und ’89 - ’92 stürmte Peter aus Toronto im ECK-Trikot. „Roads“ avancierte zum Kapitän. Sohn Marc kam im vergangenen Winter - zunächst als „Joker“ - in seine Geburtsstadt Kassel zurück.

Trainer: Gerhard Brunner (61) war 1997 deutscher Vizemeister mit den Huskies, beendete 2009 beim SC Riessersee seine Karriere. Der Tölzer lebt als Privatier in Mettmann.

Außerdem: 12 Timm und 14 Matthias Kolodziejczak, 25 Jamie Bartman, 77 Daniel Lammel, 10 Stéphane Robitalle, 3 Shane Tarves, 26 Falk Ozellis, 22 Sascha Schardt.

Team blau:

Nr. 29 Pavel Cagas (48 Jahre): Der Vizemeister-Torwart ’97 ging 1998, beendete die Karriere nach Stopps u. a. in Mannheim und Hannover in Bremerhaven. Der Tscheche organisiert Golf- und Tennisturniere.

1 Sepp Kontny (48): Oh là, là, wir haben einen Torwart! Mit dem „Hexer“ aus Kaufbeuren begann 1990 der Kasseler Aufstieg. Betreut heute den Torwart-Nachwuchs, arbeitet in Kassel im Baustoff-Handel.

4 Vlado Macholda (56): War 1991 - 94 beim ECK. Sohn Petr (29, nun Augsburg) war 2004/5 ein Husky, der hier lebende Roman (15) spielt bei der EJK.

67 Roger Öhman (44): 28 Tore und 49 Vorlagen - der Verteidiger aus Malmö war Garant der Vizemeisterschaft ’97. Ging 1998 und hörte 2004 nach 790 Spielen auf. Sohn Victor (19) spielt in Linköping.

41 Örjan Lindmark (44): Der „eiserne“ Schwede aus Leksands war 1997 - 2004 Defensivstratege der Huskies. Spielte bis April 2011 in Odense. Mit 44!

9 Jedrzej „Jayjay“ Kasperczyk (43): Noch ein Unverwüstlicher: Der polnische Puckzauberer, 1993 - 96 in Kassel, ist noch aktiv bei Oberligist Leipzig. Bilanz: 14 Spiele - 2 Tore - 14 Vorlagen.

13 Mike Millar (46): Laufen, rennen, schießen: Von 1994 bis ’ ’98 war der Kanadier der Torgarant. Ging nach 164 Toren ausgerechnet nach Frankfurt. Handelt heute nahe Toronto mit Immobilien.

26 Andreas Loth (39): Der Rackerer aus dem Allgäu war 1999 bis 2004 der Muster-Husky. Ein Mann nach Hans Zachs Wünschen. Übernahm nach der Karriere 2007 die elterliche Spedition in Schongau.

27 „Käpt‘n“ Tobi Abstreiter (41): Der Landshuter war 1998 bis 2006 der Kopf der Mannschaft. Nach 437 Spielen Abschied wegen Streits mit Ex-Inhaber Lippe. Heute Reebok-Repräsentant.

Trainer: Uli Egen (55) war 1990 bis ’93 Meister des „tödlichen Passes“, dann bis ’98 Manager und Interimstrainer. Sein Kommen war gestern Abend fraglich wegen einer Angina.

Außerdem: 1 Tony Thiel, 6 Mario Feigl, 2 Milan Mokros, 14 Roger Hansson, 10 Peter Ihnacack, 18 Zdenek Nedved, 10 Chris Spreigl, 23 Ralf „Olli“ Hartfuß, 18 Ralf „Zickzack“ Kubiak. (sam)

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