Nach Rückstand im ersten Drittel

7:3 - Huskies feiern Pflichtsieg gegen Heilbronn

Kassel. Nächstes Sechs-Punkte-Wochenende für die Kassel Huskies, dritter Sieg im dritten Spiel gegen Heilbronn und vor allem ein erfolgreiches Ende des Eishockey-Marathons in der DEL 2.

Mit 7:3 (1:2, 3:0, 3:1) feierte der Tabellenzweite einen Pflichtsieg gegen den 13., die Heilbronner Falken.

Das Spiel vor 3185 Zuschauern in der Eissporthalle war das elfte in den vergangenen 22 Tagen. Die Bilanz der Huskies kann sich sehen lassen: Acht Siege (einer nach Verlängerung, einer nach Penaltyschießen) sowie drei Niederlagen (eine nach Penaltyschießen, zwei regulär).

Gegen die Heilbronner war es zwar letztlich die erwartet klare Angelegenheit – doch insgesamt sechs Überzahltore, drei Prügeleien und eine Strafzeiten-Flut im Schlussdrittel verliehen dem Spiel noch eine ganz eigene Note.

Die Kasseler, die erneut auf die angeschlagenen Sven Valenti, Michi Christ und Daniel Kunce verzichten mussten, erwischten keinen Auftakt nach Maß. Sie wurden in den einzigen beiden Powerplays des ersten Drittels kalt erwischt. Zunächst brachte Riley Armstrong aus dem Gewühl heraus die Scheibe irgendwie hinter Jeff Frazee im Huskies-Tor zum 1:0 unter (4.). Bei der neuerlichen Führung war Marcel Kurth vom Bullypunkt erfolgreich (19.). „Da standen wir überhaupt nicht gut“, kritisierte Huskies-Trainer Rico Rossi später.

Da half es auch nicht, dass Matthias Bergmann mit einem Sonntagsschuss zum zwischenzeitlichen 1:1 getroffen hatte (16.). Erst im zweiten Drittel rückten die Hausherren die Verhältnisse wieder zurecht. Passend zu diesem Abend im Powerplay, passend zu ihrem oft so typischen Auftreten in dieser Saison blitzschnell. Dorian Saeftel und Riley Armstrong saßen zeitgleich in der Kühlbox, als Huskies-Kapitän Manuel Klinge innerhalb von 63 Sekunden zweimal kurzen Prozess machte – und das aus fast identischen Situationen heraus. Beim 2:2 traf er zentral von Höhe der Bullypunkte, nur eine Minute später stand er zwei Schritte weiter links. Plötzlich stand es 3:2 (25.).

Kassel Huskies besiegen Heilbronner Falken 7:3

„Das war der Knackpunkt. Danach ist meine Mannschaft besser in Schwung gekommen. Danach haben wir wieder unser druckvolles, routiniertes Offensivspiel gezeigt“, lobte Rossi sein Team. Und weil nun auch Doppelpacks diesen Abend ausmachten, legte Peter Flache (30. und 42.) nach und machte mit den Toren zum 4:2 und 5:2 alles klar. „Das frühe Tor im letzten Drittel war die Entscheidung“, sagte Heilbronns Coach Gerd Wittman, bevor Austin Wycisk und Jens Meilleur noch etwas für das Torverhältnis taten.

Prügeleien beim Spiel Huskies gegen Heilbronner Falken

Richtig eng aber wurde es noch einmal auf der Strafbank. Nach drei Prügeleien nahmen dort zeitweise sieben Spieler Platz – vier Heilbronner und drei Huskies, wobei Husky Carter Proft das Eis wegen einer Spieldauer-Strafe vorzeitig verlassen hatte. Rossi sagte später mit einem Augenzwinkern: „Das ist ein Teil des Spiels. Das waren alle junge Spieler, die wollen sich beweisen. Es war Spaß für die Zuschauer.“

Nun können die Huskies sich ausruhen. Weiter geht‘s erst am Freitag gegen Dresden.

SR Schmidt (Brackwede). Z: 3185

Tore: 0:1 (3:14) Armstrong (Toulmin, Bittner - 5:4), 1:1 (15:38) Bergmann (Collins), 1:2 (18:59) Kurth (Armstrong, Bittner - 5:4), 2:2 (23:13) Klinge (Tomassoni, Collins - 5:3), 3:2 (24:16) Klinge (Carciola, Collins - 5:4), 4:2 (29:56) Flache (Tomassoni), (Klinge, Zeiler), 5:2 (41:15) Flache (Klinge, Zeiler), 6:2 (50:14) Wycisk (Bergmann), 6:3 (51:16) Toulmin (Bittner, Kurth - 5:4), 7:3 (55:28) Meilleur (Flache, Heinrich - 5:4)

Strafminuten: Kassel 23 + 10 Habermann + Spieldauer Proft, Heilbronn 18 + 10 Maginot, Blank

Von Michaela Streuff

Rubriklistenbild: © Schachtschneider

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