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Huskies feiern zweite Derbyparty - diesmal gegen Frankfurt

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Von: Björn Friedrichs

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Denis Shevyrin, Brett Cameron, Oliver Granz und Stephan Tramm jubeln
Denis Shevyrin, Brett Cameron, Oliver Granz und Stephan Tramm jubeln. (Bei dem Foto handelt es sich um ein Bild aus dem Dezember 2021.) © Dieter Schachtschneider

Eiskalt vor dem Tor, ganz stark in der Abwehr, ein brutal guter Torwart – das ist das Erfolgsrezept für den Derbysieg der Kassel Huskies bei den Löwen Frankfurt.

Frankfurt - 5:3 (2:0, 2:1, 1:2) besiegten die Huskies ihren Erzrivalen.

Mit den Rückkehrern Mitch Wahl, Dieter Orendorz sowie Neuzugang Joel Broda starten die Huskies. Und wie. Wer ist hier das Spitzenteam, das vier Spiele in Folge gewonnen hat und aufsteigen will, wer ist der noch immer leicht ersatzgeschwächte Außenseiter? Das sieht man im ersten Abschnitt kaum. Klar, die Löwen haben mehr Scheibenbesitz, setzen sich häufiger fest. Aber die Huskies zeigen das, was schon gegen Bad Nauheim am Donnerstag der Schlüssel zum Derbysieg war: eine bärenstarke Abwehrleistung mit einem starken Torhüter. In den ersten zehn Minuten hat Frankfurt keine gefährliche Torchance – und als Ex-Husky Ryon Moser mal gefährlich um das Tor kurvt und Neffin fordert (11.), da steht es schon 2:0 für die Huskies.

Zweimal machen sie richtig Alarm vor Jake Hildebrand, spielen mehrere Chancen heraus und belohnen sich. Erst staubt Denis Shevyrin eiskalt vor dem Tor aus dem Gewühl heraus ab (7.), dann macht es ihm Fabian Ribnitzky nach (9.). Der erste Treffer im Profibereich für den Verteidiger, der vor einer Woche seinen 22. Geburtstag feierte. Da steht er dann, grinst breit und weiß gar nicht so recht, wie man ein Tor bejubelt.

Die Löwen schütteln sich nach dem Rückstand, kommen zu mehr Abschlüssen. Aber Neffin, der schon bei der 2:4-Pleite beim ersten Duell in Frankfurt ein starker Rückhalt war, lässt keine Scheibe prallen. Die beste Gelegenheit hat Dylan Wruck, der aus freier Position an dem jungen Goalie scheitert (13.).

Für die Huskies ist dann Neuzugang Broda fast noch erfolgreich. Er versucht es frech aus spitzem Winkel, Hildebrand reagiert gar nicht, hat aber Glück, dass der Puck von seinem Schläger über das Tor hüpft (17.).

Dann ist Drittelpause – und die Haupttribüne plötzlich voll. Zahlreiche Zuschauer sind aufgetaucht, mit Klatschpappen wollen sie die Löwen nach vorne peitschen. Das geht ganze 35 Sekunden so, dann lassen die Huskies sie verstummen. Bullygewinn Broda, humorloser Schlenzer von Wahl in den Winkel – 3:0.

Auf der anderen Seite bleiben die Huskies in der Defensive ihrem Motto treu: mit vollem Einsatz verteidigen. Erst rettet Neffin gegen Nathan Burns, dann wirft sich Rausch in den Nachschuss. Nach der Hälfte der Spielzeit sind die Löwen dann doch erfolgreich. Kyle Sonnenburg schlenzt von der Blauen Linie Richtung Tor, der erfahrene Adam Mitchell hält den Schläger rein und fälscht unhaltbar zum 1:3 ab.

Jetzt also Dauerdruck der Hausherren? Von wegen. Erst verpasst Hans Detsch nach schöner Kombination das Gehäuse noch ganz knapp (32.), dann baut Lukas Laub die Führung auf 4:1 aus. Maxim Rausch schießt von der Blauen Linie, vor dem Tor legt Broda den Abpraller quer und Laub schiebt locker ein.

Diese Führung nehmen die Huskies mit in die Drittelpause. Weil sie in Unterzahl nichts zulassen und Neffin Sekunden vor der Sirene gegen den freistehenden Maximilian Faber rettet.

Das Schlussdrittel beginnt dann optimal – erst muss Frankfurts Markus Freis auf die Strafbank, dann Marius Erk. Zweifache Überzahl für Kassel. Und die nutzen sie. Oliver Granz zieht rechts vor das Tor, spielt die Scheibe vor das Gehäuse – und plötzlich liegt der Puck im Tor. Ein Frankfurter hat abgefälscht. Granz zieht die Schultern hoch: So einfach ist das also. 5:1 (43.).

Spiel entschieden? Nein. Denn Frankfurt kommt – etwas aus dem Nichts – zurück. Moser ist es, der mit der ersten guten Gelegenheit auf 2:5 verkürzt (50.). Jetzt schwimmen die Huskies, die Beine werden schwer. Aber sie haben Neffin. Der rettet gegen Manuel Strodel (51.), gegen Kevin Maginot (52.), gegen Yannick Wenzel (53.), gegen Wruck (55.). Gegen Brett Breitkreuz ist er aber machtlos. Macht nichts, neun Sekunden vor Schluss kommt das 3:5 zu spät. Die Huskies feiern die zweite Derbyparty innerhalb drei Tagen.

Der Ticker zum Nachlesen.

So haben die Kassel Huskies gespielt

SR: Bauer/Engelmann

Tore: 0:1 (06:27) Shevyrin (Cameron, Detsch), 0:2 (08:52) Ribnitzky (Shevyrin, Cameron), 0:3 (20:35) Wahl (Broda), 1:3 (30:32) Mitchell (Sonnenburg, Schwartz), 1:4 (32:51) Laub (Broda, Rausch), 1:5 (42:39) Granz (Rutkowski, Broda - 5:3), 2:5 (49:13) Moser (Breitkreuz), 3:5 (59:51) Breitkreuz (Wruck, Schwartz)

Strafminuten: Frankfurt 10 - Kassel 18

Von Björn Friedrichs

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