Ab 20 Uhr in Bremerhaven

Huskies gastieren heute Abend beim DEL2-Spitzenreiter

Im ersten Duell flogen die Fäuste: Bremerhavens Radek Havel (links) und Husky Jean-Michel Daoust. Fotos: Schachtschneider

Kassel. Es ist das Spitzenspiel des 34. Spieltages in der DEL 2 - und mit dabei sind die Kassel Huskies.

Dienstagabend (20 Uhr) tritt der Drittplatzierte der Liga bei den Fischtown Pinguins in Bremerhaven an, dem souveränen Tabellenführer. Und es ist eine Paarung, die nicht nur deshalb aufhorchen lässt.

Huskies aktuell: Wir informieren heute ab 20 Uhr auf www.kassel-live.deüber die Zwischenstände aus Bremerhaven.

Huskies, Bremerhaven, richtig, da war doch was. Rückblick. 1. November. Es läuft das zweite Duell dieser Saison zwischen beiden Teams (2:5). Die letzten 95 Sekunden schreiben Geschichte - im negativen Sinne. Denn aus diesen letzten anderthalb Netto-Spielminuten werden brutto fast 30. Und mit Eishockey haben die nichts mehr zu tun. Die Fäuste fliegen. Es wird geprügelt, geprügelt, geprügelt. Bei der Pressekonferenz geraten zudem die Cheftrainer Rico Rossi und Benoit Doucet aneinander. Das Ende vom Lied: 254 Strafminuten und unter anderem 5000 Euro Strafe für beide Teams wegen grob unsportlichen Verhaltens.

All das jedoch ist längst abgehakt. „Das ist damals aus dem Ruder gelaufen. Wir werden uns nicht provozieren lassen“, sagt Huskies-Coach Rossi. Torhüter Markus Keller sieht das ähnlich: „An dem Abend waren so viele Emotionen dabei. So etwas wird es nicht noch einmal geben.“

Die Lage bei den Huskies

Sie ist richtig gut. Das zeigte sich einmal mehr beim 3:0 gegen den SC Riessersee am Sonntagabend. Zum vierten Mal in dieser Saison feierte Keller einen Shutout, ein Spiel ohne Gegentor. Dazu präsentierten sich die Huskies als ausgeglichene Einheit. „Wir spielen im Moment richtig gut. Ob nun zu null oder nicht: Es freut mich natürlich. Aber wichtiger sind die drei Punkte“, betont Keller. Auch Rossi lobt sein Team: „Es gibt keinen Unterschied zwischen Stürmer Nummer eins und Stürmer Nummer zwölf oder zwischen Verteidiger Nummer eins und sieben.“

Hielt gegen Riessersee zum vierten Mal den Kasten sauber: Huskies-Torhüter Markus Keller.

Heute Abend allerdings braucht der Trainer jene zwei, drei Spieler, die aus der Einheit herausstechen - im positiven Sinne. „Wir brauchen diese Jungs, die den Unterschied machen können. Neben einer Top-Defensiv-Leistung, neben einer disziplinierten Spielweise.“

Die, die den Unterschied machen können, könnten beispielsweise die Torschützen gegen Riessersee sein: Kapitän Manuel Klinge, der immer besser in Tritt kommt, und Topscorer Jamie MacQueen. „Er hat dieses Talent, das kannst du nicht lernen“, schwärmt Rossi. Zwar fehlen weiterhin die verletzten Austin Wycisk und Alex Heinrich, doch Taylor Carnevale hat sich aus dem Huskies-Lazarett verabschiedet. Der Kanadier hat die erste komplette Trainingseinheit mit der Mannschaft absolviert. „Wir hoffen, dass er am 15. Januar wieder spielen kann“, sagt der Coach.

Die Lage beim Gegner

„Die Bremerhavener sind das beste Team der Liga. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in den Playoffs gegen sie jemand vier Spiele gewinnen kann. Wenn sie nicht die Meisterschaft holen, wäre das eine riesige Enttäuschung“, sagt Rossi über den souveränen Spitzenreiter. „Sie haben vier starke Angriffsreihen. Das ist eine harte Aufgabe, auch für mich als Torhüter. Bremerhaven ist einer der unangenehmsten Gegner der Liga“, ergänzt Keller.

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