Rote Teufel

Huskies-Gegner Bad Nauheim hat sich verändert: Neuer Cheftrainer, neuer Torhüter

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Neuer Cheftrainer in Bad Nauheim: Christof Kreutzer.

Am Freitag starten die Kassel Huskies mit einem Derby bei den Roten Teufeln in Bad Nauheim in die neue DEL-2-Saison (19.30 Uhr, Colonel-Knight-Stadion). Bei den Gastgebern in der Wetterau hat sich einiges getan. Ein Überblick. 

Die Erwartungen sind groß. Und die Vorfreude ebenso. Mit Platz fünf in der Vorsaison und der Verpflichtung von Christof Kreutzer als Nachfolger für Trainer Petri Kujala hat der EC Bad Nauheim Schlagzeilen geschrieben. Die Playoff-Qualifikation, es wäre die dritte in der sechsten Saison nach dem Wiederaufstieg, ist das Ziel.

Die Roten Teufel planen auf dem Level der beiden Vorjahre. Mit einem Budget von 2,5 Millionen Euro und rund 2500 Zuschauern (bei mehr als 800 Dauerkarten). 13 Spieler, die in der Vorsaison so unglücklich an Kaufbeuren im Playoff-Viertelfinale gescheitert waren, sind geblieben. Die Team-Hierarchie wird sich dennoch verändern. 

Tor: Die neue Nummer eins ist Jonathan Boutin. „Ich habe die DEL2 einst als einer der besten Torhüter verlassen. Und so möchte ich auch zurückkehren“, sagt der 33-Jährige, der im Vorjahr beim DEL-Klub Augsburg nicht mehr glücklich geworden war. Mit dem dreifachen Zweitliga-Torwart des Jahres sollten die Roten Teufel den Abgang von Felix Bick (Frankfurt) kompensiert haben. Wieder auf dem Eis steht Jan Guryca, der die komplette Vorsaison aufgrund einer Kreuzbandverletzung verpasst hatte.

Abwehr: Ex-Nationalspieler Marcel Brandt, der den Roten Teufeln in den letzten acht Wochen der Saison seinen Stempel aufgedrückt hatte, ist nicht zu ersetzen. Mit Mike Dalhuisen hat Kreutzer der Defensive einen gewissen exotischen Anstrich verliehen. Den Niederländer hat man aufgrund seiner Staatsangehörigkeit nicht so recht auf dem Schirm. Er stand zuletzt in Russland unter Vertrag. „Ich bin von ihm überzeugt“, sagt Kreutzer. Verlängert wurde mit Steve Slaton, Daniel Stiefenhofer, Jannick Woidtke (angesichts seiner Verletzung im Januar fast schon ein Neuzugang) sowie Daniel Ketter, dem letzten noch verbliebenen Spieler aus der Oberliga-Meistermannschaft von 2013. In die Fußstapfen von Marius Erk (Frankfurt) soll der gebürtige Nauheimer Garret Pruden treten. Eigengewächs Jan Wächtershäuser darf hineinschnuppern. Ein längerfristiger Ausfall dürfte in dieser Besetzung aber nicht zu kompensieren sein.

Angriff: Der Top-Scorer blieb – und er brachte diesmal auch seinen Bruder mit. Die Roten Teufel haben die Sylvester-Brüder Cody (allerdings im Derby gegen Kassel aufgrund einer Sperre aus der Vorsaison gesperrt) und Dustin als Hoffnungsträger gesetzt. Die dritte Kontingentstelle besetzt unverändert James Livingston. In der Saison 2016/17 hatten die drei Kanadier noch gemeinsam in Dornbirn in der Alpenliga unter Vertrag gestanden. Ziehen ließ man dafür Mike McNamee (Dänemark). Mit Harry Lange (künftig Assistenztrainer), Dusan Frosch (Rosenheim) und Andreas Pauli (Bad Tölz) haben drei prägende Rote Teufel die Wetterau verlassen, auch Dominik Meisinger (Frankfurt) ist nicht mehr dabei.

In ihre Fußstapfen treten – mit reichlich Scoring-Qualitäten aus der Oberliga – Maximilian Hadraschek und Andrej Bires. Die Überraschung in der Vorbereitung: Nicolas Strodel. Der Tryout-Spieler aus dem U20-Nationalkader hatte schnell überzeugen können und wurde unter Vertrag genommen.

Fazit: Bad Nauheim zählt zu den Top-Ten-Kandidaten. Ob es am Ende erneut zu einer direkten Playoff-Qualifikation, bleibt aber abzuwarten.

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