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Kassel Huskies gewinnen Topspiel in Landshut nach spannender Schlussphase

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Von: Björn Friedrichs

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Haben gut lachen: Die Kassel Huskies mit (von links) Tom Geischeimer, Alec Ahlroth und Jamie Arniel bejubeln das zwischenzeitliche 3:0.
Haben gut lachen: Die Kassel Huskies mit (von links) Tom Geischeimer, Alec Ahlroth und Jamie Arniel bejubeln das zwischenzeitliche 3:0. © Wolfgang Fehrmann

Das erste Spitzenspiel des Wochenendes ist gewonnen: Beim EV Landshut verteidigen die personell geschwächten Kassel Huskies in der Schlussphase ihre Führung.

Landshut/Kassel – Es laufen die letzten Sekunden des Topspiels der DEL 2. Die Kassel Huskies führen knapp beim EV Landshut, die Hausherren werfen alles nach vorne. Sie schießen, versuchen es wieder und wieder, die Spannung ist greifbar – aber Kassels Abwehr hält dicht. So feiert der Eishockey-Zweitligist einen 3:2 (1:0, 2:0, 0:2)-Sieg.

Dabei haben die Huskies einige Baustellen. Zwar ist Thomas Reichel wieder da, der am Vortag noch mit Wolfsburg in Augsburg gespielt hat, doch zu den eh schon zahlreichen Ausfällen kommen Oleg Tschwanow und Stephan Tramm (beide krank) hinzu. Aber manchmal ist es ja so, dass geschwächte Teams zusammenrücken. Füreinander Kämpfen. Über Schmerzen hinweggehen. So auch die Huskies. Jake Weidner scheitert aus spitzem Winkel an Sebastian Vogl (3.), bei Landshut sind die Ex-Huskies und Jetzt-Landshuter Brett Cameron und Yannik Valenti zu Beginn gefährlich. Cameron scheitert an Jake Kielly (1.), Valenti am Pfosten (12.).

Keck trifft in Unterzahl

Auffällig ist in der Anfangsphase auch: Die beiden Goldhelme Joel Lowry und Tyson McLellan scheinen eine offene Rechnung zu haben, geraten immer wieder aneinander. Lowry muss dann auf die Strafbank. Ein Bärendienst? Ganz im Gegenteil! Die Huskies kontern in Unterzahl, ausgerechnet der bis dato eher glücklose Tristan Keck zieht durch Vogls Ärmel hindurch ab – 1:0 (16.). Mit der Führung geht es auch in die erste Pause, weil erst Kielly gegen Nick Pageaus Hammer rettet (17.) und dann Weidner gerade noch den Schläger an den Puck bekommt, bevor Cameron einschieben kann (19.).

Im zweiten Drittel geht es brisant weiter. Taucht ein Team vor dem Tor auf, wird es brandgefährlich. Und im Falle der Huskies auch erfolgreich. Lowry behauptet den Puck stark an der Bande, Alec Ahlroth spielt vor das Tor, wo Jamie Arniel den Schläger hinhält und unter Vogls Arm hindurch zum 2:0 trifft (25.). 30 Sekunden später trifft Max Faber die Latte, auf der anderen Seite fängt Valenti einen Pass ab, findet aber keinen Weg vorbei an Kielly (27.).

Trotz Drei-Tore-Führung nochmal spannend

Die Huskies bleiben ihrerseits clever – und das, obwohl mit Steven Seigo ein weiterer Leistungsträger nicht mehr mitspielen kann. Sie nehmen Landshuts Topspieler aus dem Spiel, von McLellan und Marco Pfleger ist kaum etwas zu sehen. Und vorne, da verwerten die Huskies ihre Chancen. Lowry, der allein wegen seiner Präsenz ein starkes Spiel zeigt, bindet mehrere Gegenspieler und legt dann nach links zu Arniel. Der zieht ab und erwischt Vogl im kurzen Eck (34.).

Aber: Gegen Landshut darf man sich eines Sieges nie zu sicher sein. Der EVL hat in dieser Saison schon mehrmals deutliche Rückstände aufgeholt. Auch gegen die Huskies? Im Schlussdrittel dauert es nur 41 Sekunden, da verkürzt Jakob Mayenschein per Abstauber. Dann muss Marco Müller auf die Strafbank – kommt Landshut jetzt ran? Nein. Weil Kielly gegen Pfleger zur Stelle ist (43.). Und weil Arniel für seinen Torwart rettet, als der Puck Richtung Torlinie trudelt (50.).

Den Huskies geht spürbar die Kraft aus. Tom Geischeimer muss kurz vor Ende auf die Strafbank, Landshut nimmt den Torwart raus. Valenti trifft erst freistehend die Latte, dann aber verkürzt der Sohn der Kasseler Legende Sven Valenti doch noch per Direktschuss auf 2:3 (58.). Landshut greift weiter an, ist drückend überlegen. Aber die Huskies halten stand – und gewinnen das Topspiel.

Die Statistik

SR: Schütz/Harrer - Z: 2496

Tore: 0:1 (15:02) Keck (Müller - 4:5), 0:2 (24:58) Arniel (Ahlroth, Lowry), 0:3 (33:50) Arniel (Lowry, Faber), 1:3 (40:41) Mayenschein (Cameron, Hult), 2:3 (57:40) Valenti (Pageau, Pfleger - 5:4)

Strafminuten: Landshut 4 - Kassel 10

Von Björn Friedrichs

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