Huskies verdrängen Frankfurt von Rang drei

Kasseler Eishockey-Cracks siegen 6:2 beim SC Riessersee

Zweifacher Torschütze: Braden Pimm, hier vor dem Frankfurter Clarke Breitkreutz (rechts) und Sven Valenti, erzielte beim Triumph in Garmisch-Partenkirchen seine Saisontreffer acht und neun. Archivfoto: Schachtschneider

Der goldene Oktober der Huskies geht weiter: Mit einem 6:2 beim SC Riessersee schraubten die Kasseler am Sonntag ihre Erfolgsserie in diesem Monat auf 20 Punkte aus acht Spielen.

Damit bleiben sie in der DEL2 vorn dabei. Nur in einem der letzten zwölf Spiele – 2:6 gegen Bietigheim – haben die Nordhessen nicht gepunktet.

Doch wie schon am Freitag gegen Freiburg kamen die Kasseler auch in Garmisch-Partenkirchen am Sonntag zunächst nur schwer in Tritt. Vom ersten Bully weg machten die Hausherren Druck und drohten, die in der Defensive diesmal oftmals wackeligen Gäste zu überrollen. Doch zum Glück blieb es beim frühen 1:0 des SCR durch Johanssons Überzahltor (3.) – und die bis dahin offensiv kaum in Erscheinung getretenen Huskies stellten urplötzlich den Spielverlauf auf den Kopf. Kevin Maginot schlenzte die Scheibe von der Blauen Linie vor Joey Vollmers Kasten und überraschte den Torwart am kurzen Eck. 1:1 nach 17 Minuten förmlich aus dem Nichts durch den ersten Saisontreffer des Mannheimer Förderlizenzlers, dem Braden Pimm auch noch das 2:1 (19.) folgen ließ: Sven Valenti war zunächst noch an Vollmer gescheitert, doch bevor der Zerberus wieder auf die Beine kam, vollstreckte der Kanadier eiskalt.

Und nach einer halben Stunde jubelte er noch einmal. Adriano Carciolas scharfe Hereingabe lenkte er in zentraler Position flach zum 3:1 ins Netz (30.). Sein neuntes Saisontor. Dem nur 26 Sekunden später sogar das 4:1 der Kasseler folgte: Jean-Michel Daoust scheiterte zunächst noch am famos reagierenden Vollmer, den Nachschuss aber bugsierte er kühl über die Linie.

Drei Tore Vorsprung für die Huskies nun, die zuvor selbst eine fünfminütige Überzahl ungenutzt gelassen hatten, nachdem der junge Ersatzspieler Tolle Jamie MacQueen unglücklich im Gesicht getroffen hatte und duschen gehen musste. Während der SC Riessersee viel investierte und vehement anstürmte, agierten diese Kasseler clever, gnadenlos und höchst effektiv im Spiel fünf gegen fünf.

Ein Auftreten, das die Hausherren demoralisierte. Und als Taylor Carnevale nach 66 Sekunden des letzten Drittels gar auf 5:1 erhöhte, waren die Hoffnungen des SCR und seiner Fans auf einen erfolgreichen Endspurt beim Familientag im Eisstadion zerstört. Zumal Schultz’ Tor zum 2:5 postwendend durch Carnevale gekontert wurde, der im Nachschuss auf 6:2 erhöhte.

Statistik

Schiedsrichter: Bidoul (Sonthofen).

Zuschauer: 2315

Tore: 1:0 (2:18) Johansson (Schultz - 5:4), 1:1 (16:44) Maginot (Proft, Wycisk), 1:2 (18:45) Pimm (Valenti, Klinge), 1:3 (29:00) Pimm (Carciola), 1:4 (29:26) Daoust), 1:5 (41:06) Carnevale (Meilleur), 2:5 (45:27) Schultz (Beck), 2:6 (48:48) Carnevale (Sturm - 5:4)

Strafminuten: Riessersee 14 plus 5 und Spieldauer Tolle, Kassel 10

Von Christian Fellner

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