Löwen Frankfurt holen zwei Neue

DEL2 sperrt Huskies-Stürmer Habermann für zwei Spiele

Kassel. Thema Nummer eins im nordhessischen Eishockey-Lager ist das Hessenderby der Huskies am Freitag in Frankfurt (19.30 Uhr).

Doch vor dem Gastspiel der Huskies bei den Löwen hat der Disziplinarausschuss der DEL2 den Nordhessen einen Strich durch die personelle Rechnung gemacht.

Marco Habermann wurde wegen einer Aktion am Sonntag in Weißwasser nachträglich für das Hessenduell und für die Heimpartie am Sonntag gegen Crimmitschau (17 Uhr) gesperrt.

Ein Urteil, das für Rico Rossi und die Verantwortlichen der Huskies auch nach mehrfacher Videosichtung nicht nachvollziehbar ist. „Das war kein schmutziges Spiel und keine brutale Aktion von Marco“, beteuerte Trainer Rossi. Und obwohl Schiedsrichter Eugen Schmidt aus Brackwede bei freier Sicht „völlig korrekt“ kein Foul angezeigt habe, werden die Huskies laut Presseerklärung die Strafe wegen eines - so das Urteil - „matchstrafenwürdigen Bandenchecks mit hohem Stock“ akzeptieren.

Grundsätzlich halten es die Kasseler für richtig, dass zum Schutz der Spieler die Ligenleitung im Nachhinein Spielszenen überprüfen kann. Wenn aber die Schiedsrichter freie Sicht hätten auf das Geschehen, dann sollten in der Regel die Tatsachenentscheidungen gelten.

Die Lausitzer Füchse hatten nicht nur dieses eine Verfahren gegen Habermann beantragt, sondern auch noch ein zweites gegen denselben Kasseler Stürmer und ein drittes gegen Husky John Zeiler, der ohnehin eine Spieldauerstrafe kassiert hatte. In diesen beiden Fälle aber, so der Disziplinarausschuss, habe der Schiri ausreichend und korrekt bestraft. Zeiler ist also in Frankfurt ebenso spielberechtigt wie Sebastian Alt, der in Weißwasser wegen eines Fouls mit hohem Stock und Verletzungsfolge ebenfalls vorzeitg ausgeschlossen worden war.

Finne Ore vertritt Hogan

Bei den Löwen am Main indes sollen am Freitag gegen die Huskies zwei Neuzugänge ihr Debüt geben. Im Tor wird der Finne Antii Ore (35) den wegen einer Leistenverletzung mehrere Wochen fehlenden Bryan Hogan (25/USA) ersetzen, im Angriff kreuzt der Deutsch-Kanadier Justin Kirsch (22) auf. Schlussmann Ore kommt vom finnischen Erstligisten IFK Helsinki, hat aber schon seit Jahren wenig Spielpraxis und bleibt nur, solange Hogan ausfällt. Kirsch indes hat einen Vertrag bis zum Saisonende, kommt vom ECHL-Team Missouri und gilt als junger, ehrgeiziger Ergänzungsspieler bei den Löwen.

Die wollen „bereit sein, wenn eine Tür zur DEL aufgeht“, wie Geschäftsführer Stefan Krämer erklärte, sind in der Tabelle aber auf Rang zehn abgerutscht, mit 31 Zählern deutlich hinter den Kasselern (3./37). Nur eines der letzten fünf Spiele wurde gewonnen – 4:1 in Crimmitschau.

Was auch an den zahlreichen Ausfällen liegt. Verteidiger James Jarvis hat sich abgemeldet, Marc Schaub, Kyle Osrow, Thomas Ziolkowski, Dennis Reimer, Lukas Gärtner, David Cespiva und Richard Mueller waren verletzt.

Von Gerald Schaumburg

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