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Huskies heiß auf Spiel des Jahres

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Von: Michaela Streuff

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Ausgelassene Freude: So wie hier Patrick Schädel bei seinem ersten Saisontor gegen die EG Diez/Limburg am 9. Oktober, wollen die Huskies auch gegen Mainz am Sonntag in der heimischen Eissporthalle jubeln. Foto: Fischer/nh

Kassel. Es ist das Spiel des Jahres. Die Partie, auf die Fans und Mannschaft gleichermaßen seit Monaten hinfiebern. Der sportliche Höhepunkt des Eishockey-Neustarts in der Hessenliga: Gegen die Mainzer Wölfe geht’s für die Kassel Huskies am Sonntag, 17 Uhr, in der heimischen Eissporthalle um den Aufstieg.

„Jedes Spiel hat seinen Reiz, aber dieses ist natürlich ein besonderes. Es wird uns spielerisch und taktisch am meisten abverlangen“, sagt Huskies-Kapitän Matthias Kolodziejczak, von allen nur Kollo genannt. Beide Teams sind noch ungeschlagen, beide weisen die besten Torverhältnisse der Liga auf: Mainz ist mit zwei Spielen mehr als die Huskies Spitzenreiter (157:27 Tore). Die Schlittenhunde knackten erst am vergangenen Sonntag die 200-Tore-Marke.

Ruhe bewahren

Ein Spaziergang wird es natürlich nicht. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht ins offene Messer rennen“, mahnt Kolodziejczak zur Ruhe. Eine Ansicht, die auch Huskies-Trainer Milan Mokros teilt. „Die Jungs sind für meine Verhältnisse fast schon ein wenig zu heiß. Wir müssen versuchen, sie zu bremsen.“ Und genau deshalb freut er sich darauf, dass neben Kollo und Shane Tarves mit Jason Meyer und Paul Geddes heute Abend zwei weitere Oldies beim Abschlusstraining mit auf dem Eis stehen. Spieler, die mit Erfahrung und Übersicht den jugendlichen Übermut ausgleichen und Ruhe ins Spiel der Huskies bringen sollen.

Auch wenn Tarves gesteht: „Alter schützt vor Aufregung nicht.“ Noch hat sich Mokros nicht endgültig entschieden, wie er die Reihen neu zusammensetzt. Fest steht nur: Einzig die erste Sturmreihe bleibt unverändert mit Alexander Heinrich, Florian Böhm und Patrick Berendt. Marc Roedger, der laut Mokros beim ersten gemeinsamen Training am Mittwoch spielerisch und menschlich einen tollen Eindruck bei allen hinterlassen habe, spielt mit Patrick Schädel in der zweiten Angriffsreihe.

Themm verletzt

Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Torhüter Steve Themm, der sich beim Training des Oberligisten Leipzig verletzt hat. Fällt er aus, dürfte Julian Meyer wieder zwischen den Pfosten beginnen. Bis Sonntag sollen die letzten Grippekranken um Angreifer Oliver Wohlrab wieder fit sein, hofft Mokros. Auch Tarves wird auf der Bank sitzen und zumindest in der vierten Reihe zu Kurzeinsätzen kommen. „Wir sind hochmotiviert. Alle vier Reihen sind da, um das Spiel zu gewinnen“, sagt der 56-Jährige.

Und natürlich setzen die Huskies auf die Unterstützung der Zuschauer. Wahrscheinlich heißt die Durchsage am Sonntagabend: ausverkauft. „Die Fans werden eine große Hilfe sein“, sagt Schädel. Trotz aller Vorsicht: Zweifel an einem Sieg hat in den Reihen der Huskies niemand. Es ist genau das Selbstvertrauen, mit dem das Team ins Spiel des Jahres gehen muss.

Von Michaela Streuff

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