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Nach Pleite wieder Sieg: Huskies bezwingen Ice Devils 20:1

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Kassel. Nach der Pleite in Frankfurt haben die Kassel Huskies in der Hessenliga am Sonntag wieder einen Sieg eingefahren: Sie bezwangen die Ice Devils Bad Nauheim in der Kasseler Eissporthalle 20:1.

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Kassel. Nach dem Hessencup ist vor der Hessenliga. Die Pflicht nach der Kür. Liga-Alltag anstelle des Derbys. Ice Devils Bad Nauheim anstatt der Löwen Frankfurt. Soweit die Fakten. Doch über allem lagerte gestern Nachmittag in der Kasseler Eissporthalle natürlich die Frage: Wie würden die Schlittenhunde mit der Lehrstunde, dem bitteren 1:10 vom Freitag in Frankfurt, umgehen?

Hatte es Spuren hinterlassen? Nein. Die Antwort fiel am Ende erwartungsgemäß eindeutig aus: Mit 20:1 (4:0, 5:1, 11:0) schickten die Huskies die völlig überforderten Gäste zurück in die Heimat. "Ich bin mir sicher, sie haben die Niederlage weggesteckt. Das müssen sie auch", prophezeite der etatmäßige Kapitän Matthias Kolodziejzcak, der wegen einer Knieverletzung nicht spielen konnte, vor dem ersten Bully.

Doch so ganz hatten die Huskies die anfangs doch noch nicht aus den Köpfen verbannt. Fast schien es, als ob eine Band aus den 80er-Jahren Pate gestanden hatte für das erste Drittel: Erste allgemeine Verunsicherung. Zwar legte Patrick Berendt gleich in der dritten Minute zum 1:0 vor. Doch für lange Zeit blieb das der einzige Treffer, den die 3142 Zuschauer bejubeln konnten.

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An Chancen mangelte es den Schlittenhunden zwar nicht. Doch die Ausbeute blieb äußerst mager angesichts der zahlreichen Großchancen. Zu ungenau im Abschluss vergaben Alexander Heinrich, Oliver Wohlrab und Oliver Mizera gleich ein Dutzend guter Gelegenheiten. Mit vehementen Kassel-Rufen feuerten die Fans ihre Schlittenhunde an.

Es war die nötige Initialzündung. Binnen anderthalb Minuten sorgte die starke erste Sturmreihe mit Berendt, Florian Böhm und Rückkehrer Alexander Heinrich für die mehr als verdiente 4:0-Führung zur Drittelpause. Jeder Schuss, der vorher noch daneben gegangen war, saß nun. Unterbrochen wurde die gute Laune der Huskies-Fans lediglich durch einen regelwidrigen Treffer der Bad Nauheimer. Der Puck zappelte nach einem Schuss von Ralf Böhm zwar auf der Linie, doch überquerte diese nicht.

Das Kasseler Schiedsrichtergespann Günther/ Kubiak gab den Treffer trotzdem. Machte aber nix. Denn danach ging die Hessenliga wieder ihren gewohnten Gang. Vorlage, Schuss, Treffer, Ramalamading-Dong. Und die teilweise schwierige Aufgabe, vor lauter Torjubel alle Torschützen noch richtig zu erkennen. Es blieb Zeit und Platz für richtig sehenswerte Treffer, begünstigt durch Gäste, denen im letzten Drittel die Kraft ausging und die daraufhin jegliche Gegenwehr einstellten: Maximilian Röllig und Dave Marvin Rauthe trafen binnen zehn Sekunden (25.) zweimal aus fast identischer Situation.

Verteidiger Stefan Heinrich nahm in der 31. Minute genau Maß und traf mit einem satten Schuss vom Bullykreis zum 9:1. Oliver Mizera umkurvte drei Gegenspieler und belohnte diesen schönen Sololauf mit dem Treffer zum 15:1. Für den inoffiziellen Titel "Tor des Tages" aber reichte auch dieser Auftritt nicht. Denn danach kam Niels Hilgenberg. Mit einem Sonntagsschuss von der blauen Linie knallte er den Puck unter die Latte zum 16:1 (48.). Und so stand nach der Schlusssirene die Erkenntnis: Frankfurt ist abgehakt. Der Hessenliga-Party hat die Niederlage gegen den Regionalliga-Spitzenreiter nichts anhaben können. (mis)

Schiedsrichter: Günther/ R. Kubiak (beide Kassel)
Tore: 1:0 (2:45) Berendt (A. Heinrich, Böhm), 2:0 (13:19) Berendt, 3:0 (13:42) A. Heinrich (Böhm, D. Klinge), 4:0 (14:33) Böhm (Berendt, A. Heinrich), 5:0 (21:35) A. Heinrich (Böhm), 5:1 (22:55) Ralf Böhm, 6:1 (24:48) Röllig, 7:1 (24:58) Rauthe, 8:1 (28:49) Berendt (A. Heinrich, Böhm), 9:1 (30:44) S. Heinrich (D. Klinge - 5:4), 10:1 (40:09) Vrancic (Schädel - 5:4), 11:1 (41:16) Six (S. Heinrich), 12:1 (42:12) Berendt (Böhm), 13:1 (43:11) Böhm (Berendt, A. Heinrich), 14:1 Wolff(44:48) (Schädel, Vrancic), 15:1 (46:01) Mizera, 16:1 (47:17) Hilgenberg (Böhm), 17:1 (48:36) Röllig (Rauthe, Vater), 18:1 (49:02) Reimnitz (Röllig, Vater), 19:1 (52:08) Böhm (Andreas - 5:4), 20:1 (58:19) Reimnitz (Böhm) Strafminuten: Kassel 4 / Bad Nauheim: 8

Im Laufe des Montagmorgen sehen Sie hier auch ein Video.

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